Star Wars ist derzeit wieder in aller Munde. Nachdem Disney sich die Lizenz gekauft hatte und für den 18. Dezember 2015 Episode VII ankündigte und auch Entwickler DICE an einem neuen Ableger von Battlefront arbeitet, steht alles wieder im Zeichen der Macht. 2012 jedoch erschien für iOS- und Android-Geräte bereits Angry Birds Star Wars – eine Mischung aus dem wohlbekannten Prinzip von Angry Birds sowie der Star Wars-Lizenz. Kann das gutgehen?

angry_birds_star_wars_30102013_2Die Storyline von Angry Birds Star Wars umfasst dabei die Geschehnisse von Episode IV und V, wobei viele Szenen eher abstrakt dargestellt werden – Fans von Star Wars werden die eine oder andere Anspielung jedoch sehr gut nachvollziehen können. Insgesamt warten dabei unterschiedliche Themenbereiche auf euch: Tatooine, der Todesstern (oder: Schweinestern), Jodas Exil Dagobah, Hoth sowie ein Bonusabschnitt mit Droiden. Für die Konsolen- und Handheldversionen haben die Entwickler zu den ohnehin schon vielen Herausforderungen (200) noch einmal 20 drauf gepackt.

Darüber hinaus wurde die jeweilige Technik der Plattform versucht kreativ zu nutzen: Bei der Vita, dem 3DS und Wii U steuert ihr den Titel via Touch-Steuerung, während Wii-Zocker mit der WiiMote die richtige Flugbahn auswählen. PS3- und Xbox-360-Nutzer haben eine eher klassische Steuerung erhalten. Überdies bietet das Spiel einen 2-Spieler-Koop, Online-Ranglisten und so weiter und so fort. Gespart wurde nicht, allerdings sind alle diese Features nun auch nicht wirklich weltbewegend.

1 Euro App für 30 Euro

An dieser Stelle möchte ich meinem Unmut ein wenig freien Lauf lassen: Die Angry Birds Star Wars App für das iPhone kostet aktuell 0,89 Euro. Der zweite Teil kostet ebenfalls weniger als einen Euro. Der Umfang ist dabei relativ gleich, wenngleich natürlich die sehr unverschämten In-App-Käufe bei Apple ziemlich störend sind und zudem Spielcontent vorbehalten. Nichtsdestoweniger sind die 30 Euro eine bodenlose Frechheit, wenn man nur bedenkt, dass viele Texturen hochskaliert worden sind und einige Zwischensequenzen nicht einmal in HD ausgestrahlt werden. Ob HD und eine angepasste Steuerung einen derart hohen Preis tragen? Ich denke nicht.

Dass zudem viele der Spielmechaniken auf einer iOS-App basieren, wird vor allem bei der PlayStation 3 und Xbox 360 deutlich, denn für diese beiden Konsolen ist das Spiel am tendenziell schlechtesten. Während die Touch-Späße immerhin noch ein wenig Aktion eurerseits verlangen, bleibt das Geschehen auf der PS3/Xbox weitestgehend passiv. Da helfen auch die unterschiedlichen Fähigkeiten der Figuren nicht. Diese aber sind natürlich ganz nett gemacht: Obi Wan kann mit einem Machtstoß Objekte umstoßen, Chewbacca dient als eine Art Rammbock und kann große Lücken in feindliche Bauten reißen. Darüber hinaus gibt es noch einige Extras wie den Rasenden Falken, den ihr als eine Art Smartbomb einsetzt.

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Technisch gibt es abseits der etwas sehr schlichten Grafik nicht viel zu meckern. Viel besser gefällt mir dabei schon der Sound, denn was wäre ein Star-Wars-Titel ohne den dazugehörenden Soundtrack? Und so bekommt ihr natürlich Chewbaccas Geknurre zu hören, die original Blaster-Sounds, eine kleine Abwandlung des Star Wars Themes und vieles mehr. Die Atmosphäre stimmt.




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