Ein süffisantes Grinsen und ein „viel Spaß damit, Adam“ musste ich über mich ergehen lassen, als Kollege John-Henry mir Just Dance 3 überließ. Die Rache für All Star Cheerleaders 1 und 2 sollte tatsächlich gekommen sein. Doch ich kannte die Tricks, derer sich mein werter Kollege bedient hatte und sollte diese auch verwenden. Nichtsdestoweniger muss ich eingestehen, den Titel zumindest selbst auch ausprobiert zu haben. Und nunja, besser tanzen als vorher kann ich bestimmt nicht, allerdings fand ich heraus wie leicht sich diese Software austricksen lässt. Wie genau das geht und ob Just Dance 3 sonst etwas zu bieten hat, erfahrt ihr im Test!

Und nun der „Trick“: Wenn ihr nämlich die Wii-Mote im richtigen Moment an die Endposition bringt, was sich sehr leicht machen lässt, da ihr die Position bereits im Vorhinein seht, und die Bewertung bei korrekter Positionierung immer mindestens die Note „OK“ vergibt, kann man eigentlich nichts falsch machen. Ihr müsst euch also gar nicht mal im Rhythmus der Musik bewegen. Zugegebenermaßen ist das natürlich weniger förderlich für den Spielspaß im Allgemeinen, denn darum geht es hierbei schließlich.

Und übrigens hat Ubisoft den Titel auch genau darauf komplett reduziert. Keine Karriere, keine Unlockables (Wii) oder dergleichen. Lediglich der „Sweat-Modus“ und „Just Create“ haben es hineingeschafft, sodass ihr im zuerst genannten Modus eine Art Fitness-Center für lau bekommt, da dort getanzt wird bis der Arzt kommt. Offensichtlich scheint diese Art von Kosteneinsparung zu funktionieren, denn mehr als ein Party-Titel ist Just Dance 3 nun wirklich nicht. Und für jene, die gerne anderen beim Tanzen zusehen oder einfach nur einen lustigen Spieleabend verbringen wollen, ist das perfekt.

Bei „Just Create“ könnt ihr überdies eigene Choreografien für die jeweiligen Songs (insgesamt 50 plus zwei, wenn ihr die Xbox 360-Fassung habt) entwerfen. Seid ihr mit eurer Tanzeinlage zufrieden, könnt ihr diese zu Hause Freunden vorführen oder diese jene Moves nachmachen lassen. Übrigens: Für X360-Besitzer erschließt sich noch die Möglichkeit, die meisten Choreografien über einen Online-Tausch anzubieten, allerdings ist diese Option nicht für alle Songs verfügbar – warum auch immer.

Kinect > Wii-Mote

Nebst der Wii-Fassung hatte ich auch das Vergnügen, die Xbox-360-Version anzuspielen, wo gerade mit Kinect ganz viele neue Optionen geboten werden könnten. Und der Unterschied ist nicht allzu gering ausgefallen. Nicht nur die Neon-Optik des Spiels wirkt bedeutend schicker, sondern auch die Umsetzung des Spiels ist insgesamt runder, da ihr für gelungenes Nachtanzen mit Sternen belohnt werde und sich zudem eine Mojo-Leiste füllt. Zudem könnt ihr an bestimmten Stellen mitsingen und erhaltet weitere Bonus-Punkte. Ab einem gewissen Level gibt es dann neue Tänze und Modi wie zum Beispiel „Simon Says“, in dem ihr zusätzlich zur Choreografie weitere Aktionen ausführen müsst.



Natürlich stellt sich hierbei auch die Frage, inwiefern Just Dance 3 gegenüber Dance Central aufholen kann. Und dabei ist eindeutig festzustellen, dass Ubisofts Titel für die Xbox 360 einen fabelhaften Job macht, aber nach wie vor an kleineren Mängel leidet, die bei Dance Central nicht vorhanden sind. Darunter fallen unter anderem fehlinterpretierte Bewegungen oder dass jene Aktionen schlichtweg nicht erkannt werden. Bei manchen Choreografien scheint es dem Sensor/Spiel egal zu sein, ob ihr gerade die End- oder Anfangsposition eingenommen habt – Punkte gibt es scheinbar dennoch. Offensichtlich scheint auch bei Kinect der Spaß gegenüber Genauigkeit zu siegen.

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