Sniper Elite 4

Sniper Elite 4 Vorschau

  • Adam Smieja
  • 19/01/2017
  • 0

Während eines Events in Hamburg hatte ich die Gelegenheit, mir Sniper Elite 4 für einige Stunden anzuschauen. Dabei durfte ich eine erste Mission zocken und den Koop- sowie Mehrspieler-Modus des Spiels erleben. Ob sich die sagenhaft starke Killcam inzwischen abgenutzt hat und was die Entwickler an neuen Späßen parat haben, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Angesiedelt in Italien im Jahre 1943 liegt es an Karl Fairburne, das Land von den Fesseln des Faschismus zu befreien. Dabei setzt das unabhängige Studio Rebellion auf bewährte Gameplay-Kost, die aber dank der riesigen offenen Spielwelt auf ein neues Level gebracht wird. Die Geschichte erzählen die Entwickler übrigens in einige recht ordentlichen Zwischensequenzen, die wahlweise deutsch oder englisch vertont sind. Dabei setzen sie vor allem auf Authentizität: In der englischen Sprachfassung sprechen die Nazis nämlich deutsch, die Italiener italienisch und so weiter. Wie sich die Storyline entwickelt, ist dann aber letztlich Thema des Tests, denn ich konnte lediglich eine Mission zocken.

Sniper Elite 4

Sniper Elite 4 – Viele Wege führen nach Rom

Zu Beginn meiner ersten Mission gibt es ein kleines Tutorial, wodurch auch das Level-Design noch etwas linear aufgebaut ist. Nachdem ich aber die ersten Nazis in die ewigen Jagdgründe geschickt habe, öffnet sich mir auch das riesige Gebiet. Mein Ziel: Vier Offiziere zu erledigen. Nebenbei kann ich mich auch um verschiedene Kameras kümmern, damit ich unentdeckt zu den Missionsorten gelange. Dabei steht es mir völlig frei, wie ich zu Werke gehe. Natürlich kann ich meine Maschinenpistole auspacken und wie Rambo durchlaufen. Das aber funktioniert nicht, denn die Gegner-KI hat im Vergleich zum Vorgänger deutlich dazugelernt.

Sniper Elite 4Die Feinde suchen nun schneller nach Deckung, kommunizieren miteinander und versuchen mich zu umzingeln. Einzelne Soldaten abzuknallen ist gar nicht mal so schwierig, doch irgendwann erreichen die Typen eine kritische Masse, weil das gesamte Gebiet auf mich aufmerksam wird. Deswegen präferierte ich beim zweiten Anlauf natürlich direkt den Schleichweg. Aus sicherer Entfernung und ausgestattet mit einem schallgedämpften Sniper verschaffe ich mir einen Überblick. Das geht natürlich auch mit dem Fernglas, wobei mir Markierungen helfen, die Standorte der Gegner stets im Blick zu haben.

Das bereits bekannte Radialmenü der Reihe hat ein kleines Update erhalten. Rebellion hat nämlich allerhand Upgrades eingebaut, die für mehr Abwechslung sorgen. Zudem gibt es eine Charakterprogression, die meinem Recken einen grundsätzlich ruhigeren Herzschlag erlaubt und so weiter und so fort. Die Verbesserungen im Detail und im großen Ganzen machen sich verdammt gut. Zumal es auch neue Gegner-Typen gibt, die Snipern das Leben bockschwer machen können. Spotter und Mörser sind schließlich keine Freunde von Heckenschützen.

Sniper Elite 4 – Gemeinsam auf Jagd

Während ich also alleine die vier Offiziere nach rund 30 Minuten ausgeschaltet hatte, stand es mir auch zur Wahl, das Ganze mit einem anderen Spieler zu tun. Die gesamte Kampagne des Spiels lässt sich nämlich im Koop zocken. Die Menge an Gegnern war in der gespielten Version noch gleich, sodass das Ganze eher ein Kinderspiel war, sofern die Kommunikation stimmte. Die Killcam stört übrigens den Spielfluss im Koop nicht, denn nur ich sehe meine Killcam, während der andere Spieler ganz normal weitermacht.

Sniper Elite 4Apropos Killcam. Dabei haben sich die Jungs und Mädels bei Rebellion einige neue Späße einfallen lassen. So ist es nun auch möglich, dass die berühmte Kamerafahrt bei Nahkampf-Kills gezeigt wird, wodurch die Brutalität beim Messerstich noch stärker zur Geltung kommt. Außerdem sind die Details angewachsen. Im Vergleich zu Sniper Elite 3 sind die Tode noch krasser inszeniert und die Frakturen, Durchschüsse und inneren Verletzungen extrem dargestellt. Nichts für zarte Naturen. Nutzen sich diese Szenen ab? Keineswegs! Sie entfachen dasselbe „Krass“ und „Oh wow“ in mir wie die Fatalities/Brutalities in Mortal Kombat.

Übrigens: Das Gameplay an sich hat sich kaum geändert. Und das ist auch gut so! Weiterhin gilt es also Windstärke zu beachten, die Flugbahn der Kugel zu erkennen und so weiter und so fort. Die Entwickler machen keinen großen Hehl daraus, dass Sniper Elite 4 mitunter brechend schwer sein kann. Das ist beabsichtigt. Spaß macht das Spiel eben deswegen!

Einen Mehrspieler-Modus für bis zu vier Spieler gibt es auch. Der Survival-Modus ist eine direkte Folge des erfolgreichen Spin-Offs „Zombie Army Trilogy“. Hier gilt es gegen Wellen von Gegnern zu überleben und einen Stützpunkt zu halten. Wenn dieser übernommen wird, ist das Spiel allerdings nicht vorbei. Erst wenn alle Teammitglieder das Zeitliche segnen, endet die Partie. Natürlich ist es möglich, gefallene Kameraden für eine bestimmte Zeit wiederzubeleben.

Sniper Elite 4

Sniper Elite 4 – Weitere Neuheiten

Um den riesigen neuen Maps auch gerecht zu werden, hat der Protagonist neue Tricks auf Lager. So kann er nun an Objekten hochklettern, Gegner von Abhängen stoßen und so weiter und so fort. Außerdem besitzen alle Gegenstände im Spiel eine Sekundärfunktion. Tretminen, Granaten – alles lässt sich auf zwei verschiedene Arten verwenden – damit wollen die Entwickler das Sandbox-Gameplay noch mehr zum Tragen kommen lassen. Selbst das Werfen eines Steines hat eine Sekundärfunktion. Oder das Pfeifen, womit Gegner in eine Falle gelockt werden können.

Die Menge an Updates kann sich sehen lassen und dürfte vor allem Fans des Spiels freuen. Denn all die Optimierungen machen Sniper Elite 4 zu einem verdammt runden Erlebnis, bei dem die Freiheiten und Möglichkeiten im Vordergrund stehen.

Auch optisch hat sich im Vergleich zu Teil 3 so einiges getan. Leider habe ich das Spiel lediglich auf einer Standard-PS4 zocken können, wo Kantenflimmern noch sehr prominent zu sehen war. Der anwesende Lead Designer versprach allerdings, dass dieses im finalen Build nicht vorkommen soll. Wie die Verbesserungen für die PlayStation 4 Pro aussehen, ist gegenwärtig nicht bekannt. Dennoch machte die offene Spielwelt einen starken Eindruck und ich bin sehr gespannt auf das finale Ergebnis!


Ersteindruck:

Sniper Elite 4 ist eine konsequente Weiterentwicklung eines bereits ausgezeichnet funktionierenden Konzepts. Die neue Sandbox erlaubt noch viel mehr Spielereien und die vielen neuen Möglichkeiten machen das ganze Spiel zu einem waschechten Sniper-Fest. Egal ob Upgrades, Sekundärfunktionen, neue Waffen und so weiter und so fort: Die Entwickler haben sich sehr viele Gedanken darüber gemacht, wo noch was zu verbessern ist. Und am Ende kann ich nur sagen, dass das Ergebnis in jeder Hinsicht überzeugt. Als Fan der Reihe freue ich mich schon wahnsinnig auf den Release!

Adam Smieja

... ist Chefredakteur bei Spieletester.com und seit der Gründung 2003 mit dabei. Am liebsten spielt er Strategiespiele wie StarCraft II oder Rollenspiele.

Sniper Elite 4 (Adam Smieja)

Sniper Elite 4 ist eine konsequente Weiterentwicklung eines bereits ausgezeichnet funktionierenden Konzepts.
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