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Eure Wertung:
2 votes
9.0

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Need for Speed: The Run
Release: bereits erschienen
Genre: Rennspiel
System: PS3
Hersteller: EA Black Box
Vertrieb: EA
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Need for Speed: The Run

Geschrieben von: am 19.12.2011
Nachdem mit dem neuen Hot Pursuit der Name Need for Speed wieder im vorderen Feld mitspielt, hat man sich dazu entschieden, direkt noch ein Spiel hinterherzuschieben, um ein wenig mehr Geld einzutreiben. Dafür hat man sich auch direkt ein paar Neuerungen einfallen lassen. Need for Speed: The Run hat zum Beispiel die ziemlich starke Idee, dass ihr ein illegales Straßenrennen quer durch Amerika fahrt. Von der Ostküste aus, in San Francisco startend, geht es bis nach New York und auf dem Weg müsst ihr in Etappen alle Gegner hinter euch lassen. Doch warum fahrt ihr da mit? Und viel wichtiger: Macht das Fahren überhaupt Spaß? Diese Fragen haben wir uns gestellt und dem neuen Need for Speed mal unter die Haube geschaut. Was wir gesehen haben, erfahrt ihr im Test.

Ich mache Ihnen ein Angebot, dass sie nicht ausschlagen können...

So ungefähr beginnt das neue Need for Speed. Ihr spielt den armen Jack Rourke, der gerne mal aufs Gaspedal drückt und bösen Gangstern eine große Menge Geld schuldet. Da kommt es also wie geschaffen, als ihm eine Bekannte anbietet, die Startsumme für eine Rallye quer durch die Staaten zu zahlen, wenn er fährt und sie natürlich am Gewinn beteiligt. So startet ihr also in die Auto-Hatz über Stock und Stein, wobei die Story an dieser Stelle im Prinzip schon zu Ende ist. Denn so gut die Idee auch ist und so viel Potential sie auch hat, genauso schlecht ist auch die Umsetzung gelungen. Denn nach einem furiosen Einstieg ins Spiel sieht man quasi gar kein Storytelling mehr. Wenige und inhaltslose Zwischensequenzen erzählen noch ein bisschen weiter, aber wer eigentlich hinter uns her ist, wie wir in unsere Situation gekommen sind, all das bleibt unbekannt und alle Personen, selbst der Protagonist Jack bleiben farblos und langweilig.

Das gilt leider auch für die Abwechslung, zumindest spielerisch. Denn statt wirklich ein interessantes Rennen durch Amerika zu fahren, geht es einfach in ein Rennen nach dem anderen. Mal müsst ihr Checkpoint-Rennen fahren (Um Zeit wieder gut zu machen), manchmal einfach normale Rennen und alle Kontrahenten bis zum Ziel überholen. Es wird einfach lieblos hintereinander geklatscht, ohne die tolle Grundidee mit der Rallye noch weiter einzubinden.


Have it your way!

Ein großes Plus bei heutigen Rennspielen, vor allem vielen Need For Speed-Spielen, ist die Individualisierung. Need for Speed: Underground hat sich damals einen großen Namen damit gemacht, dem Spieler unzählige Tuning-Optionen zu bieten. Ich frage mich also, warum The Run nichts davon anbietet. Ein kleiner Fuhrpark und Optimierung lediglich was Body-Kits und Lack angeht, ist nun wirklich keine zeitgemäßge Individualisierung und motiviert wenig. Hinzu kommt, dass die Autos festgelegte Handling-Levels haben, die den Schwierigkeitsgrad quasi definieren. Das Fahrgefühl ist nämlich sehr komisch in The Run, so dass ein BMW M3 beispielsweise grundsätzlich nicht ausbricht. Da der Wagen eine einfache Handling-Stufe hat ist auch eine Kurve mit 120 km/h auf glattem Eis kein Problem. So lange ihr die Finger von der Handbremse lasst! Diese ist nämlich quasi der Hot Button im Spiel und sorgt dank ihrer Überempfindlichkeit oft für Überraschungen.

Ihr bekommt es während eurer Tour durch Amerika übrigens nicht nur mit gegnerischen Rasern, sondern auch mit der Polizei zu tun. Die ist aber recht wenig angriffslustig und lässt euch bis auf wenige Skript-Ereignisse eigentlich relativ unbeirrt die Rennen absolvieren. Da hat man immerhin genug Zeit die Landschaft zu beobachten, das Streckendesign in Need for Speed: The Run ist nämlich verdammt gut gelungen! Abwechslungsreiche und nett gemachte Hintergründe und ordentliche Abkürzungen sorgen hier für Qualität. Leider sieht The Run im Allgemeinen nicht so gut aus, wie man es von einem Spiel mit der Frostbyte 2 Engine (Battlefield 3) erwarten würde. Veraltete Texturen, ein relativ schwaches Schadensmodell, hier hat man schon deutlich besseres gesehen. Auch die KI fühlt sich oft ewtas rückschrittig an, wenn man mit Hot Pursuit vergleicht.

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Kommentar

The Run ist kein schlechtes Spiel, es macht Spaß und unterhält kurzweilig. Aber es ist ein schlechtes Need for Speed. Langweilige Inszenierung der Rennen, keine Freiheiten, nur Rennen nach Rennen, keine Individualisierung, komisches Fahrverhalten, kleiner Furhpark, das sind alles Punkte, die mit wenig Aufwänd verbessert werden könnten. Schade also, dass The Run aus einer so guten Grundidee ein so mittelmäßiges Need for Speed baut.

Tops

  • Leichter Einstieg
  • Cooles Szenario
  • Schicke Wagen...

Flops

  • ...von denen es aber nur wenige gibt
  • Schwaches Fahrverhalten
  • Storytelling = 0
  • Kein Tuning
  • Polizei zu passiv
  • Keine Motivation

Bewertung

Grafik 11
 Punkte
Sound 12
 Punkte
Gameplay 11
 Punkte
Steuerung 13 Punkte

Gesamtwertung

78 Prozent

Spiel der Woche


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