Warhammer 40.000: Inquisitor - Martyr

Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr Vorschau

  • John-Henry Drabeck
  • 03/03/2017
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Warhammer 40,000-Fans haben auch in diesem Jahr wieder Grund zur Freude, den gleich drei vielversprechende Titel ermöglichen es euch 2017, in das brutale und vom ewigen Krieg geplagte Universum zu hüpfen und mit viel Feuerkraft Angst und Schrecken unter euren Feinden zu verbreiten. Einer dieser Titel ist Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr von Neocore Games, die sich zuletzt mit Van Helsing-Abenteuern ausgetobt haben und mit Martyr nun das erste Action-Rollenspiel im Warhammer 40,000-Universum auf die Beine stellen wollen. Wir haben einen kurzen Blick in die aktuelle Alpha-Version des Spiels geworfen und verraten euch, was Martyr zur Zeit bietet und was Neocore mit dem Titel vor hat.

Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr – Ewiger Krieg

Wenn das Warhammer 40k-Franchise durch eine Sache geprägt ist, dann ist es der ewig andauernde Krieg zwischen den Space Marines, Orks, Tau, Eldar und anderen Fraktionen, die wir beispielsweise in den Dawn of War-Spielen kommandieren durften. Martyr hingegen lässt euch in den schweren Kampfanzug eines Inquisitoren schlüpfen. Inquisiatoren sind quasi die Spezialagenten des Imperiums und räumen da auf, wo andere Chaos hinterlassen haben. Da das Warhammer 40k-Universum in seiner Gänze viel zu komplex für ein einzelnes Spiel wäre, hat sich Neocore Games dazu entschieden, sich auf eine Region zu konzentrieren: Den Caligari-Sektor, der aber trotzdem zahlreiche Sternensysteme und tausende von Planeten bietet.

Warhammer 40.000: Inquisitor - MartyrMartyr soll – wenn es im Herbst 2017 erscheint – ein Open World Sandbox Action RPG werden, in dem ihr den gesamten Sektor erkunden und unzählige Missionen erledigen könnt. Neben einer storylastigen Einzelspieler-Kampagne soll die Spielwelt und damit auch die fortlaufende Geschichte des Sektors vor allem durch die Community geprägt werden. In speziellen, globalen Events sowie zusammenhängenden Missionen als Teil der Inquisitonskampagne will Neocore für die nächsten paar Jahre genug Content bieten, um die Spielerschaft bei Laune zu halten und die Spieltweit stetig weiterzuentwickeln. „Launch and forget“ ist hier definitiv nicht die Devise, stattdessen soll Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr für lange Zeit am Leben gehalten und mit neuen Inhalten gefüllt werden.

Auch die per Zufall generierten Umgebungen dürften hier für Abhilfe sorgen, denn auch wenn die grundsätzlichen Missionen mehereren Archetypen folgen, so werden die Level selbst bei jedem Start neu generiert – ähnlich etwa wie in den Dungeons von Diablo. All das steht aber zum jetzigen Zeitpunnkt noch in den Sternen.

Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr – Alpha zum Mitgestalten

Ähnlich wie es viele andere Entwickler über Steam Early Access probieren, hat Neocore Games seine eigene Gründerphase gestartet, in der Spieler, die wirklich daran interessiert sind, die Entwicklung von Martyr zu prägen, ihren Input geben und neue Features austesten können. Aktuell befindet sich das Ganze noch in einem sehr frühen Stadium und so konnten wir in der angespielten Version lediglich ein paar Missionen mit einer der drei geplanten Klassen ausprobieren. Die Roadmap sieht aber vor, dass bis zum Release im Q3 2017 weitere Phasen ausgerollt werden, die zusätzliche Inhalte, Features und Klassen einführen, darunter auch der versprochene Open World-Aspekt des Spiels sowie später die PvP-Kompente von Martyr.

Während ihr die komplette Kampgne sowie die Nebenmissionen entweder allein oder im Koop mit bis zu vier Spielern absolvieren könnt, hat sich Neocore für den PvP-Modus etwas anderes einfallen lassen, als einfach mehrere Inquisitoren im Deathmach aufeinander loszulassen. Stattdessen dürft ihr später eure eigenen Festungen bauen und diese mit eigenen Truppen verteidigen, während ihr selber Burgen von anderen Spielern erobert und deren Schätze plündert. Wer Ubisoft’s The Mighty Quest for Epic Loot gespielt hat oder diverse, moderne Mobile-Titel zockt, dem dürfte dieses indirekte PvP-System schnell bekannt vorkommen.

Warhammer 40.000: Inquisitor - Martyr

Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr – Isometrisches Action-RPG mit Deckungssystem

In der aktuellen Alpha-Phase durften wir uns mit dem Crusader austoben, einem schwerbewaffneten Tank der sich zwar nur sehr langsam bewegt, dafür aber mit viel Feuerkraft für Verheerung sorgen kann. Die anderen beiden Klassen – der schnelle und auf Überraschungsangriffe spezialisierte Assassine sowie der Psysker, der seine Feinde mit Warp-Kräften zermürbt – werden in einem späteren Update während der Alpha hinzugefügt.

Was Martyr von beispielsweise einem Space Hulk: Deathwing unterscheidet, ist die isometrische Perspektive. Ähnlich wie in klassischen Action-Rollenspielen wie Diablo, Baldur’s Gate oder Sacred steuert ihr euren Helden – aktuell wie gesagt noch den Crusader – aus der Vogelperspektive und bewegt euch mit den Pfeiltasten (kann natürlich auf WASD umgestellt werden) durch die Umgebung, während ihr mit eurer Maus die Waffe abfeuert oder diverse Spezialattacken ausführen gebt. Die Steuerung ist tatsächlich, zumindest in der aktuellen Entwicklungsphase – vermutlich der größte Schwachpunkt von Martyr auf dem PC.

Das Spiel sieht aus wie ein klassischer Twin Stick Shooter, spielt sich mit Maus und Tastatur aber eher wie ein klassisches Action-Rollenspiel. Das gewollte Gefühl will aber nicht so richtig überschwappen, denn es fühlt sich einfach komisch an, mit dem Inquisitor stehenzubleiben, um auf Gegner zu feuern, und sich dann von Position zu Position zu bewegen, um die Gegnergruppen auszuschalten. Zwar ist es durch diverse Fähigkeiten und sicherlich später auch in anderen Klassen möglich, gleichzeitig zu feuern und sich zu bewegen, im aktuellen Stadium fühlt sich die Steuerung trotzdem extrem klobig und alles andere als intuitiv an.

Ein interessantes Feature im Rahmen der Action-Rollenspiele ist jedoch die Implementierung eines Deckungssystems, schließlich gehört das spätestens seit der Dawn of War-Reihe absolut zu Warhammer 40,000 dazu! Nahezu jede Säule oder Barrikade kann von eurem Charakter als Deckung verwendet werden, was aber natürlich auch für eure Gegner gilt. Gute und schlechte Nachricht zugleich: Deckungen und auch viele Teile der restlichen Spielumgebung können mit genügend Feuerkraft zerstört werden, wodurch die Positionierung in der Spielwelt schnell zur taktischen Entscheidung wird und ihr gleichzeitig die KI aus der Reserver locken könnt.

Zwischendurch gibt es dann auch Bossgegner, die den üblichen Rhythmus – Raum betreten, Gegnergruppen vernichten, auf zum nächsten Raum – aufbrechen. Diese sind nicht nur mit stärkeren Waffen ausgestattet, sondern verfügen zudem über Schilde und diverse taktische Eigenheiten, die eine andere Herangehensweise erfordern. Zahlreiche Gegnertypen verfügen zudem über speziell angreifbare Körperteile, die durch genügend Beschuss „lahmgelegt“ werden können, wodurch beispielsweise Spezialattacken deaktiviert werden. Und ja, auch Gore spielt in Martyr eine große Rolle. Auch hier ist man dem Warhammer 40k Franchise treu geblieben und hat mehrere Eimer roter Farbe bereitgestellt, um das gute alte Warhammer-Feeling darzustellen.


Fazit:

John-Henry Drabeck Dishonored 2Die Ambitionen von Neocore Games sind groß: Das erste anständige ARPG im Warhammer 40k-Universum zu schaffen, ist ein großes Ziel, und mit den Plänen die sie bereits jetzt schon für die nächsten Alpha-Phasen des Spiels haben, ist Martyr definitiv ein großes Projekt. Open World, eine kontinuierliche Kampagne, deren Verlauf und Einfluss auf die Spieltwelt durch die Community geprägt wird, PvP-Burgen, zusätzliche Klassen, Crafting – all das steht in der Pipeline und ist noch nicht implementiert. Aktuell ist Martyr ein durchaus interessantes Projekt, das in erster Linie noch damit zu kämpfen hat, eine zufriedenstellende Steuerung anzubieten, die die Schlachten im Spiel dynamischer macht. Wenn hier der richtige Weg gefunden wird und geplante Features nicht aus Zeitdruck oder anderen Gründen gestrichen werden müssen, dann dürfen sich Warhammer 40k-Fans auf einen soliden Titel freuen, der frischen Wind in das Franchise haucht.

John-Henry Drabeck

... ist freier Redakteur bei Spieletester.com seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).

Warhammer 40,000: Inquisitor - Martyr (John-Henry Drabeck)

Neocore Games hat sich mit Warhammer 40.000: Inquisitor - Martyr einiges vorgenommen und verspricht einen wirklich sehr interessanten ARPG-Titel im Warhammer 40k-Universum, der aktuell aber noch von kleineren Problemen (bspw. Steuerung) geplagt wird.
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