Go Vacation

  • John-Henry Drabeck
  • 28/11/2011
  • 0

Sommer, Sonne, Sonnenschein – von allem hatten wir in diesem Jahr relativ wenig und auch der Herbst lädt mit seinen kühlen Temperaturen, sich verbreitenden Grippe-Viren und mäßig/feuchtem Wetter nicht unbedingt zu Freizeitaktivitäten ein. Wie gut, dass es da die Wii gibt: Mit Go Vacation schicken Namco Bandai und Nintendo euch nämlich in den virtuellen Urlaub und lassen euch dem grauen Alltag entfliehen. Wir haben die LCD-Sonne genossen und verraten euch, ob Go Vacation einen Ausflug wert ist!

Willkommen auf Kawawii Island

Um es kurz zu fassen: Ja, Go Vacation ist – genau wie etwa Wii Sports Resort – eine simple Party-/Minispiel-Sammlung, die mit ein paar Freunden oder Familienmitgliedern natürlich am meisten Spaß macht. In sage und schreibe 50 verschiedenen Aktivitäten könnt ihr euch auf der Urlaubsinsel austoben, wobei das Eiland selbst in vier unterschiedliche Resorts unterteilt ist. Da wäre zum einen natürlich das Seeresort mit zahlreichen Aktivitäten im und am Wasser, darunter Beach Volleyball, Tauchen oder Surfen. Habt ihr hier genug Spielchen absolviert, könnt ihr weiter ins Innere der Insel, wo das Stadtresort mit Freizeitbeschäftigungen wie Inline-Skating, Skateboarding oder Air Hockey auf euch wartet.

Habt ihr dann genug von der Stadt, geht es hoch in die Berge. Hier dürft ihr euch natürlich im Schnee austoben und die Piste herunterfahren, Schneemänner bauen oder euch mit Freunden eine Schneeballschlacht liefern. Zu guter Letzt kommt dann das Bergresort, wo ihr euch auf den Rücken eines Pferdes schwingen, Kanu fahren oder Paragliding betreiben dürft. Schön ist dabei, dass die viele der zahlreichen Aktivitäten verschiedene Steuerungsmöglichkeiten anbieten und ihr so Gebrauch von Wii MotionPlus, dem Wii Balance Board, dem Wii Zapper oder dem Wii Lenkrad machen dürft. Eure Zusatz-Geräte kommen also mitunter voll zum Einsatz und verstauben nicht irgendwo in der Ecke. Leider ist die Steuerung bei den meisten Spielchen aber nicht sonderlich genau oder verlangt von euch penible Präzision. Das klassische Schütteln und einfachste Gesten sind hier die Devise – schade, da wäre sicher mehr drin gewesen!

Open World?!

Das besondere an Go Vacation sind aber eigentlich nicht die vielen Aktivitäten, sondern die Tatsache, dass euch hier eine weitestgehend offene Spielwelt geboten wird! Zwar habt ihr natürlich die Möglichkeit, per Schnellauswahl diverse Spielchen auszuwählen, viel schöner ist es aber, die große Insel einfach zu Fuß oder via Jetski oder Quad zu erkunden. Auf diese Weise könnt ihr dann einfach zu den Animateuren fahren, die euch dann entsprechende Spiele anbieten. Generell ist die Insel übrigens sehr schön, nur leider ist sie auch ein wenig leer, denn bis auf ein paar NPCs, die durch die Gegend fahren oder die Sonne am Strand genießen, gibt es auf Kawawii Island nicht viel zu sehen. Wer Glück hat, findet hin und wieder ein paar Kleidungsstücke. Spielt ihr zusammen mit Freunden, wird der Bildschirm aufgeteilt und jeder von euch kann nach seinem eigenen Gusto die Insel erforschen. Ohnehin sollte man, wie anfangs schon erwähnt, mit Freunden spielen, denn dann könnt ihr euch nicht nur gegenseitig zu Bestzeiten oder Highscores motivieren, sondern erlebt auch eine etwas realistischere Herausforderung – allgemein ist der Schwierigkeitsgrad nämlich recht niedrig angelegt.

Zudem könnt ihr immer wieder Möbelstücke freischalten, mit denen ihr eure eigene Behausung auf der Insel ausstatten könnt. Ja, ganz recht, ihr habt recht schnell eure eigene Unterkunft im Urlaubsparadies und könnt nicht nur das Innere etwas aufwerten, sondern auch generell den Typ auswählen – von der einfachen Holzhütte bis zur prächtigen Villa! Von hier aus könnt ihr dann auch ohne lange Laufwege direkt eine Aktivität aussuchen.



Technisch bewegt sich Go Vacation auf Messer’s Schneide. Zum einen weiß die Inselwelt ziemlich gut zu gefallen und sieht stellenweise wirklich hübsch aus. Hier hat man sich viel Mühe gegeben, auch wenn alles bei genauerer Betrachtung natürlich etwas unscharf aussieht und generell doch eine gewisse Leere vorherrscht. Unschön hingegen sind die ständigen Ladepausen, die den Spielfluss doch sehr stören. Auf der akustischen Seite gibt es das, was jeder bei einem solchen Spiel erwartet: Fahrstuhlmusik und Melodien, die man entweder irgendwann mitpfeift oder stummschaltet.

John-Henry Drabeck

... ist freier Redakteur bei Spieletester.com seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).
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