P.A.M.E.L.A.

P.A.M.E.L.A. Vorschau

  • Philipp Kleidt
  • 28/03/2017
  • 0

Bereits vor zwei Jahren wurde auf der GDC mit P.A.M.E.L.A. ein ambitioniertes Indie-Projekt angekündigt. Survival-Horror meets immersive Open World meets Sci-Fi. Insbesondere durch die große und planmäßig atmosphärische Open-World war das Spiel durchaus ein groß angelegtes Projekt. Mittlerweile können die Entwickler mit Stolz behaupten: Groß angelegt, ja. Unrealistisch? Nein. Denn P.A.M.E.L.A. befindet sich im Early Access und ist per Steam herunterlad- und spielbar. Wir haben die Chance genutzt und einen frühen Blick auf das Spiel geworfen. Wie viel der hoch gesteckten Ziele schon erreicht wurden und welches Potential noch in P.A.M.E.L.A. steckt, verrät die Vorschau. Viel Spaß.

P.A.M.E.L.A. – Ein unschönes Erwachen

In P.A.M.E.L.A. spielt ihr einen Sleeper und wie der Name schon vermuten lässt, habt ihr eine beachtliche Zeit im Schlaf verbracht. Passend zu Spielbeginn aber wacht ihr auf und stellt fest: Während des langen Schlafes ist der Umwelt ziemlich übel mitgespielt worden. Nicht nur euer direktes Umfeld, die Kyrokammer in einem verwüsteten Krankenhaus, eigentlich die ganze Stadt Eden gleicht einem postapokalyptischen Horror-Szenario. Schnell wird klar, dass offenbar eine Katastrophe in Eden gewütet und nur wenig Überlebende zurückgelassen hat. Doch wie genau diese Katastrophe aussah, wie lange sie andauerte und wer überhaupt noch lebt, ist unklar. Irgendetwas scheint alles aber mit der KI P.A.M.E.L.A. zu tun zu haben, die Eden augenscheinlich kontrolliert. Da eine direkte Kommunikation nicht möglich ist, sucht ihr euch die Geschichte über auffindbare Audio-Logs zusammen und folgt so der Handlung.

P.A.M.E.L.A.

Wenn ihr gerade keine Audio-Log lauscht, erkundet ihr die düstere Welt von Eden und versucht um alles in der Welt zu überleben. Das ist insbesondere zu Beginn gar nicht so leicht, da euer AARM-Anzug keine Upgrades eingebaut hat und ihr quasi schutzlos herumlauft. Im Laufe der Zeit erarbeitet ihr euch durch fleißiges Sammeln einen schicken Anzug, der es in sich hat. So kann man es dann auch mit größeren Gegner-Mengen aufnehmen, die allerdings meist tatsächlich nur durch ihre Masse, anstatt durch Köpfchen gefährlich sind. Dennoch sollte man sie nicht unterschätzen, insbesondere weil P.A.M.E.L.A. mit einem Perma-Death-System arbeitet. Euer Ableben lässt euch also eure gesamte Ausrüstung unwiderruflich verlieren. Das kann, gepaart mit einem recht hohen Schwierigkeitsgrad, für ziemlichen Frust sorgen, erhöht aber auch den Horror- und Spannungsfaktor enorm.

P.A.M.E.L.A. – Immer etwas zu tun

Bereits jetzt bietet das Spiel kleine Crafting-Elemente, so dass ihr euch in Eden zuhause fühlen könnt. So könnt ihr beispielsweise Betten aufstellen oder Pflanzen züchten. Ebenfalls müsst ihr darauf achten, dass Energie vorhanden ist und zwar im doppelten Sinne. Euer Anzug möchte mitsamt seiner Upgrades immer mit Strom versorgt werden und ihr zeichnet euch auch für die Energieversorgung der Stadt verantwortlich.

Während ihr euch allerdings um die Technik der Stadt kümmern wollt, fällt euch leider oft die Technik des Spieles in den Rücken. Natürlich entschuldigt das Early Access-Stadium ein bisschen, aber P.A.M.E.L.A. ist in einem wirklich anstrengenden Zustand. Das erste Laden des Spieles kann gerne mal 15 Minuten (ich übertreibe nicht) in Anspruch nehmen und wenn die Partie dann mit einem Absturz ohne Fehlermeldung vorzeitig beendet wird, ist der Ärger verständlicherweise sehr groß. Mir ist seit längerem kein Spiel mehr so oft abgestürzt wie P.A.M.E.L.A., was insbesondere aufgrund der absurd langen Ladezeiten frustriert. Tatsächlich kann man den Titel momentan nur genießen, wenn man wirklich eingefleischter Genre/Setting-Fan ist und sich dem Horror-Sci-Fi-Setting absolut hingeben möchte.


Ersteindruck:

Philipp Kleidt P.A.M.E.L.A.P.A.M.E.L.A. sieht für ein Indie-Titel schon vielversprechend aus, trotz oder gerade wegen der ambitionierten Entwickler. Aber so sehr ich mich über den spielerischen Inhalt freue, so sehr ärgere ich mich auch über die unfertige und grausame Technik. Für 15-minütige Ladepausen und andauernde Abstürze ist das Spiel dann doch einfach nicht gut genug. Absolute Genre-Fans sollten den Titel im Auge behalten, aber im momentanen Zustand macht P.A.M.E.L.A. mehr Sorgen als Freude. Leider, denn das Potential ist vorhanden.

Philipp Kleidt

...ist seit 2008 bei Spieletester.com als Redakteur tätig. Er spielt am liebsten First-person Shooter und wenn es die Zeit zulässt auch gerne (J)RPGs. Bei Spieletester.com ist er außerdem unser Mann für Adventures, vornehmlich Point’n’Clicks, sowie Indie-Spiele

P.A.M.E.L.A. (Philipp Kleidt)

Absolute Genre-Fans sollten den Titel im Auge behalten, aber im momentanen Zustand macht P.A.M.E.L.A. mehr Sorgen als Freude. Leider, denn das Potential ist vorhanden.
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