PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche

  • John-Henry Drabeck
  • 13/04/2012
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Es ist wieder Zeit für ein Pokémon-Abenteuer! Diesmal sammeln wir aber nicht mit Ash möglichst alle Monster dieser Welt, von denen es irgendwie von Generation zu Generation immer noch mehr gibt (151? Das war mal…), sondern schlüpfen in die gelbe Haut des bekanntesten Pokémons schlechthin: Pikachu! Bereits 2010 bot uns Nintendo mit PokéPark: Pikachus großes Abenteuer ein ganz passables Abenteuerspiel rund um die knuffige Starkstrom-Ratte, nun steht mit PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche der Nachfolger für die Wii bereit und wir verraten euch in unserem Test, ob die Wünsche eines jeden Pokémon-Fans hier auch wirklich wahr werden!

The cake is a lie!

Das neue Abenteuer von Pikachu beginnt ganz friedlich. Zusammen mit seinem Freund Plinfa schaut sich unser gelber Held den wundervollen PokéPark an – ein Ort, an dem die zahlreichen Taschenmonster friedlich miteinander leben, frei von Arenakämpfen, Trainern und sonstigen menschlichen Einflüssen, das Poké-Paradies auf Erden, sozusagen. Doch die friedliche Stimmung ändert sich schnell. Aus Neugier erkunden die beiden den neueröffneten Wunschpark und stoßen dort schnell auf ein grausames Geheimnis. Zwar wird den Besuchern hier unendlich langes Vergnügen und ein nicht endender Vorrat an Kuchen versprochen, doch eben jene Köstlichkeiten verwandeln die Nimmersatte in willenlose Sklaven für einen dunklen Herrscher. Bei der Flucht treffen Pikachu und Plinfa auf Ottaro, der dem Mysterium im Wunschpark schon lange auf der Spur ist. Kurz vor dem rettenden Portal wird Plinfa jedoch von den beiden getrennt und bleibt in dem düsteren Parallel-Universum zurück – klar, dass Pikachu ihn da wieder rausholen muss!

Also verbünden sich die beiden und suchen gemeinsam im friedvollen Poképark nach Freunden und Verbündeten, um die Sklaven und natürlich auch Plinfa aus den Fängen dieser düsteren Macht zu retten. Je mehr Freunde ihr sammelt, desto mehr Bereiche im Wunschpark werden freigeschaltet (insgesamt 4), inklusive eigenen Minispielen und einem Bossgegner.

Freundschaftsanfrage senden?

Doch wie macht man sich als Pokémon Freunde? Ähnlich, wie auch in der normalen Welt (zumindest wird es so in der Videospielwelt dargestellt) – wir erledigen die Drecksarbeit für sie. So müssen wir für jedes Pokémon verschiedene Aufgaben erledigen, beispielsweise einen Gegenstand herholen, ein Quiz absolvieren, sie fangen oder gar in einem Kampf besiegen. Wirklich interessant ist nur der Kampf, wobei „interessant“ auch schon wieder zu viel des Guten ist, denn wirklich spannend sind die Echtzeit-Duelle, in denen ihr mit verschiedenen Tasten und Bewegungen Attacken ausführen könnt, nicht. Immerhin bleibt es nicht immer nur bei Pikachu und Ottaro und so schließlich sich bald auch Floink und Serpifeu an, die nicht nur über eigene Attacken verfügen, sondern auch außerhalb der Kämpfe mit speziellen Fähigkeiten aufwarten. Ottaro kann beispielsweise schwimmen, während Floink Felsen zerstören kann.

Der Hauptteil des Gameplays wäre damit eigentlich auch schon beschrieben. Die meiste Zeit werdet ihr durch die verschiedenen Areale der offenen Spielwelt laufen und Ausschau nach möglichen Freunden und Beeren haltet, wobei letztere zur Verbesserung der eigenen Attribute dienen. Ein wenig Rollenspiel steckt also auch in Poképark 2, auch wenn es dabei dann auch bleibt.

Im Wunschpark wird dann häufiger gekämpft und ab und zu gibt es auch ein Minispiel, bei dem ihr beispielsweise, ähnlich wie bei „Hau den Lukas“, erscheinende Ziele mit einem Donnerblitz treffen müsst. Habt ihr diese Spielchen erst einmal freigespielt, könnt ihr sie übrigens später auch im neuen Mehrspieler-Modus mit bis zu drei Freunden erneut spielen, auch wenn die Langzeitmotivation recht gering ist und man in der Hinsicht mit Mario Party 9 sicherlich besser beraten ist.

Das Steuerkreuz für eine 3D-Welt… wirklich?

Technisch gesehen befindet sich Poképark 2: Die Dimension der Wünsche auf einem durchschnittlichen Niveau, bei dem es weder viel zu meckern noch viel zu loben gibt. Die verschiedenen Pokémon sind originalgetreu und detailliert, die Animationen sind in Ordnung und die Spielwelt ist einfach angenehm bunt – eben perfekt für das junge Zielpublikum. Schade ist nur, dass die Umgebung sonst relativ trist ist und nicht wirklich viel los ist. Auch der Sound richtet sich eindeutig an die Jüngeren unter uns, denen die bekannten Melodien und das ständige Namenrufen der Pokémon („PIKA, PIKA!“) nicht so schnell auf die Nerven gehen.

Wo sich aber selbst Kinder aufregen dürfen, ist die Steuerung, denn hier hat Nintendo – wie schon beim Vorgänger – eine denkbar schlechte Entscheidung getroffen. Statt Gebrauch vom Nunchuck zu machen, haltet ihr die Wii Remote größtenteils waagerecht und steuert eure Helden mit Hilfe des Steuerkreuzes durch die 3D-Umgebungen. Das wäre nur halb so schlimm, wenn man wenigstens zwei Richtungen gleichzeitig drücken und so statt vier eben acht Richtungen hätte, in die man sich bewegen kann. Das ist aber nicht der Fall. Geradeaus, nach hinten, links, rechts – das ist definitiv zu wenig, um in einer 3D-Welt vernünftig klarzukommen. Da hilft es dann auch nicht viel, dass man im Sprint ein wenig besser steuern kann, denn spätestens in den Kämpfen geht das Steuerungschaos dann wieder los. Wieso nur, wieso nutzt man nicht den Nunchuck, den ohnehin jeder Wii-Käufer besitzt?

John-Henry Drabeck

... ist freier Redakteur bei Spieletester.com seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).
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