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Race Driver: GRID
Release: erschienen
Genre: 0
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Race Driver: GRID

Geschrieben von: am 03.6.2008

Race Driver: GRID Testbericht

Race Driver: GRID (PS3, Xbox 360)

Ohne Moos nix los

Je nachdem wie gut ihr ein Rennen abgeschlossen habt, bekommt ihr Angebote von Sponsoren, deren Logos auf das Auto geklebt werden, aber alle passen beim besten Willen nicht drauf. Es gibt einen Bereich fuer einen grossen Aufkleber (bringt mehr Geld) und geschaetzte zehn weitere Werbeplaetze. Die guten Herren verlangen Anfangs noch leichte Sachen von euch: Werdet mindestens dritter beigamesweise, aber je weiter ihr voranschreitet, desto anspruchsvoller wird es. Dazu gehoert unter anderem, den Wagen ohne einen Kratzer ueber die Ziellinie zu bringen - koennte schwer werden, da die KI menschliche Fehler macht und sich in Kurven auch mal uebelst verbremst und euch ins Heck donnert. Die Praemien aber, die ihr dafuer einsackt, koennen sich dafuer sehen lassen und wenn ihr einen hohen Schwierigkeitsgrad waehlt, bekommt ihr nicht nur mehr Geld, sondern auch einen hoeheren Ruf, wobei der nur dazu dient, die hoehere Liga zu erreichen, da die Karriere aus drei Treppenstufen besteht, wobei die letzte die Profiliga ist.

Nach einiger Zeit und zahlreichen Rennen wird sich auch die Box stetig weiter verbessern. Neue Kollegen kommen hinzu und ihr koennt euch einen Mitfahrer an Bord holen, der zusammen mit euch Rennen bestreitet. Schade nur, dass es in GRID keinerlei Stallorder gibt und man dem KI-Kollegen keine Befehle geben kann wie es schon NfS teilweise vorgemacht hat. Und trotzdem ist jener Kollege durchaus ein Vorteil, weil er manchmal - ungewollt - die Gegner aufhaelt, wodurch ihr schneller ans Feld aufholen koennt. Das liegt daran, dass ihr euch entweder einen blutigen Anfaenger gekauft oder fuer einen eiskalten Profi entschieden habt. Die Fahrer bekommen auch eine Praemie, aber selbst mit den Abzuegen verdient man noch stetig mehr als genug, um sich neue Wagen leisten zu koennen. Hier macht sich auf der Deal mit eBay stark bemerkbar, weil man sich ueber 'eBay Motors' neue Fahrzeuge ersteigern kann.


Technik vom Feinsten

Die Grafik kann man auch mit einem Wort beschreiben: Genrereferenz. Was Codemasters hier auf den Bildschirm zaubert, ist wirklich unglaublich. Die Fahrzeuge sind herrlich detailliert, das Schadensmodell stellt alle bisherigen Gamee in den Schatten und selbst ein PGR 4 oder GT5: Prologue kann es nicht mit der Genauigkeit eines GRID aufnehmen. Das Beste dabei ist: Die Framerate geht fast nie in die Knie. Kompliment! Auch beim Sound gab man sich nicht die Bloesse. Auch wenn manche Onliner-Kollegen finden, dass die Sprecher(in) etwas lasch ist oder sich oftmals wiederholt, finde ich sie dennoch gelungen und die Motorensounds kommen auch ziemlich gut rueber - man muss nur eine gewisse Lautstaerke haben.

'Willkommen, Franziska!'

Bei uns in der Redaktion gibt es wieder einen neuen Running gag. Seitdem ich mein eigenes Profil in GRID gemacht habe, nennen mich die Jungs hier nur noch 'Franzi' oder 'Franziska'. Grund: Man darf ja bekanntlich seinen eigenen Namen (Vor- und Nachname) eingeben und anschliessend bei 'Audio' auswaehlen, mit welchem Namen man vom Game gerufen werden will. Ich dachte jedoch, dass 'Audio' dafuer steht, wie die Kommentatorin heisst und waehlte folglich, weil ich den Namen Franziska ganz suess finde, eben jenen Namen. Seitdem nennt mich das Game eben Franzi. Inzwischen aber habe ich das Profil geloescht, die Jungs sollen ja nicht ueber mich lachen! Adam gab es natuerlich nicht, Unsinn!

Danach darf man auch schon die ersten Rennen in vorgeschriebenen Boliden fahren bis das Geldkonto aufgefuellt ist und ihr euch die Komplettreparatur der alten Karre leisten koennt, um die umfangreiche Karriere von GRID zu starten. Eine Geschichte gibt es nicht, aber wenn man so will, lautet das Gameziel: Werde bester Fahrer der Welt. GRID teilt das Game quasi in drei Spalten auf: USA, Europa und Asien. Hier lassen sich auch grob die drei verschiedenen Klassen von Fahrzeugen ausmachen, denn die Amerikaner setzen auf die starken Muscle-Cars, waehrend ihr in europaeischen Rennen teilweise mit Formel 1-Flitzern ueber die Strassen brettert oder auch mal mit einem starken BMW die Strecken unsicher macht. In Japan beherrscht die Tuning-Szene das Game und hier werdet ihr des Oefteren harte Driftrennen abhalten muessen.

Race Driver: GRID Screenshots

Wir haben schon in unserer Vorschau zum Game fast nur positiv darueber berichtet. Nun steht der Titel seit einigen Tagen bei uns in der schnuckeligen Redaktion und laeuft quasi dauerhaft im PS3- bzw. Xbox 360-Laufwerk. Wie macht sich der Mix aus Realismus (sehr dezent) und Arcade? Koennen die fiktiven Rennen in Europa, den USA und Asien ueberzeugen oder liefert Codemasters eine bescheidene Leistung? Das und noch ein wenig mehr nun bei uns!

Codemasters hat es gelernt. Die Praesentation des Games, also eher die Menuestruktur und alles, was damit zu tun hat, ist wunderbar gestaltet und laesst sich extrem leicht bedienen. Flugs werden die neuesten Sponsoren auf das Auto geklebt, die korrekten Rennen in den drei Arealen ausgewaehlt und neue Autos gekauft, die man sich in der Werkstatt genauer anschauen kann. Waehrend der Ladezeiten koennt ihr euch, wie schon bei 'DiRT', die aktuellen Statistiken eurer Karriere anschauen. Die durchaus langen Ladeperioden werden damit ganz gut ueberbrueckt.


Race Driver: GRID ist gewiss kein Game von ultrahoher Realitaet, aber es hat so einige Anzeichen dafuer - bestes Beigame ist eigentlich das Schadensmodell, das absolut individuell auf die einzelnen Crashes reagiert. Knallt ihr zum Beigame mit der Seite in eine Leitplanke, ist nicht nur euer Auto ein wenig verbeult, nein, auch die Leitplanke wird eine nette Beule davontragen. Auch sonst weiss das Schadensmodell sehr zu gefallen, denn jeder Kratzer am hochwertigen Lack der Autos wird sehr detailliert dargestellt und jede Delle kann man sehen. Spassig sind natuerlich die Ueberschlaege, die nicht nur verdammt spektakulaer aussehen, sondern auch massig Blessuren am Wagen hinterlassen. Ganz nebenbei muesst ihr euch nach heftigen Crashes mit einem verschlechterten Fahrverhalten abfinden, wenn der Motor zu viel Schaden genommen hat oder eines eurer Raeder die Lenkung beeinflusst.

Trotzdem ist es ein Arcade-Racer

Obwohl die Schaeden Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben, ist GRID keineswegs ein reiner Simulationsracer wie Gran Turismo, Forza oder die DTM-Reihe. Schon alleine aufgrund der Zeitrueckspulfunktion nicht, mit der ihr Totalschaeden wieder rueckgaengig machen koennt - das geht zwar unendlich oft, aber die Zeit, die ihr zurueckspulen koennt, wird stetig geringer. In meiner Preview habe ich gedacht, dass sich jenes Feature im Game sehr stoerend auswirken wuerde, aber das Gegenteil ist der Fall. Oftmals waren manche Fehler so aergerlich, weil die KI einen Fehler begannen hat, sodass ich mit rausgeflogen bin. Dank Zeitfunktion konnte ich dem Crash letztlich ausweichen. Das Fahrgefuehl aehnelt stark DiRT, GTR oder etwas Need for Speed, wobei man sich wirklich einige Zeit an das neue System gewoehnen muss, damit auch der schnellste und beste Racer wunderbar kontrolliert wird.

Die groesste Herausforderung im Game liegt aber nicht etwa darin, die Fahrzeuge zu beherrschen, sondern viel mehr, die Strecken zu kennen, weil man nur so etwaige Bremswege schon einplanen kann, um den starken KI-Gegnern moeglichst viel Zeit abzunehmen und Erster zu werden. Auch die Strecken an sich geben sich sehr abwechslungsreich. Spa, Detroid oder diverse japanische Kurse werdet ihr genau so wiederfinden, wie andere eher weniger bekannte Pisten. Eines haben sie alle gemein: Sie sind anspruchsvoll, aber es macht unheimlich viel Spass, jedes Rennen zu fahren.

Schade fuer Fans von Tuning: Race Driver laesst euch nicht so ganz am Fahrzeug herumschrauben. Ihr koennt lediglich die Farben anpassen und diverse Sponsoren-Aufkleber auf das Auto draufklatschen. Einige Optimierungen in Sachen Leistung oder aehnliches koennt ihr nicht vornehmen. Jeder Wagen wird darum vor dem Rennen vom Game selbst konfiguriert, was fuer normale Gamer, die einfach nur Spass haben wollen, sicherlich keine schlechte Sache ist. Fuer Tuning-Cracks koennte das dennoch eine herbe Enttaeuschung sein. Eine Qualifikation gibt es nicht und weil die Rennen allenfalls sechs Runden lang sind (die wirklich kurzen Strecken), gibt es leider auch keine Boxencrew bzw. Boxenstops.

Race Driver: GRID Screenshots

Testergebnis

Playstation 3 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Xbox 360 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Nintendo Wii Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

PC Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Playstation 2 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Playstation Portable Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Nintendo DS Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung




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Kommentar

Codemasters hat es geschafft. Race Driver: GRID kann die DTM Race Driver-Serie mehr als würdig vertreten und der Plan, ein nahezu komplett neues Spiel zu machen, geht vollends auf. Racing-Fans kommen voll auf ihre Kosten und selbst DTM-Fans, die eigentlich mehr auf Realismus standen, werden ganz sicher nicht enttäuscht sein, schließlich ist das Schadensmodell über jeden Zweifel erhaben. Darüber hinaus weiß auch die nette Karriere und das authentische, wenn auch arcadelastige, Fahrgefühl zu gefallen. Kurzum: Zugreifen, spielen, Kinnlade wieder schließen und genießen!

Adam Smieja

Tops

  • + Grandiose Optik
  • + Sehr guter Sound
  • + Umfangreiche Karriere
  • + Großer Fuhrpark
  • + Tolle Strecken
  • + Bestes Schadensmodell
  • + Klasse Geschwindigkeitsgefühl
  • + Echte Zuschauer (keine Bitmaps)
  • + Angenehme Ladezeiten

Flops

  • - Kein Tuning
  • - Offensichtliche eBay-Werbung
  • - Keine echten Teamoptionen im Rennen

Bewertung

Grafik 14
 Punkte
Sound 12
 Punkte
Gameplay 11
 Punkte
Steuerung 13 Punkte

Gesamtwertung

86 Prozent

Spiel der Woche


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