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Sacred 2: Fallen Angel

  • Adam Smieja
  • 02/11/2008
  • 0

Sacred 2: Fallen Angel Testbericht

Viereinhalb Jahre nach Sacred koennt ihr euch jetzt wieder in ein grosses Action-Adventure von Ascaron stuerzen. Zwei Warnungen vorweg, Securom und die vielen nervigen und teils massive Bugs sind mit von der Partie, Sacred 2 folgt also voll dem aktuellen Trend auf dem Gameemarkt. Warum es trotzdem ein super Game ist, lest ihr jetzt hier in meinem Testbericht.

 

Von Sammelsucht und Skill-Baeumen

Bevor die Monsterhatz beginnt muesst ihr euch erst mal fuer eine Klasse entscheiden. Ihr habt die Wahl zwischen 6 Charakterklassen (Dryade, Seraphim, Hochelfe, Inquisitor, Schattenkrieger und Tempelwaechter) und zwei Kampagnen (der guten und der boesen), wobei sich letztere kaum voneinander unterscheiden. Die Klassen hingegen gameen sich sehr abwechslungsreich und jede Klasse hat ihre eigenen Reize, was den Wiedergamewert des an sich schon langen Games deutlich erhoeht. Leider setzt man erstmal etwas Frust an, wenn man das Game erst mit dem Inquisitor und dann mit einer anderen Klasse bestreitet. Dann merkt ihr darum ganz schnell, dass jene Klasse absolut die staerkste ist , – vor allem dank des Machtsog-Zaubers, mit dem der Inquisitor ganze Gegnerhorden einfach ummaeht.



Die Qual der Wahl

Hoch zu Ross

Die wichtigen Elemente eines Action-Adventures erfuellt Sacred 2 zur Gaenze. Die Fertigkeiten der einzelnen Klassen sind wirklich abwechslungsreich und allesamt nuetzlich. So hat jede Klasse drei verschiedene Fertigkeitenbereiche in denen man sie ausbilden kann und natuerlich, Sacred-typisch, die Moeglichkeit, Combos aus mehreren Fertigkeiten zu erstellen. Des Weiteren koennt ihr mit jeder Klasse eine Gottheit waehlen, die euch dann als Super-Fertigkeit zur Verfuegung steht. So koennt ihr euch z.B. von Energiekugeln umgeben lassen, die Gegner verletzen und euch heilen oder einen grossen Daemonen herbeirufen, der an eurer

[SCREEN:1]

Seite fightt (und sich nach einiger Zeit gegen euch wendet). Die Fertigkeiten sind dabei auch alle schoen in Szene gesetzt und auch sonst ist Sacred 2 eine Augenweide. Dynamisches Gras, feine Schatten der Blaetter in den Baeumen, knallbunte Effekte, saubere Texturen und sehr schoene Waffen und Ruestungen. Hier hat Ascaron wirklich viel Liebe ins Detail gesteckt. Die frei dreh- und zoombare Kamera ist hier zwar nuetzlich zum Betrachten der schoenen Landschaft, leider aber oft umstaendlich und etwas fummelig zu bedienen. Die Grafikpracht ist leider auch der Grund dafuer, dass ihr kein Test-Video zu Sacred 2 bekommt, da mein Rechner es einfach nicht hinbekommen hat, fluessige Bilder von jenem Effektfeuerwerk zu machen. Doch ihr werdet sicher nicht all eure Zeit in Sacred damit zubringen, euch die schoene Grafik anzusehen. Denn schon nach wenigen Minuten in Ancaria hat euch die Sammelsucht gepackt. Die Items sind super, es gibt sehr viele verschiedene Waffen und Ruestungen mit sinnvollen Attributen und die Drop-Rate ist gut gewaehlt, so dass sich die Sucht-Spirale direkt entfaltet und man ihr nur schwer entkommen kann. Nehmt euch also eure Zeit fuer Sacred. Erst das Game einmal durchgameen, dann nochmal mit allen Nebenquests, dann nochmal mit einer anderen Charakter und dann noch etwas die schoene Welt bestaunen, der Musik und den Gespraechen lauschen und schon ist Weihnachten.

 

[SCREEN:0]

In Sacred 2 koennt ihr schon recht frueh im Game ein Pferd erwerben, was auch bitter noetig ist. Denn auf dem Pferd schlagt ihr nicht nur etwas kraeftiger zu und habt erhoehte Verteidigungswerte, ihr seid vor allem schneller. Und das ist unerlaesslich um die oft sehr langen Laufwege zu bestreiten. Insbesondere wer viele Nebenauftraege erfuellt, wird sein Pferd nicht mehr missen wollen. Praktisch dabei ist, dass man den Klepper per Tastendruck stetig herbeipfeifen kann, ausser in Dungeons. Leider ist jene Funktion auch ein Parade-Beigame fuer die Bugs in Sacred 2. Manchmal erscheint das Pferd auch nach mehrmaligem Pfeifen einfach gar nicht und manchmal spawnt es auch in Gebaeuden, selbst auf schmalsten Treppen – das ist unlogisch und stoert die Atmosphaere. Wenn man das ganze allerdings nicht so eng sieht, ist es allerdings auch wieder lustig und passt zum Gesamtbild von Sacred 2. Ascaron nimmt sich hier darum selber nicht so ernst, so das ihr im Game sehr, sehr viele Angameungen, Witzeleien und eine Menge schwarzen Humor finden koennt. So haben zum Beigame alle Grabsteine interessante Einpraegungen von mehr oder weniger lustigen Spruechen wie ‚Auf Wiedersehen, Wanderer – Auch du wirst hierher wiederkommen‘ bis zu Knallern wie ‚The Cake is a lie‘. Der Hochpunkt fuer mich war erreicht, als mir ein Skelett in einem bitteren Zweifight gegen mich ein ‚Hey, ich habe keine Heiltraenke auf Space liegen, so wie du!‘ entgegen warf. Dieser Humor im Game ist super und spiegelt sich in allen Dialogen, sowie im ganzen Gameaufbau wieder. So sind auch viele der Quests sehr lustig bis hin zum Quest-Hoehepunkt, dem Blind-Guardian-Konzert, das man sich durch einige versteckte Nebenquests freigameen kann. Nach dem Konzert duerft ihr sogar die Instrumente der Band behalten und als Waffen verwenden.[]

Hoert, hoert

Wenn man sich nun also entschieden hat, mit wem man welche Kampagne bestreiten moechte, fehlt nur noch der Name und schon kann es losgehen. Lange Charakteranpassung mit tausend Schiebern und Reglern wie Nasenlaenge und Haarfarbe gibt`s bei Sacred 2 nicht, die Figuren sind vorgegeben. Eine kleine Sequenz leitet euch ins Game ein und die solltet ihr auch aufmerksam verfolgen, denn im weiteren Gameverlauf bekommt man die Geschichte leider nur durch wenig spektakulaere Monologe, die aber stetighin schoen vertont sind, erzaehlt. Neben den Hauptquests, die euch recht zuegig durch die riesige Welt von Ancaria ziehen, gibt es Unmengen an kleinen Nebenauftraegen. Der Vorteil ist die Masse der Auftraege, so das Gameernaturen wie ich, die gerne alles erforschen und jede Aufgabe loesen, wirklich lange Spass haben. Leider bringen die meisten der Quests nur Erfahrungspunkte und unnuetze Gegenstaende, wiederholen sich aufgrund ihrer Zahl im Laufe des Games und sorgen dafuer, dass man teilweise so lange in Arealen verweilt und Auftraege loest, bis man weniger als 10 Erfahrungspunkte fuer die Gegner bekommt.

Der Sound von Sacred 2 muss sich auch nicht verstecken. Auch wenn nur die wichtigen Dialoge (wobei ich besser Monologe schreiben sollte, denn der Held sagt ausser einigen zynischen Kommentaren beim Kaempfen nichts) vertont sind, und die Bewohner von Ancaria sich zwischendurch unterhalten und nett gruessen, baut sich schnell eine gute Atmosphaere auf. Die Musikuntermalung ist sehr gut gelungen und passt sich dem Geschehen an. Leider passt die Musik aber nicht stetig und hakt manchmal – einer der vielen Bugs des Games.

Mit dem Multiplayer kann Sacred 2 diesmal deutlich besser punkten als Sacred. Denn da koennt ihr deutlich bugfreier als noch im ersten Game auf die Monsterhatz gehen. Dabei gibt es die Moeglichkeit mit Freunden die Kampagne im Koop durchzugameen. Leider ist das etwas zu einfach, da die Gegner nicht wirklich merkbar staerker werden. Aber vor allem gegen Ende des Games ist es mit Freunden deutlich lustiger, da dann der kleine Motivationsmangel fehlt, der auftritt, wenn man alleine gamet und sich allmaehlich alles wiederholt. Mit mehreren Leuten ist es deutlich weniger monoton.



Monoton sind auch die Gegner. Es gibt zwar wirklich viele verschiedene Gegnertypen, die sich auch gameerisch voneinander unterscheiden, aber fuer eine so grosse Welt wie Ancaria ist es stetig noch nicht genug. So sind viele Areale mit denselben Gegnern bestueckt und ihr lauft oft lange gegen jenelben Feinde an.

Gestorben? Laufen!

Sacred 2 nutzt ein Speichersystem mit Speicherpunkten. Es gibt in der ganzen Welt sogenannte Seelensteine. Die koennt ihr aktivieren und dann erscheint ihr nach dem Laden beim zuletzt aktivierten Stein. Eine Quick-Save-Funktion gibt es zwar auch, und die bringt euch beim Laden auch an die Position an der ihr gespeichert habt, wenn ihr aber z.B. in einem Bossfight sterbt, muesst ihr vom letzten Seelenstein zurueck laufen. Das kann schon mal dauern, hier haette Ascaron leicht Abhilfe durch mehr Seelensteine schaffen sollen. Schade ist auch, dass ihr, wenn ihr normal speichern wollt, das nur mit Speichern und Beenden machen koennt. Ein Speichern ohne Beenden ist nicht moeglich (ausser eben besagter Quicksave-Funktion). Noch dazu fehlt ein Options-Menu im Game, sprich wen ihr etwas verstellen wollt, muesst ihr ins Hauptmenu wechseln, das ist unnoetig und sehr stoerend.

 

[SCREEN:2]

Bugs, teils nutzlose Nebenauftraege und zu starker Inquisitor hin oder her, Sacred 2 ist ein sehr gutes Game. Falls ihr Sacred mochtet oder einfach Genre-Fans seid, ist Sacred 2 fuer euch ein Muss, und wer mal in das Genre reinschnuppern moechte, ist auch gut bedient. Vor allem dank des riesen Umfangs und dem Gamewitz kann Sacred punkten. Das, zusammen mit den guten Klassen, den schoenen Skills und tollen Items – super.

 

Als letzter Hinweis noch einmal was zu Securom. Sacred 2 verwendet den Securom-Kopierschutz. Der ist in letzter Zeit sehr in Mode gekommen und verlangt einerseits die Online-Aktivierung eures Games und ueberwacht, dass ihr das Game nur auf zwei PCs gleichzeitig installiert habt. Beim Deinstallieren bzw. Deaktivieren des Games wird online wieder eine Freischaltung aktiviert und ihr koennt es woanders installieren. Dafuer muesst ihr das Ueberwachungsprogramm Securom installieren, was quasi ein Trojaner ist. Viele Gameer boykottieren Securom, weswegen ich euch hier ausdruecklich warnen moechte. Allerdings muss auch gesagt werden, dass ihr das Game kostenlos 24 Stunden anzocken duerft, ganz legal. Wer dann Lust auf mehr hat, kann sich das Game kaufen. []

Testergebnis

Playstation 3 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Xbox 360 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Nintendo Wii Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

PC Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Playstation 2 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Playstation Portable Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Nintendo DS Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Mobile

Design

Verarbeitung
Handhabung
Aussehen
Farbauswahl

Funktionen

Sprachqualitaet
Sound/Klang
Kameraaufloesung
Bildqualitaet
Internet
Speicherplatz
Messaging

Zubehoer

Akkuleistung
Kopfhoerer
Gesamtausstattung
Mitgelief. Speicher
Software

Eignung als…

Lifestyle-Phone
Business-Phone
Multimedia-Phone


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... ist Chefredakteur bei Spieletester.com und seit der Gründung 2003 mit dabei. Am liebsten spielt er Strategiespiele wie StarCraft II oder Rollenspiele.

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