Professor Layton und die Schatulle der Pandora
Die Layton-Essenz: Story und Rätsel
Dass der neue Teil die Reihe würdig fortsetzen, aber nicht verändern will, ahnt der aufmerksame Spieler bereits im Menü: Struktur, Design und Klänge sind gleich geblieben, lediglich die Hintergrundmusik und die Titelgrafik wurden dem neuen Spiel stilgetreu angepasst. Die ersten angenehmen Neuerungen, die schnell auffallen, wenn man das Abenteuer begonnen hat, sind die noch etwas feiner und runder wirkende Grafik und die deutsche Sprachausgabe in den noch lebhafter wirkenden Zwischensequenzen. So werden diese für im Englischen weniger geübte Spieler noch spannender. Der Rest der Story wird in Textdialogen vermittelt, eine zusätzlich erklingende Sprachausgabe kommt dabei nur selten zum Einsatz. Die Geschichte beginnt dieses Mal mit einem Brief, den Prof. Layton von seinem ehemaligen Lehrmeister Dr. Schrader bekommt. Dieser schreibt, dass er in den Besitz einer geheimnisvollen Schatulle gekommen sei, der Schatulle der Pandora, von der man sage, dass jeder sterbe, der sie öffne und dass er diesen Sachverhalt untersuchen wolle. Layton und seinem Begleiter Luke ist das nicht geheuer, weshalb sie beschließen, zu Dr. Schrader zu fahren. Als sie sein Zimmer betreten, liegt dieser regungslos auf dem Boden, die Schatulle ist verschwunden. Zurückgelassen hat Schrader nur ein Bahnticket, auf dem zwar ein Zug namens Molentary Express, jedoch kein Ziel vermerkt scheint. Luke und der Professor beschließen, aufzuklären, was passiert ist und reisen gewissermaßen ins Unbekannte.Das Abenteuer beginnt bereits im Zug… Mehr wird von der Story, die viele Überraschungen bereithält und stets nachvollziehbar bleibt, aber nicht verraten, da diese zusammen mit den Rätseln – genau wie im ersten Teil - den wesentlichen Anreiz ausmacht, das Spiel zu spielen. Wieder gilt es Aufgaben zu lösen, die von Schieberätseln über Logik- bis hin zu räumlichen und mathematischen Rätseln reichen. Als Pikarat werden dabei die Punkte bezeichnet, die das jeweilige Rätsel wert ist. Gebt ihr eine falsche Antwort, sinkt der Wert des Rätsels, bis ein Mindestwert erreicht wird. Da man mit möglichst vielen Pikarat nachher aber Goodies wie die Stimmen-Jukebox, in welcher man einige Sprechpassagen noch einmal hören kann, freischaltet, sollte man darauf bedacht sein, möglichst viele Pikarat abzustauben. Dabei helfen wieder die Hinweismünzen, die überall versteckt sind. Ohne dass die Münzen selbst sichtbar sind, muss man die einzelnen Szenerien nach ihnen abklappern – dies ist nicht sehr schwierig, da sich fast alle auf Schornsteinen, in Büschen oder Lampen verstecken. Setzt man eine solche Hinweismünze während eines Rätsels ein, so erhält man einen mal mehr, mal weniger hilfreichen Tipp. Bis zu drei solcher Hinweise kann sich der ratlose Rätselexperte pro Rätsel verschaffen.
Verbesserungen im Detail
Positiv fällt auf, dass ein größerer Teil der Rätsel als noch im Vorgänger inhaltlich in das Story-Geschehen integriert ist. So geht es bei der Reparatur eines Schalters tatsächlich um ein Stromkreis-Problem, Hobby-Kryptographen entlocken dem Zugticket doch noch eine interessante Information. Natürlich haben etliche für die Geschichte weniger bedeutsame Personen auch „nur mal so“ ein Rätsel auf Lager, um dessen Lösung das Duo gebeten wird. Diese Rätsel sind zum großen Teil optional, sollten aber alle gelöst werden, da manchmal eine Belohnung in Form eines Teils für eine anfangs erhaltene Kamera fällig wird. Was passiert, wenn diese komplettiert bzw. korrekt zusammengepuzzelt wird, will ich aber nicht verraten. Mit von der Partie ist außerdem ein süßer, aber fetter Hamster, den ihr vom Koch des Zuges anvertraut bekommt. Ihr sollt ihn wieder in Form bringen, mithilfe eines im weiteren Spielverlauf immer kniffliger werdenden Rätsels. Der Hamster soll nach und nach immer mehr Schritte am Stück laufen, wofür er auf einer Art Schachbrett von Köder zu Köder flitzt, die ebenfalls durch Rätsel erspielt werden können. Da die Köder unterschiedliche Wirkung auf den Hamster haben, sind sie aufgrund von Platzmangel möglichst geschickt anzuordnen. Schafft man es den Hamster, der witzigerweise einen heftigen Berliner Akzent der Sorte Mario Barth hat, wieder in Form zu bringen, macht sich dies in Form eines bereits aus Teil eins bekannten, sehr praktischen Effekts bemerkbar. Dank Oma Enygmas Rätselhütte kann man auch im neuen Ableger der Serie kein Rätsel „endgültig“ verpassen: Könnt ihr zu einem Ort nicht mehr zurück, an welchem noch ein Rätsel versteckt war, wandert es in die Hütte und ihr könnt es im Nachhinein lösen, wenn ihr mögt. Der Umfang hat insgesamt ein wenig zugelegt, obwohl der Vorgänger schon ordentlich Inhalt zu bieten hatte. Nun besteht das Abenteuer aus insgesamt 138 Rätseln, weitere sind im Menü unter „Bonus“ abrufbar, ein zusätzliches erhält man durch Eingabe eines Codes aus „Das geheimnisvolle Dorf“ und wem all diese Rätsel noch nicht reichen, kann sich wieder jede Woche kostenlos ein weiteres herunterladen.Bedenkt man, dass der durchschnittliche Tüftler und Denker durchaus um die 30 Stunden allein für das durchgehend unterhaltsame Abenteuer benötigen wird, gibt es also am Umfang in keinster Weise etwas zu nörgeln. Eine weitere nette Idee in „Die Schatulle der Pandora“ ist, dass Luke und Layton – wie es sich für echte Briten gehört – immer einen magischen Teekoffer dabei haben. Damit können sie beliebig viel Tee kochen und so vielen Menschen, denen sie begegnen, einen Genuss bereiten. Vorher muss allerdings mit gefundenen Kräutern experimentiert und so den individuellen Ansprüchen Rechnung getragen werden – genau genommen sind immer drei Zutaten für einen Tee je nach Beschreibung des Geschmacks zu kombinieren. Dies ist neben dem Rätsellösen nicht nur hier und da mal ganz entspannend, es führt auch zur Freischaltung einer Bonussektion, wenn ihr alle Teewünsche erfüllt. All dies ist auch noch nach Komplettierung der Hauptstory möglich.
Testergebnis
Vier Spiele hat Professor Layton jetzt schon auf dem Buckel. Damit man ihm sein Alter nicht anmerkt, haben die Jungs von Level 5 den Knobler ein paar Jahre in die Vergangenheit geschickt. Ihr reist in das Dorf Misthallery, wo ihr euren späteren Kollegen und Freund kennen lernt. Dort soll nämlich ein Phantom sein Unwesen treiben [...]
... WeiterlesenProfessor Layton und der Ruf des Phantoms – Rätselspiel erscheint noch vor Weihnachten
Nintendo gibt nun per Pressemitteilung bekannt, dass Professor Layton und der Ruf des Phantoms noch vor Weihnachten erscheinen wird. Genauer gesagt erscheint das Detektiv-Spiel am 25. November dieses Jahres für alle Vertreter der Nintendos DS-Familie. Professor Layton und der Ruf des Phantoms ist der vierte Teil der Serie und soll zugleich den bisher größten Fall [...]
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