Prey

Prey (PC) Vorschau #2

  • Adam Smieja
  • 13/04/2017
  • 0

Auch in der zweiten Anspiel-Session überzeugt Prey mit sehr vielen starken Ideen und vor allem: Mit viel Abwechslung. Auf einem Event am gestrigen Mittwoch konnte ich rund zwei Stunden lang mit den Alienkräften im Spiel hantieren. Wie mir das geschmeckt hat und ob Morgan Yu seine/ihre Menschlichkeit verliert, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Wenn ihr meine erste Vorschau zu Prey noch nicht gelesen habt, dann solltet ihr das genau jetzt nachholen. In diesem Artikel gehe ich nämlich überhaupt nicht auf Begriffe wie Neuromods, Gloo Gun und Konsorten ein. Ich setze diese als bekannt voraus, um so direkt auf den Punkt zu kommen. Dann wollen wir also mal loslegen und uns um die Alienkräfte kümmern!

Prey

Prey – Das Psychoskop

Die Kräfte der Aliens hat Morgan Yu natürlich nicht von Beginn an. Vielmehr gilt es zunächst die verschiedenen Typen der Typhoon zu analysieren. Dazu braucht es ein neuartiges Tool, eine Art Scanner. Dieses Ding nennt sich Psychoskop. Auf Knopfdruck könnt ihr dieses jederzeit aktivieren und ganz nebenbei weiterkämpfen. Um aber Aliens zu scannen, müssen diese noch am Leben sein. Jede Art von Alien gewährt euch Zugriff auf eine Spezialfähigkeit. Die Mimic beispielsweise erlauben es euch, in verschiedene Objekte zu verwandeln. Stufe 1 dieser Alienkraft ermöglicht es euch bereits, als Tasse, Lampe oder sonstige eher kleine Gegenstände rumzueiern. Sobald ihr aber Stufe 2 oder 3 bekommt, dürfen es auch größere Objekte sein.

PreyJe mächtiger eure Widersacher, desto stärker sind auch deren Fähigkeiten. Die Typhoon bieten euch beispielsweise eine mächtige Explosion, die Feinde in einem Umkreis wegstößt und zunächst mittleren und später hohen Schaden verursacht. Der Spaß geht aber noch viel weiter und die ganzen Alienkräfte wirken auf den ersten Blick ungemein mächtig. Doch so cool all das klingt, es hat wahnsinnige Nachteile sich ausschließlich auf deren Fähigkeiten zu verlassen.

Während meiner rund zwei Spielstunden hatte ich mir drei Alienkräfte zu Eigen gemacht. Und schon da haben mich die Selbstschussanlagen nicht mehr als Menschen wahrgenommen. Wenn es also noch mehr Sicherheitsvorkehrungen auf der Talos-I gibt, die Aliens direkt attackieren, kann ich mir gut vorstellen, dass mein erster Ansatz ziemlich knifflig ist. Zudem finden mich die Außerirdischen leichter, je mehr ich einer von ihnen werde. Und dann gibt es noch die Sache, dass Morgan mehr und mehr „Visionen“ erhält. Inwiefern sich das auf das Gameplay auswirkt, muss sich aber erst noch zeigen.

Bedenkt auch: Um Alienkräfte zu erlangen, braucht ihr Neuromods. Diese Ressource verwendet ihr auch für die menschlichen Fähigkeiten. Die Wahl liegt also bei euch: Mensch oder Alien?

Prey – Spaß mit Kräften

Diese Fähigkeiten sind natürlich noch recht langweilig und wenig spannend. Aber wie wäre es mit der Fähigkeit „Doppelgänger“? Oder „Phantom-Genesis“? Erstere ermöglicht es euch, ein Alien-Abbild eurer selbst zu erschaffen, um so Feinde abzulenken. Spannend auch: Während meiner Spielzeit habe ich einige neue Granaten gefunden, die dazu dienen, Aliens ebenfalls auf die falsche Fährte zu locken. Doch die Viecher lernen! Wenn ihr dieselbe Granate gegen den gleichen Feind zwei Mal nutzt, ignoriert dieser das Ding beim zweiten Mal.

PreyMit „Phantom-Genesis“ kann ich einen bereits toten Menschen als Alien wiederaufstehen lassen, der dann andere Aliens attackiert. Wenn ihr coole Kombinationen vollführen wollt: Wie wäre es mit Doppelgänger + „Thermalbomb“? Sobald das Abbild draufgeht, könnt ihr sie mithilfe der just eben genannten Fähigkeit in die Luft jagen.

Es gibt über ein Dutzend verschiedener Fähigkeiten. Alle davon verändern das Gameplay auf ihre ganz eigene Art und Weise. Ich kann es kaum abwarten, die ganzen Möglichkeiten auszuprobieren und den Aliens damit so richtig einzuheizen.

Prey – Viele Wege führen nach Rom

Während der neuerlichen Anspielsession ist mir einmal mehr aufgefallen, wie viele Freiheiten das Spiel bietet. Mit gleich drei verschiedenen Ansätzen konnte ich beispielsweise Zugriff auf einen Raum mit Waffen erlangen. Einerseits stand es mir frei, einem Wissenschaftler zu helfen und ihn eben nicht als Versuchskaninchen für Alien-Assimilation zu verwenden. Dann würde er mir einfach den Code für den Raum geben. Andererseits hätte ich aber auch einen längeren Umweg gehen können, wo die Gloo Gun zum Einsatz käme. Oder aber ich könnte mich ans Fenster stellen, die Tasse auswählen und mich in diese verwandeln, um durch einen perfekt passenden Schlitz zu kullern.

Später im Spiel gibt es auch einen Abschnitt in der Schwerelosigkeit. Diesen Teil konnte ich selbst nicht mehr spielen, sah ihn aber im Video. Dabei nutzen die Entwickler natürlich die Eigenheiten von Zero G und bieten so coole Physik-Spielchen. So ist es möglich, ein Rotorblatt zu verwenden, um es mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit in die Richtung eines Aliens zu befördern. Oh und ganz nebenbei: Die Gloo Gun kann Rotorblätter stoppen.

Prey

Nachdem ich bisher recht klinische Areale zu Gesicht bekam, gab es dann noch eine Art Freizeitpark auf der Talos-I zu sehen. Dieser aber wurde nicht nur von den Aliens, sondern auch Mutter Natur erobert. Überall haben sich Bäume oder andere Pflanzen breitgemacht. Entwickler Arkane Studios schreibt Abwechslung sehr groß und ich bin gespannt, welche verschiedenen Locations auf der großen Raumstation sonst noch zu sehen sind. Zudem haben mir die Alienkräfte nochmals verdeutlich, dass sich Backtracking zu bereits besuchten Orten lohnen kann. So lassen sich nämlich einige Areale erreichen, die zuvor außer Reichweite waren. Ob es dort coole Items gibt? Vielleicht!


Ersteindruck:

Prey ist geil. Nachdem ich ungemein viel Spaß mit der ersten Anspielsession hatte, war ich umso gespannter auf die zweite Runde. Und was soll ich sagen? Die Alienkräfte sind all das, was ich mir gewünscht habe. Sie komplettieren das Spielerlebnis und sind so stark, dass sie das Gameplay nachhaltig verändern. Wenn ich mich zu sehr auf das Zeug einlasse, erkennen mich die Sicherheitsanlagen der Talos-I nicht mehr als Mensch. Manchmal ist es eben doch nicht hilfreich, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.

Wenn ihr aber immer noch nicht von Prey überzeugt seid: Ab dem 27. April gibt es eine kostenlose Demo auf PS4 und Xbox One. Darin dürft ihr die erste Stunde des Spiels spielen. Quasi denselben Abschnitt, den ich vor zwei Monaten in meiner Preview bereits angerissen hatte. Nutzt die Chance und überzeugt euch selbst von den starken Qualitäten des Reboots!

Adam Smieja

... ist Chefredakteur bei Spieletester.com und seit der Gründung 2003 mit dabei. Am liebsten spielt er Strategiespiele wie StarCraft II oder Rollenspiele.

Prey Vorschau #2 (Adam Smieja)

Prey ist geil. Die Alienkräfte sind all das, was ich mir gewünscht habe. Sie komplettieren das Spielerlebnis und sind so stark, dass sie das Gameplay nachhaltig verändern.
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