Lethal VR

Lethal VR
6

Lethal VR (PC)

6/10

    Lethal VR (PSVR)

    6/10

      Pros

      • Waffenauswahl ganz ordentlich …
      • Exzellentes Positionstracking
      • Preis geht in Ordnung
      • Fette Waffensounds

      Cons

      • … aber insgesamt zu wenig
      • Schwierigkeitsgrad unausgegoren
      • Menüs unübersichtlich
      • Level wirken zu leer

      Wenn ihr den Namen Team17 hört, denkt ihr vermutlich auch zuerst an Worms. Doch die Briten können auch anders. Zusammen mit Entwickler Three Fields Entertainment haben sie ihr erstes VR-Spiel veröffentlicht – Lethal VR. Worum es geht und ob der Shooter was taugt, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

      In Lethal VR übernehmt ihr die Rolle eines FBI-Agenten, der sich in Schuss halten soll – im wahrsten Sinne des Wortes. Es gilt nämlich diverse Schief- und Wurf-Herausforderungen zu absolvieren. Dabei haben die Entwickler ihre Inspiration aus dem Lightgun-Shootern gewonnen und diese in eine virtuelle Schießbude verwandelt, die dank Room-Scale-Technik auch freie Bewegungen ermöglicht. Wenn ihr nun an einen Ein-Areal-Shooter denkt: Nein. Lethal VR bietet allerhand Level, Waffen, Ziele und mehr.

      Lethal VR

      Lethal VR – Punktejäger

      Sobald ihr euch für einen der drei Schwierigkeitsgrade entschieden habt, geht es auch schon in die acht Level. Das Ziel ändert sich allerdings nie: Erledigt alle Ziele und sammelt so viele Punkte wie möglich. Wenn ihr eine vorgegebene Menge an Punkten erreicht, schaltet ihr automatisch neue Level frei. Um das zu erreichen, steht euch eine gute Auswahl an Knarren zur Verfügung.

      Diese reichen von Pistolen über Uzis bis hin zum Wurfmesser. Dennoch muss ich meckern, denn Shotguns oder Maschinengewehre sucht ihr vergebens. Die Entwickler wollten es lieber bei handlichen Knarren belassen. Immerhin: Die Variation von Leveln und Waffen mit jedem Level sorgt für eine gewisse Abwechslung beim Zocken. Was mir sehr gut gefallen hat, war das exzellente Tracking. Für die teure Technik ist aber auch nichts Anderes zu erwarten als extrem präzises Zielen und punktgenaue Abtastraten.

      Lethal VRKritik muss sich Lethal VR hingegen für seine sperrige Menüführung gefallen lassen. Während die Levelauswahl noch stimmig ist, gilt es alle anderen Menüs beim Spielen sehr unpraktisch über das Trackpad aufzurufen. Außerdem gefällt mir der unausgegorene Schwierigkeitsgrad nicht. Während einige Levelabschnitte extrem einfach sind, gibt es wiederum einige, die schlichtweg unfair sind. Das passiert vor allem in späteren Leveln, wo Gegner hinter Wänden auf euch warten und bereits schießen, wenn sie euch gar nicht sehen dürften. Und ein Treffer bedeutet sofort das Game Over. Ist das trotzdem machbar? Ja, wenn ihr eure Sinne auf eine Sekunde Reaktionszeit getrimmt habt. Also wirklich. Eine Sekunde. Und als wäre das nicht genug, gibt es Highscores nur lokal. Online-Vergleiche sind gegenwärtig nicht möglich.

      Lethal VR – PlayStation VR Nachtest

      Während das Vive noch eine 360-Grad-Raum-Erfassung bietet, ist das mit PlayStation VR nicht möglich. Hier stehen nur 180 Grad zur Verfügung, wodurch einige Anpassungen notwendig waren. Das aber hat keine negativen Auswirkungen auf das Spielerlebnis, denn alle Gegner werden im neuen Winkelmaß dargestellt, sodass es keinen Nachteil für PlayStation-Spieler gibt. Außerdem ist es möglich, Lethal VR so auch sitzend zu spielen.

      Spannend ist übrigens die Tatsache, dass der Messerwurf auf PSVR besser funktioniert als bei Vive. Dennoch bleibt das bestehende Problem der Handgelenkerkennung. Diese hatte ich beim Vive-Test nicht negativ angemerkt, weil sie mich nicht sonderlich störte. Bei PSVR werden aber locker die Hälfte aller Würfe falsch erkannt. Oder eben gar nicht. Indes aber bleibt das restliche Tracking auf extrem hohen Niveau, sodass auch auf PSVR sehr genaue Schüsse möglich sind.

      Am Ende ist die PSVR-Umsetzung aber sehr gelungen und nutzt die technischen Gegebenheiten sehr gut. Von einer Budget-Fassung kann hier also nicht die Rede sein.

      Lethal VR – Optisch nur Mittelmaß

      Grafisch ist Lethal VR leider nur durchschnittlich. Die meisten Holoräume sind leer und wirken auf das Auge sehr kahl. Nur selten gibt es tatsächlich Abwechslung, wo größere Häuserwände für Wild-West-Feeling sorgen (passend dazu ballert ihr dort mit einem Revolver). Immerhin: Die Waffensounds klingen wunderbar. Und an dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Sorgt dafür, dass ausreichend viel Platz um euch herum ist. Ihr werdet nämlich recht viele Bewegungen ausführen, die moderat große Räumlichkeiten erfordern.


      Fazit:

      Wenn ihr einen ganz netten Shooter für 15 Euro sucht, dann werdet ihr bei Lethal VR fündig. Während das Tracking exzellent ist und das Geballer auf kurze Dauer durchaus Spaß macht, enttäuscht der Titel mit undurchsichtigen Menüs, keiner Online-Anbindung und seinem geringen Umfang von fünf bis sechs Stunden.

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