Seit Ende September ist Obscure II im Handel und nun haben auch wir endlich unseren Artikel zum etwas anderen Survival Horror-Game (unser Muster kam leider sehr spaet an). Horror auf der Uni? Man mag es kaum glauben, aber den erlebt man nicht nur bei den Klausuren, sondern auch dann, wenn Professoren Unfug mit der Biologie treiben.
Die Geschichte setzt zwei Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils an, was schon im Intro deutlich wird, denn der Hauptcharakter erzaehlt, was auf der Leafmore Highschool geschah. Aus den Jungs von damals sind nun Studenten geworden, die auf die Fallcreek Universitaet gehen. Schon kurz darauf wird deutlich, dass es auch hier gewaltige Probleme gibt - und das meint nicht irgendwelche Klausuren oder nervige Vorlesungen. Ein Pflanzenextrakt wird gerne als Partydroge verwendet und laesst die Studis einen Rausch sondergleichen durchleben, der aber leider kein Traum, sondern bittere Wahrheit ist - und jene ist nicht rosig, sondern todernst und extrem unheimlich.
Bekannte Features weiter ausgebaut
Ein echtes Highlight von Obscure II sind die Szenen, in der sich Realitaet und Fiktion scheinbar vermischen, das Bild in eine Art Roehre gequetscht wird, alles schwarz-weiss wird(wie im Film Sin City) und man nur eine Taschenlampe hat, die gerade mal wenig Schritte vor dem Charakter das Areal spaerlich ausleuchtet. Hierbei kommt ein extrem beklemmendes Gefuehl herueber, denn stetig wieder erscheint durch einen Flash im Bildschirm ein unheimliches Geistergesicht auf, ihr hoert die Schreie eurer Freunde und trefft auf abstossende Monster. Schade nur, dass jene Szenen nur relativ selten vorkommen, denn die sind echt genial in Szene gesetzt.
Wer den drei Jahre alten Vorgaenger gegamet hat, der wird sicherlich nicht ueberrascht sein, wenn er im zweiten Teil erneut im Koop mit einem Freund bzw. der Game-KI durch die gruseligen Raeume wandern wird, denn auch Obscure II enthaelt mehrere Charaktere, die man gameen kann. Der Unterschied ist, dass ihr nun sechs verschiedene Menschen mit sechs verschiedenen besonderen Talenten habt. Corey ist zum Beigame ein Klettermaxe wie Altair aus Assassin`s Creed, waehrend die gute Mei Spezialistin der Technik ist und so ziemlich jeden Zahlencode entschluesseln kann, den es gibt. Stan ist eher der Mann fuers Grobe und nutzt stetig wieder seine ganze Kraft, um Objekte zu verschieben.
Diese verschiedenen Talente wird man im ganzen Game stetig wieder beanspruchen werden, denn es ist das wichtigste Feature. Da ihr allerdings stetig nur zu zweit unterwegs seid, werdet ihr gelegentlich nicht vorankommen. Damit ihr aber nicht ins Gruebeln geratet und lange suchen muesst, wer der richtige Charakter fuer eine Aufgabe ist, habt ihr entweder die Wahl zwischen dem Menue, welches euch ausfuehrliche Infos zu den verschiedenen Leuten gibt oder es wird direkt im Game ein Hinweis gegeben, der euch sagt, wer der/die Richtige ist (zum Beigame: 'Ich bin sicher, Mei koennte jenes Schloss knacken.'). Praktisch ist, dass man im Singleplayer (1-Player-Modus) auf dem PC per TAB, bei der PS2 ueber R2, zwischen den Charakteren wechseln kann, was vor allem dann sehr spassig ist, wenn man ein kniffliges Raetsel loesen muss und der andere Charakter einem den Ruecken frei haelt, denn in dem Moment kommen ganz viele Ungeheuer. Gott sei Dank ist die KI im Game nicht dumm und stellt sich durchaus sehr geschickt an, sodass ihr in der genannten Situation keine Angst haben braucht. Sollte gerade keiner der beiden Charaktere fuer eine Aufgabe passen, geht man ganz einfach zum Sammelpunkt zurueck und wechselt einen oder gleich alle beide aus.
Probleme ueber Probleme
Die gibt es nicht nur bei den Studenten, sondern auch beim Game selbst, denn das Speichersystem ist nicht gerade gut. Ihr speichert darum meistens an nur schwer erkennbaren Pflanzen und dort auch nur ein einziges Mal. Die PC-Edition, die wir auch bekommen haben, hat nicht mal eine Quicksave-Funktion, die man bei der PS2-Fassung ohnehin nicht erwarten konnte. Ein noch viel groesseres Problem allerdings ist, dass die Speicherpunkte so elend lang auseinander liegen - argh! Ausserdem werden Gameer des Vorgaengers ganz schoen vor die Stirn gestossen, denn alle Gegner aus Teil 1 kommen in fast derselben Form wieder, das Areal ist quasi dasselbe (vorher Schule, jetzt Uni) und die Geschichte ist ab der Mitte des Games vorhersehbar (bei Teil 1 war es auch so). Darueber hinaus finde ich es wirklich miserabel, dass der Gameer permanent auf sich alleine gestellt ist, weil man keinen einzigen Hinweis bekommt. Wer zum Teufel kann mir sagen, wo ich alle drei gleichfarbigen Schluessel finden kann? Wer zum Geier sucht schon freiwillig auf der obersten Ablage eines Buecherregals (das ist/war der dritte Schluessel, den ich zwei Stunden lang gesucht habe) oder zerschlaegt erst einen Trophaeenschrank, um an ein anderes Objekt zu kommen? Exakt dasselbe Problem gibt es auch bei den versteckten Gegenstaenden und Orten, an denen man reichlich Munition und Medipacks bekommt, die ohnehin schon ziemlich rar gesaet sind.
Mehr Action, weniger Raetsel mit durchaus guter Optik
Obscure II folgt dem Trend, den Resident Evil 4 eingeleitet hat, denn auch hier stehen die Raetsel eher im Hintergrund und sind, sofern sie mal auftauchen, ziemlich leicht, weil es sich um 'Finde Objekt A, werte es aus und setze es an Platz B ein'. Die Grafik ist auf der PS2 stets in Ordnung, zwar leicht verwaschen, aber fuer die 'Last Gen.' stetig noch durch und durch akzeptabel. Was auf der PS2 jedoch gut ist, ist auf dem PC leider schon total veraltet. Schon alleine, wenn man das Game mit einer Aufloesung von 1680*1050 gamet, sieht man genug Gruende, um zu sagen: Schwach. Beim Sound hat man zum Glueck nichts falsch gemacht, die Synchronisation direkt unangetastet gelassen und deutsche Untertitel eingeblendet. Die Hintergrundmusik, die stets sehr subtil gehalten ist, kann jederzeit ueberzeugen und erzeugt ein Gaensehautfeelig vor allem bei den boesen Traumsequenzen.
So testen wir!
| Grafik |
gut |
| Sound |
sehr gut |
| Umfang |
gut |
| Multiplayer |
sehr gut |
Gesamt (PS2)
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| Gamespass |
gut |
Auszeichnungen |
| Gameplay |
gut |
keine
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Miserable Speicherfunktion |
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Grafisch altbacken (vor allem bei der PC-Edition) |
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Keinerlei Hinweise |
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Keine Neuerungen |
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Recycling (Gegner, Geschichte, Gameplay, etc) von Teil 1 |
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| Grafik |
befriedigend |
| Sound |
sehr gut |
| Umfang |
gut |
| Multiplayer |
sehr gut |
Gesamt (PC)
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| Gamespass |
gut |
Auszeichnungen |
| Gameplay |
gut |
keine
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