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RTL Winter Sports 2010
Release: erschienen
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RTL Winter Sports 2010

Geschrieben von: am 29.11.2009
Der Monat Dezember steht kurz vor der Tür und auch bis Weihnachten und Neujahr ist es nicht mehr lange hin. Wenn ihr euren Blick allerdings momentan aus dem Fenster richten würdet, kommt einem das Wetter eher so vor, als wenn der Winter schon überstanden wäre und uns der Frühling ins Haus steht. Wir lassen uns den Winter zumindest nicht vermiesen und zaubern uns mit RTL Wintersport 2010 unseren eigenen Schnee auf die Piste und lassen die Katze schon vorzeitig aus dem Sack vom Nikolaus. Während das ganze Jahr über Tennis, Fußball, Basketball und andere diverse Sportarten angesagt sind, gibt es zur Winterzeit als Alternative Snowboard-Cross, Triathlon, Skispringen und vieles mehr. Also ab in den Schnee!

Womit fange ich am besten an?

Da ich persönlich -was die Wintersportdisziplinen angeht- eher ungebildet bin, habe ich mich dazu entschlossen, mir erst einmal die Herausforderungen zu Gemüte zu führen. Nebenbei, das Hauptmenü von RTL Wintersport ist sehr bequem und gut gegliedert. Euch stehen als Menüpunkte die einzelnen Disziplinen, die Karriere, die Herausforderungen und die schnellen Cups zur Verfügung. Begleitet wird das Ganze von einer abwechslungsreichen Hintergrundmusik, die mal flott und mal langsam abgespielt wird, aber keines Wegs stört.

Nun zu den Herausforderungen. Hiervon gibt es insgesamt 44 Stück, die ihr bewältigen müsst und das Optimale daran ist, dass jede Disziplin mit inbegriffen ist. Somit lernt ihr schnell die Steuerung und die verschiedenen Hausnummern des Wintersports kennen. Zudem macht es doch immer Spaß ein Wettrennen gegen die Uhr zu absolvieren, oder nicht? Allerdings haben die Macher von 49Games bzgl. der KI ganz schön zugelangt. Und auch die Challenges haben es wirklich in sich. Beides kombiniert kann dann schon einmal schnell zu Frustmomenten führen. Nach einigen bestanden Challenges müsst ihr zum Beispiel gegen den besten Snowboarder der Welt antreten, diese Challenges nennen sich dann “Boss“-Challenges. Zu Beginn habe ich hier absolut kein Land gesehen, obwohl ich die Steuerung schon wirklich gut drauf hatte. Vielleicht geht es euch ja besser. Auf alle Fälle muss ein Blick darauf geworfen werden, wie der Weltmeister fährt, wann er sein Adrenalin einsetzt etc. pp. sonst ist der Blick in die Röhre von Dauer. Ansonsten bestehen die Challenges meist aus Ausweich-, Sammel- oder Bestzeit-Aufgaben. Hierzu muss wohl ich nicht viel gesagt werden. Jede Art der Herausforderungen macht sehr viel Spaß, wird aber peu à peu immer knackiger.

Technisch gesehen werdet ihr bei RTL Winter Sports 2010 mit einer Auflösung von 720p bedient, welche optisch durchaus etwas hergibt und auf der Piste gut aussieht. Die Fahrer sind detailliert, der Schnee kommt authentisch rüber und besonders das Geschwindigkeitsgefühl ist – meines Erachtens – wirklich super ausgeprägt. Leider wurde an der Umgebungsdynamik etwas eingespart. Die Bäume, Berge und restlichen Landschaftsteile sehen leider nicht so detailliert und scharf aus wie das Hauptgeschehen. Jedoch vermittelt die Grafik ein super Gefühl für die verschiedenen Sportarten. Nach RTL Winter Sports 2010 hätte ich so richtig Lust, mich mal mit der Redaktion in einen Vierer-Bob zu setzen und so einen Kanal entlang zu fahren. Zu Beginn jeder Disziplin wird der Kommentator euch kurz den Standort, die Wetterlage und einige andere Dinge – wie der aktuelle Weltrekord, worauf ihr achten müsst und weitere Dinge erläutern. Während des Rennens habt ihr dann aber eure Ruhe vom Gequassel, was ich persönlich ganz angenehm finde, denn die Konzentration muss wirklich voll da sein, um in manchen Rennen etwas reißen zu können. Andere hingegen können natürlich auch sagen, dass das viel zu wenig ist und im Endeffekt ist es auch so. Ein richtiger Kommentator und mehr Soundelemente wären sicherlich wünschenswert gewesen. Natürlich mit der Option sie jederzeit abzuschalten.

Ich stand noch nie auf dem Brett … Hilfe!

Solltet ihr diesen Gedanken haben, wenn ihr euch RTL Winter Sports 2010 zulegt, kann ich euch beruhigen, alles ist machbar und die Steuerung wird in kleinen Tutorials vor den Rennen erklärt. Zu Beginn war ich ebenfalls kurzzeitig geschockt, als ich den Menüpunkt Tutorials nicht entdeckte. Umsonst. Die Steuerung verhält sich eigentlich immer gleich. Beschleunigt und gebremst wird mit den Schultertasten. Euer Adrenalin setzt ihr am besten auf geraden Streckenabschnitten ein, sonst werdet ihr sehr schnell durch die Landschaft segeln. Mehr braucht ihr eigentlich auch gar nicht.


Übrigens gibt es für jede Disziplin noch ein paar Extrapunkte, wie zum Beispiel beim Vierer-Bob. Dort könnt ihr die vorderen Schultertasten betätigen um euch nach einen Kollision wieder zu stabilisieren, aber das könnt ihr alles bei der jeweiligen Disziplin nachlesen. Der Start hingegen ist bei jeder Disziplin anders. Und wer den Wintersport schon einmal im Fernsehen verfolgt hat, weiß, wie wichtig ein Start bei diesen Sportarten sein kann. Hier kommen eigentlich alle Tasten mal zum Einsatz. Zwei bis dreimal üben ist allerdings schon erforderlich um einen perfekten Start hinzulegen. Dann gibt es da noch ein eher unrealistisches Steuerungselement und zwar das Rempeln. In jeder Sportart, bei der ihr mit Mitstreitern auf dem Feld seid, könnt ihr eure Kontrahenten anrempeln, wenn ihr neben ihnen fahrt. Allerdings solltet ihr euch das zweimal überlegen, denn ihr bekommt nicht nur Fairplay-Strafen, sondern euer Adrenalin füllt sich auch noch langsamer auf, was nur wieder durch faires Fahren zu bereinigen ist.

Im Gegensatz zu den Herausforderungen gefällt mir die Inszenierung des Karriere-Modus nicht so gut. Hier könnt ihr mit einem kompletten Team antreten, woraus euch für jede Sportart ein eigener Sportler zur Verfügung steht. Im Endeffekt auch logisch, ich lass einen Fußballer von heute auf morgen auch kein Basketball spielen, ebenso setz ich einen Skiflieger nicht plötzlich in einen Vierer-Bob. Könnte übel ausgehen für das Bob-Team. An der Vielzahl von Cups hapert es wahrlich nicht, hier könnt ihr von den Amateur- bis hin zu den Weltcups durchkämpfen, bis es euch zum … ihr wisst schon. Allerdings müsst ihr euch Cup für Cup nach oben arbeiten, also ihr könnt nicht direkt bei den Profis einsteigen. Ziel ist es natürlich immer auf den ersten Platz zu kommen und so viele Medaillen wie möglich zu sammeln. Jetzt zu dem Punkt der mich etwas enttäuscht. Es fehlt so ein bisschen die persönliche Verknüpfung zu dem reellen Wintersport und dessen herausragenden Athleten, wie Sven Hannawald (zwar schon etwas her), Martin Schmidt, Janne Ahonen und einigen anderen Sportlern.

Ansonsten macht es durchaus Spaß Cup für Cup zu bestreiten. Online läuft das Ganze ebenfalls relativ gut ab. Jedoch habt ihr die Möglichkeit eure offline aufgerüsteten Sportler auch online zu verwenden, was zu unfairen Bedingungen führen kann. Wenn der Gegenspieler ein besseres Team hat und das Spiel einigermaßen beherrscht, werdet ihr kaum Land sehen. Dennoch ist die Versuchung groß, ein stärkeres Team mit einem schwächeren zu besiegen und sich dann seinen Teil zu denken. Bei den Disziplinen, bei denen ihr nicht gleichzeitig auf der Piste sein könnt, wie zum Beispiel beim Bobfahren, wird euch mit einem Marker angezeigt, wo sich euer Gegner gerade befindet. Bei den anderen Disziplinen tretet ihr ganz normal gegeneinander an, ebenfalls natürlich mit der Option euch zu rempeln. 

 

Testergebnis

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Patick Winter’s Spiele des Jahres 2011 Special online!

Spielemäßig war das Jahr 2011 einfach nur awesome! Ein Jahr, das stark begann und zum Ende hin noch einmal kräftig zulegte. Denn es gab eine riesige Anzahl erstklassiger Titel, die nicht nur spielerisch überzeugen konnten. Die Entwickler und Publisher haben sich stellenweise selbst übertroffen und konnten mich fast immer positiv überraschen. Zwar gab es auch [...]

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Kommentar

Wer den Winter mag und selbst gerne Wintersport ausübt, wird mit RTL Winter Sports 2010 wohl eine Menge Spaß haben. Ich gehöre zur zweiten Kategorie, die auf dem Brett eher alt als gut aussehen, dennoch haben mir die Challenges und das Gesamtpaket Spaß gemacht. Hier und da hätten die Entwickler sicherlich besseres herausholen können, aber am wichtigsten war für mich, dass die Steuerung gut ist. Und die ist - zumindest für die Playstation 3 - wirklich gekonnt umgesetzt worden. Technisch gesehen setzt RTL Winter Sports 2010 jetzt keinen Meilenstein, hinkt aber auch nicht allzu groß hinterher.


Tops

  • wirklich spaßig
  • ordentliche Grafik
  • gut umgesetzte Steuerung
  • 44 Herausforderungen
  • Langzeitmotivation

Flops

  • wenig Soundelemente
  • etwas unpersönlicher Karrieremodus
  • teilweise doch Frustmomente

Bewertung

Grafik 10
 Punkte
Sound 08
 Punkte
Gameplay 10
 Punkte
Steuerung 13
 Punkte
Multiplayer 09 Punkte

Gesamtwertung

70 Prozent

Spiel der Woche


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