Dragon Ball Fusions (3DS)

Dragon Ball Fusions (3DS)
7

Dragon Ball Fusions

7/10

    Pros

    • Sehr viele bekannte Charaktere (von Z bis Super)
    • Taktische Tiefe während der Kämpfe
    • Toller Comic-Look
    • Viele witzige Dialoge…
    • Wuchtige Kampfanimationen…

    Cons

    • … ansonsten aber sehr seichte Haupthandlung
    • …die sich leider viel zu oft wiederholen
    • Sehr Grind lastiger Spielablauf
    • Aufgaben-Standardkost

    Wenn es um Dragon Ball geht, dann ist im Bereich der Spiele mittlerweile nichts mehr wirklich heilig. Zu oft wurden die Dragon Ball Z und GT Sagen nacherzählt. Also bedient man sich nun komplett neuen Geschichten, die nur lose an der Oberfläche des zu Grunde liegenden Universums kratzen. Wir finden: Gut so! Denn genau dadurch ist es wieder interessant der Jagd nach den 7 Kugeln beizuwohnen. Und man kann das gefühlt 100ste Treffen mit Radditz endlich mal aus einem wirklich anderen Blickwinkel genießen. Dragon Ball Fusions schießt in eine ähnliche Kerbe und lässt euch eure ganz eigenen Abenteuer im bekannten Universum erleben. Ob die erfolgreiche Xenoverse-Formel aber auch auf dem 3DS aufgeht, erfahrt ihr in unserem Test zu Dragon Ball Fusions.

    Dragon Ball Fusions – Das große Turnier

    Dragon Ball FusionsWer aufmerksam unser Intro gelesen hat, der durfte bereits aufatmen. Dragon Ball Fusions grast nicht etwa die bereits zig Mal gemähten Geschichten von Z und GT ab, sondern erfindet seine ganz eigene Welt. Direkt nachdem ihr Aussehen und Rasse eures Alter-Ego gewählt habt, richtet ihr zusammen mit eurem beste Freund einen verhängnisvollen Wunsch an Shenlong, den bekannten grünen Wunschdrachen. Er soll nichts weiter tun als das größte Turnier des Dragon Ball Universums auf die Beine zu stellen. Jeder bekannte Kämpfer ob aus Z, GT oder Super nimmt daran teil, um herauszufinden, wer der Stärkste ist. So banal wie der Aufhänger der Haupthandlung vielleicht klingen mag, so passgenau fügt er sich in dieses witzige und Dragon Ball typisch überzeichnete Werk ein. Dem Anlass entsprechend formt der Drache eine eigens für dieses Ereignis zurecht gezimmerte Welt, die sich gen Himmel und über zig Ebenen erstreckt.

    Praktischerweise laufen in genau dieser Welt alle Zeitzonen und Universen von Dragon Ball zusammen, so dass es nicht verwunderlich ist, dass Son Goku in seiner kindlichen Version auf sein erwachsenes Gegenstück aus der Zukunft trifft. Auch ein Goldener Freezer vermag in dieser Welt dem Teufelsdrachenanführer Yi Xing Long eine ordentliche Abreibung verpassen. Wem bei diesen Zeilen das Herz bis zum Hals schlägt, der ist bei Dragon Ball Fusions genau richtig. Angestachelt durch eine Vielzahl würdiger Gegner düst auch ihr direkt ins Getümmel und müsst nur noch ein schlagfertiges Team zusammenstellen, um mit dessen Hilfe die Krone des Universums zu erlangen.

    Dragon Ball Fusions – Ebene für Ebene

    Man mag es anfangs dem mittlerweile etwas betagten 3DS gar nicht richtig zutrauen, doch wer erst einmal frei in einer der viele Oberwelt-Ebenen umhergeflogen ist, der wird ob des stimmigen Comic-Looks und der gelungenen grafischen Präsentation nicht schlecht staunen. Schwebende Inseln, kleine Städte wie Satan City, Namekianische Dörfer oder Freezers Flottenschiffe, die einzelnen Ebenen sind übersäht mit bekannten Orten, die wild durcheinander gewürfelt ein völlig neues Arrangement ergeben. In diesen Mini-Welten reist ihr nun frei von Missionspunkt zu Missionspunkt, erledigt Nebenaufträge oder kämpft euch begleitet von recht flachen, dafür aber umso witzigeren Dialogen durch die Haupthandlung. Denn nur die Stärksten kommen in die nächst höhere Ebene.

    Damit auch ihr zu den Stärksten zählt, rekrutiert ihr in regelmäßigen Abständen neue Begleiter für euer fünfköpfiges Team. Wo anfangs noch Goten, Trunks, Goku Junior und ihr selbst durch die Weiten düst, wird später heiter ins Team aufgenommen, was gerade so zu eurer Stimmung passt. Ein Team auf Super-Schurken? Oder doch lieber den bekannten Rettern wie Goku und Vegeta? Vielleicht komplett neue Gefährten? Ihr habt die Qual einer stets wachsenden Auswahl. Was sich aber zu Beginn noch nach einem äußerst abwechslungsreichen Ausflug in die Tiefen des Dragon Ball Fusion Universums anhört, entpuppt sich, je weiter ihr euch vorankämpft, als sehr repetitives Unterfangen. Viele Aufgaben gleichen sich und gehen nie wirklich über kleine Sketche, Kämpfe oder Botendienste hinaus. Da wäre mit so einem großen Spielraum noch viel mehr Potenzial für neue Geschichten um bekannte Charaktere drin gewesen. So verkommt die Handlung neben dem Sammelwahn mehr und mehr zum seichten Hintergrundgeplänkel.

    Dragon Ball Fusions – Wuchtige Kämpfe in Dauerschleife

    Kein Dragon Ball ohne einen guten Kampf. Ein Kredo, dessen sich natürlich auch Dragon Ball Fusions sehr wohl bewusst ist. Um abseits der Handlung und dem wilden Rekrutieren zu beschäftigen, gilt es immer wieder Teamgefechte auszufechten. Trefft ihr in der Oberwelt auf einen umherfliegenden Kontrahenten, schaltet das Spiel in eine extra für den Kampf vorgesehene 2D-Arena um. Man sollte sich aber keineswegs vom einfach gestalteten Kampf-Bildschirm blenden lassen. Das Kampfsystem selbst überrascht mit angenehmer Tiefe. So könnt ihr euer Team frei in der Arena bewegen, müsst aber immer das Hauptaugenmerk auf die kluge Positionierung eurer Kämpfer legen.

    Dragon Ball FusionsAttacken können aus allen Richtungen ausgeführt werden und wer seine Gegner und auch seine Verbündeten gut im Auge behält, der ist somit in der Lage einen Kontrahenten direkt in die Arme eines Mitstreiters zu schlagen. Dieser setzt dem verdutzten Gegenüber gleich noch eins nach und erhöht den Schaden ungemein. Wer ganz raffiniert taktiert hat, der hat wiederum mit einkalkuliert, dass der Gegner direkt von eurem eigenen Kämpfer in eine Gruppe des gegnerischen Teams katapultiert wird, um so gleich zig-fachen Schaden zu verursachen. Der Kampf wird so zu einem angenehm dynamischen Stellungsspiel, bei dem jeder Angriff, ob nun als AoE-Attacke, Unterstützung oder gar Super-Move, wohl durchdacht sein möchte. Belohnt wird man durch wuchtige Animationen und Sequenzen, die den Animes ins nichts nachstehen. Speziell wenn ein Gegner mit Schmackes aus der Arena und in einen nahestehenden Berg gekickt wird, ist es umso schöner Fan zu sein.

    Blöd nur, dass bis aus die Spezial-Attacken sehr wenige andere Sequenzen verwendet werden. Das führt dazu, dass ihr euch mit zunehmender Spieldauer eine Funktion zum Überspringen eben jener Kampfanimationen wünschen würdet, da ihr sie immer wieder mitansehen müsst. Da das Kämpfen aber einen solch hohen Stellenwert in Dragon Ball Fusions einnimmt, ist das ein nicht zu unterschätzendes Frustmoment.

    Dragon Ball Fusions – Fuuuuuuusion HA!

    Der eigentliche Clou während eines Kampfes ist die titelgebende Möglichkeit alle Kämpfer miteinander zu fusionieren. Ihr könnt sogar so weit gehen und alle fünf Teammitglieder zu einem Super-Kämpfer zu zusammenzufügen, der gleich fünffach so hart austeilen und einstecken kann. Seien wir doch mal ehrlich, wer wollte nicht schon immer mal Broli und Vegeta oder Boo fusionieren lassen. Nur um einfach mal zu sehen was dabei herauskommt.

    Dragon Ball FusionsSo kommen schon während der Hauptgeschichte die ulkigsten Kombinationen zustande die speziell Dragon Ball Fans ein breites Grinsen ins Gesicht boxen werden. Nicht vergessen darf man aber die Tatsache, dass nicht nur ihr selbst, sondern im späteren Spielverlauf auch jedes gegnerische Team in der Lage sein wird, eben jene Fusionen durchzuführen. Man sollte also den Energiehaushalt neben dem vielen bereits erwähnten Stellungsspiel, nie aus den Augen verlieren. Speziell auf den höchsten Ebenen der Welt treiben sich so einige harte Fusionsbrocken herum.

    Wirklich hart oder unfair wird es aber nie zugehen. Wenn dann doch mal der ein oder andere Gegner eine Nummer zu groß ist, gilt es eben ein paar mehr schwächere Teams ins Visier zu nehmen und zu trainieren. Wo wir aber wieder bei der nicht enden wollenden Schleife aus Kampfsequenzen wären. Allgemein ist Dragon Ball Fusions recht Grind lastig, was den Spielfluss gen Ende sehr schleppend erscheinen lässt. Wer da nicht Fan genug ist, dürfte eine deutlich schwierigere Zeit haben die Turnier-Ebene überhaupt zu erreichen.


    Fazit:

    Dragon Ball Fusions ist ein reinrassiges Fan-Fest. Alle, die sich schon zig Mal durch Anime und Spieleadaptionen der immer gleichen Haupthandlung gekämpft haben, werden ob des immer noch frischen Xenoverse-Ansatzes viel Spaß haben. Ein eigener Held mit einer vollkommen neuen Welt in einem vollkommen neuen Abenteuer, welches „nur“ durch das Thema Dragon Ball zusammen gehalten wird. Viele alte und neue Bekannte und die Möglichkeit des wilden Fusionierens reichen zumindest für den Kenner in jedem Fall aus, um spaßige Stunden zu haben. Spieler, welche hingegen keine allzu großen Dragon Ball Enthusiasten sind, werden mit dem äußerst repetitiven Spielablauf und den, trotz wuchtiger Animationen, immer gleichen Kampfsequenzen eine ungleich schwierigere Zeit haben. Nichtsdestotrotz, wem nur daran gelegen ist, sein Team zu stärken, fleißig Kämpfer aufzunehmen und aufzubauen, um irgendwann der Stärkste der Starken zu sein, dem wird hier ein Rundum-Sorglos-Paket für Dragon Ball Fans geschnürt.

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