Ben 10: Galactic Racing

  • John-Henry Drabeck
  • 15/12/2011
  • 0

Ben 10 Galactic Racing

  • Adam Smieja
  • 20/09/2011
  • 0

Mario Kart gehört ohne Frage zu den erfolgreichsten Franchises von Nintendo. Kein Wunder also, dass jede hauseigene Plattform mindestens einen Ableger der Reihe bekommt, zuletzt auch der 3DS mit Mario Kart 7. Ebenso wenig verwunderlich ist es da natürlich, dass andere Entwickler und Publisher ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Der wohl beste Versuch kam im vergangenen Jahr von Disney und den Black Rock Studios, die mit Split/Second: Velocity ein durchaus erfolgreiches Mario Kart für Erwachsene anboten – schade nur, dass das zuständige Entwicklungsstudio kurz danach geschlossen wurde. Nun liegt es also an anderen, Mario die Stirn zu bieten, und genau das probiert Monkey Bar Games zurzeit mit Ben 10: Galactic Racing. Ob das Vorhaben gelingt, erfahrt ihr im Test!

Mario Kart meets Ben 10

Das Rezept für Ben 10: Galactic Racing könnte einfacher nicht sein: Man nehme das grundlegende Spielprinzip von Mario Kart und ersetze Peaches, Mario, Luigi, Bowser und Co. durch Charaktere aus dem Comic-Universum von Ben 10, darunter Ben Tennyson selbst, Kevin Levin, Schlammfeuer, Vilgax, Echo Echo und einige weitere. Insgesamt warten 15 verschiedene Charaktere mitsamt eigener Karts (leicht und schwer), Stärken und Schwächen sowie Spezialfähigkeiten auf euch. Ben kann sich zum Beispiel in ein Alien verwandeln, während Kevin eine ganze Raketen-Batterie abfeuern kann. Prinzipiell hört sich das alles also schon gar nicht so schlecht an, zumal sich Fans des Ben 10-Universums über viele bekannte Gesichter freuen dürfen.

Für den Racing-Spaß stehen euch fünf verschiedene Modi zur Verfügung, die sich aber nicht allzu sehr voneinander unterscheiden. Da wäre der „Grand Prix der Galaxis“, in dem ihr neue Strecken (insgesamt bietet das Spiel 25) und Charaktere freischalten könnt und euch auf verschiedenen Kursen an die Spitze der galaktischen Rennliga vorarbeitet, „Kurzschluss“, das euch drei frei wählbare Strecken nacheinander abfahren lässt, das klassische „Einzelrennen“ auf nur einem Kurs, der Time-Trial-Modus „Allein gegen die Zeit“ sowie eine Versus-Modus namens „Showdown“, in dem ihr nicht um Platzierungen, sondern um euer Übelerben kämpft. Bis auf den Grand Prix sowie das Zeitrennen lassen sich übrigens auch alle Modi mit bis zu vier Spielern im Splitscreen-Mehrspieler spielen, was natürlich wesentlich mehr Spaß macht, als gegen die KI zu fahren.

Ansonsten spielt sich Ben 10: Galactic Racing wie ein ganz normales Kart-Racing-Spiel, wobei man sich beim Spieldesign nur marginal von Mario Kart unterscheidet. Anders ist hier nur, dass ihr einen Verteidigungs- und Angriffsbalken habt, die jeweils mit Driften bzw. Stunts in der Luft aufgefüllt werden und euch einen Schild oder eben die Spezialattacken nutzen lassen. Daneben gibt es natürlich auch die klassischen Pickups, die auf der Strecke platziert sind und euch diverse Waffen an die Hand geben, darunter Raketen, Ölteppiche, Laser und so weiter. Im Endeffekt wurden hier aber nur die klassischen Powerups von Mario an das Ben 10-Franchise angepasst. Große Überraschungen sucht man hier vergebens.

Und so rast ihr dann durch verschiedene Alien-Welten, driftet dabei, bis der Arzt kommt, und nehmt fleißig eure Kontrahenten aufs Korn. Die Wii bietet übrigens mehrere Steuerungsmethoden – entweder mit Nunchuck + Wii Remote, dem Classic Controller oder der Wii Remote allein, die ihr dann wie ein Lenkrad haltet. Hier nutzt ihr dann am Besten direkt den Lenkradaufsatz dazu, wobei, wenn ihr den habt, habt ihr auch Mario Kart, und dann besteht eigentlich kein Grund, Ben 10: Galactic Racing zu kaufen. In wirklich jeder Hinsicht ist der Titel nämlich schlechter als das große Vorbild. Die Grafik ist selbst für Wii-Verhältnisse dürftig, bei der Sprachausgabe hat man trotz großer deutscher (und junger!) Fanbase auf eine deutsche Synchronisation verzichtet und auch das Streckendesign bietet trotz einigen „Gefahren“ wie herunterfallenden Eiszapfen keine nennenswerten Stärken.

John-Henry Drabeck

... ist freier Redakteur bei Spieletester.com seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).


Ben 10 Galactic Racing (Multi)

Adam Smieja

... ist Chefredakteur bei Spieletester.com und seit der Gründung 2003 mit dabei. Am liebsten spielt er Strategiespiele wie StarCraft II oder Rollenspiele.
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