Project CARS 2

Project CARS 2 (PC) Vorschau

  • Adam Smieja
  • 09/02/2017
  • 0

Am 08. Februar 2017 kündigten Bandai Namco und Slightly Mad Studios Project CARS 2 an. Und diesmal gehen die Entwickler so richtig ins Detail! Wenn ihr denkt, dass der exzellente Vorgänger kaum zu übertreffen ist, so haltet euch fest – die Entwickler haben nämlich eine richtig dicke Schippe draufgepackt. Ich konnte einige Runden fahren und mich nicht nur an der fantastischen Grafik ergötzen, sondern auch viele Impressionen sammeln. Drücken wir also mal aufs Gaspedal.

Wir sind weit gekommen,“ sagte mir Stepehen Viljoen, Game Director von Project CARS 2, in einem Gespräch. „Angefangen mit GTR über Need für Speed und jetzt sind wir bei Project CARS. Wenn du dich noch an frühere Simulationen erinnerst, dann hattest du stets das Gefühl, dass irgendwas immer unrealistisch war. Das wollen wir mit Project CARS 2 ändern,“ führt er fort. Starke Worte. Und doch sind die Entwickler auf dem besten Weg, das Rennspiel-Genre für immer und ewig zu revolutionieren.

Project CARS 2

Project CARS 2 – Realistischer als die Wirklichkeit wird’s nicht

In einer Präsentation sprach der Game Director über die Grundpfeiler des Sequels. Dabei spielt vor allem die Physik eine immense Rolle. In Kombination mit dem neuen und absurd starken dynamischen Wettersystem sowie der rundum verbesserten Gegner-KI und dem optimierten Fahrverhalten nebst zahlreicher anderer Dinge gibt es so einiges zu erleben. Doch fangen wir mal am Anfang an.

Bevor ich auf „LiveTrack 3.0“ zu sprechen komme, will ich kurz über das Wetter sinnieren. Je nach Witterung müsst ihr euch im Spiel völlig unterschiedlich verhalten. Regnet oder schneit es? Ist die Strecke bereits klatschnass, sodass Aquaplaning zur Gefahr wird? Oder bilden sich erst noch die Pfützen (und ja, das passiert in Echtzeit im Spiel)? Daneben gibt es noch verschiedene Jahreszeiten, sodass die Strecke in Japan, die den Vulkan Fuji zeigt, sehr unterschiedlich wirken kann. Im Sommer hat der Vulkan weniger Schnee, im Winter natürlich umso mehr.

Project CARS 2Und damit habe ich auch die Überleitung auf „LiveTrack 3.0“ geschaffen. Hinter diesem eher sperrigen Begriff steht nämlich die dynamische Veränderung der Strecke und wie der Wagen darauf reagiert. Das Wasser auf der Piste lässt sich nämlich gut verteilen, wenn gerade viele Karren darüber rasen und es in alle Richtungen spritzt. Zudem reagieren die Reifen extrem unterschiedlich auf die Gegebenheiten. Die Entwickler haben nämlich den Verschleiß der Reifen mit realen Berechnungen simuliert, sodass sie nun so nah wie möglich am tatsächlichen Reibungsverlust dran sind.

Das sind nur einige kleine Beispiele, die mir Stephen genannt hatte. Unser Gespräch – abseits der Aufnahme – ging noch weitere dreißig Minuten, in denen er mich durch die einzelnen technischen Aspekte führte. Noch ein Beispiel? Okay. Wenn ihr Kies auf die nasse Piste tragt, verhält sich das Auto ebenfalls anders. Und der Dreck bleibt dort bestehen bis jemand anders ihn mitnimmt.

Project CARS 2 – Fettes Paket an Inhalten

Wenn es um die Inhalte für Solisten und Mehrspieler-Freunde geht, so könnt ihr beruhigt sein. Insgesamt warten 170 lizenzierte Karren auf euch. Dabei haben die Entwickler, so Stephen, die 3D-Modelle der Autohersteller erhalten anstatt die Fahrzeuge nur nachzubilden. Auch bei den Strecken wolle man die bisher größte Anzahl in der Geschichte der Rennspiele bieten – eine konkrete Zahl verriet er aber leider nicht.

Zur Karriere gibt es leider noch nicht viel zu berichten. Sicher ist, dass die Entwickler die ganze Sache anders aufrollen wollen. Anstatt euch also an Level und Geld zu binden, soll es andere Möglichkeiten geben, die neuesten Boliden zu erhalten. In der gespielten Demo konnte ich noch nichts davon sehen, da nur ausgewählte Quick-Races zur Verfügung standen.

Project CARS 2Beim Mehrspieler-Modus konzentrieren sich die Jungs bei Slightly Mad voll und ganz auf die eSport-Szene. Um dieses Segment zu unterstützen, gibt es in Project CARS 2 endlich einen echten Broadcaster-Modus. Jener verschluckt keinen Slot im eigentlichen Spiel und verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, das Geschehen für die Zuschauer perfekt einzufangen. Außerdem müssen Fans nicht mehr auf externe Tools zurückgreifen, wenn sie Turniere zocken wollen. All das befindet sich nämlich nun von Haus aus im Spiel. „Wir lieben unsere leidenschaftliche Community und wir hören auf ihre Vorschläge. All unsere Verbesserungen im Mehrspieler-Modus basieren direkt auf dem Feedback der Spieler,“ sagt Stephen. „Project CARS 2 ist schließlich auch ein großes Community-Projekt.

Außerdem haben die Entwickler noch merklich am Matchmaking gearbeitet. Wenn ihr also auf Trolle trefft, die das Erlebnis ruinieren, dann werden diese sehr schnell in einen „Troll“-Sektor gepackt, wo sie mit anderen Spielverderbern spielen. Das System sei schon jetzt sehr ausgereift und man sei gespannt, wie es sich später im Livebetrieb macht. Zuversichtlich sind sie ja, die Entwickler.

Project CARS 2 – Und ähm.. wie spielt es sich jetzt?

Auf dem Papier klingt Project CARS 2 wie ein wahrgewordener Traum für Rennspiel-Fans. Doch wie spielt sich die Sache denn jetzt? Und hier kann ich Entwarnung geben: Es ist ein Erlebnis der Extraklasse. Zwar hat mir das Geschlitter auf dem Eis noch nicht ganz so gefallen, aber daran arbeiten die Entwickler bereits. Sehr gut gefallen hat mir, dass das dynamische Wetter keine plötzlichen Veränderungen am Fahrverhalten zur Folge hat, sondern immer deutlicher wird, je länger und stärker es regnet.

Project CARS 2

Wenn also nur wenige Tropfen gefallen sind, bleibt der Grip erhalten. Je mehr Pfützen sich bilden und je nasser meine Reifen werden, desto vorsichtiger gilt es zu fahren. Zudem fühlt sich das Handling der Karren einfach richtig an. Es dauerte nur wenige Minuten bis der Wagen und ich eine Symbiose schlossen und Bestzeiten im Akkord fielen. Dennoch: Ein Meister der Dinge bin ich nicht und es gab Kurven, da machte ich trotzdem Fehler. Easy to learn, hard to master.

Übrigens: Project CARS 2 unterstützt von Beginn an HTC Vive und Oculus Rift. Zwar konnte ich den VR-Trip leider nicht genießen, weil das Gerät auf dem Event zu Bruch ging (und ich wäre als nächster dran gewesen … Schade), aber die anwesenden Pressekollegen waren schwer begeistert davon. Übrigens: PlayStation VR befindet sich noch in der Schwebe, weil die Entwickler hierfür Abstriche machen müssen. Und genau das ist der Knackpunkt. Wenn diese zu groß ausfallen, könnte es keine Unterstützung für Sonys VR-Headset geben.


Ersteindruck:

Was für ein Brett. Forza, Gran Turismo und wie sie alle heißen können einpacken. Wenn die Entwickler all ihre Vorhaben so umsetzen, wie sie es gestern angekündigt haben, steht uns hier das zweifelsfrei beste Rennspiel aller Zeiten in Haus. Nicht nur Profis und Rennspiel-Freaks, sondern auch Anfänger und Liebhaber flotter Boliden kommen hier voll auf ihre Kosten. Dennoch: Die Entwickler müssen zusehen, dass sie die eisigen Strecken etwas weniger rutschig machen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich auf Eis mit 50Km/h auch auf einer Gerade so arg im Heck ausbreche.

Ende 2017 kann nicht schnell genug kommen.

Adam Smieja

... ist Chefredakteur bei Spieletester.com und seit der Gründung 2003 mit dabei. Am liebsten spielt er Strategiespiele wie StarCraft II oder Rollenspiele.

Project CARS 2 (Adam Smieja)

Was für ein Brett. Forza, Gran Turismo und wie sie alle heißen können einpacken. Wenn die Entwickler all ihre Vorhaben so umsetzen, wie sie es gestern angekündigt haben, steht uns hier das zweifelsfrei beste Rennspiel aller Zeiten in Haus.
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