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8.2

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Mario Kart 7
Release: bereits erschienen
Genre: Arcade Rennspiel
Hersteller: Nintendo
Vertrieb: Nintendo
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Mario Kart 7

Geschrieben von: am 06.2.2012
Dass der kleine Pummel-Klempner ein Allroundtalent ist, beweist uns Mario ja schon seit zig Jahren. Ob als ewiger Gold-Gewinner in der Leichtathletik, versierter Tennis-Spieler oder knallharter Torschütze im Lieblingssport der Deutschen. Doch eine Sportart verbinden wir fast so eng mit dem Latzhosenträger, wie das Hüpfen durch fantastische Welten, nämlich das Kart-Fahren. Dass Mario nun bereits zum (offiziell) siebten Mal um die verschlungenen Pisten düst, sollte niemanden beunruhigen, denn der erfahrene Rennprofi macht wieder einmal eine fantastische Figur und diesmal sogar im handlichen 3D. Ob sich aber doch nach all den Jahren die ersten Rostspuren an Marios Flitzer finden lassen, erfahrt ihr in unserem Test.

Nicht nur der Fahrer macht das Rennen

Auch in Mario Kart 7 erwartet den Spieler wieder genau das, was schon das Cover verspricht. Arcadiger Rennspaß in Reinkultur. Natürlich werden sich erfahrene Mario-Veteranen sofort heimisch fühlen, denn alles was die Serie im Laufe der vergangenen Jahre ausgemacht hat, findet sich im neusten Teil genauso spaßig wieder. Aus einer mittlerweile gewachsenen Anzahl an Rennfahrern sucht ihr euch euren persönlichen Liebling heraus, wobei natürlich Serienurgesteine wie Toad, Koopa, Prinzessin Peach oder der ewige Erzfeind Bowser nicht fehlen dürfen. Aber auch neue Gesichter haben ihren Weg in die Rennkabine geschafft. So düst ihr neuerdings auch mit dem niedlichen Shy Guy oder der aus den Mario Galaxy-Spielen bekannten Bienenkönigin über die Pisten. Die Auswahl eures Charakters macht sie wie immer beim Fahrverhalten eurer Vehikel bemerkbar. Während Mario und Luigi die Allrounder unter den Fahrern darstellen und sich bei einer guten Geschwindigkeit auch noch bequem lenken lassen, bestechen Kolosse wie Bowser oder Donkey Kong mit hoher Endbeschleunigung, sind aber entsprechend behäbig beim Anfahren und steif in den Kurven. Somit bleibt es immer dem Spieler überlassen, mit welchen Vorzügen der vielen Fahrer er am besten klar kommt.

Nicht immer entscheidet allein das Können des Fahrers über Sieg und Niederlage in einem spannenden Rennen, denn schließlich hat auch das passende Kart seinen Beitrag zu leisten. Wo schon die Auswahl der Figur entsprechende Auswirkungen auf Tempo, Beschleunigung oder das Handling eures Karts haben, werden Spieler neuerdings auch vor die Auswahl gestellt, nicht nur über ihren fahrbaren Untersatz zu entscheiden, sondern auch über die entsprechende Bereifung sowie Extras wie einen ausfahrbaren Gleitschirm. Da Mario Kart aber nicht den Anspruch erhebt, eine Fahrsimulation zu sein, ist die Wahl der Ausstattung nicht zwangsläufig dafür verantwortlich, ein Rennen zu gewinnen, gibt aber in vielerlei Hinsicht nicht zu unterschätzende Vorteile. So machen sich gerade auf sandigen Pisten die dicken Off-Road-Räder mit besserem Handling und mehr Beschleunigung bemerkbar.

Alles beim Alten und doch besser

Schon wie zu Zeiten des Super Nintendo bietet auch Mario Kart 7 wieder eine Vielzahl an unterschiedlichen Cups, die mit jeweils vier verschiedenen Strecken aufwarten. Ob ihr euch nun am für Anfänger geeigneten Pilz-Cup versucht und euch dann zum Spezial-Cup vorarbeitet oder ihr gleich mit den Sammel-Cups anfangt, welche mit Strecken aus den Wii-, DS- und N64-Teilen aufwarten, bleibt ganz euch überlassen. Obwohl die Anzahl an komplett neuen Pisten recht überschaubar bleibt, tut dies dem Spielspaß in keiner Weise Abbruch. Gerade die neuen Strecken warten mit vielen tollen Ideen auf, welche die Fanherzen höher schlagen lassen. Da schlittert man mit seinem Kart durch vereiste Halpipes, weicht in der Kanalisation Lichtkegeln aus, um nicht von den fleischfressenden Pflanzen gesehen zu werden, oder düst über das wilde Meer von einem zum nächsten Schiffswrack. Dieses Mal verschlägt es die knuffigen Fahrer sogar unter Wasser und in luftige Höhen, wo sie mit Hilfe von kleinen Propellern am Heck der Erdanziehungskraft trotzen oder mit ihren Gleitschirmen Hindernissen ausweichen. Aber keine Angst, bekannte und beliebte Strecken wie das Geisterhaus oder der nun noch buntere Regenbogen-Boulevard haben selbstverständlich auch wieder ihres Weg ins Spiel gefunden.

Nicht nur die verschiedenen Strecken verlangen euch so einiges ab. Mario Kart typisch geht es während der Fahrt ordentlich zur Sache und jeder Platz will gerade in den höheren Geschwindigkeiten hart umkämpft werden. Ein Grund dafür ist das stets sehr eng beieinander liege Fahrerfeld, was es einem schon sehr schwer macht, sich entweder weit vorn abzusetzen oder aber sich extrem weit nach hinten abfallen zu lassen. Ein anderer Grund sind die vielen kleinen und fiesen Hilfsmittel, welche wieder im Verlauf des Rennens eingesammelt werden können. Ob das nun Münzen sind, welche dauerhaft die Geschwindigkeit steigern, oder die beliebten waffenähnlichen Gadgets, wie der grüne und rote Panzer, der schneller und unverwundbar machende Stern oder die rutschige Bananenschale, die oft über wichtige Plätze entscheiden können. Neu hinzugekommen ist hingegen das Waschbär-Blatt, das dem Kart einen puscheligen Schwanz verleiht und es somit möglich macht, in der Nähe befindliche Fahrer einfach beiseite zu schlagen. Auch die Feuerblume feiert ihren Einstand und lässt euch traditionsreich Feuerbälle abschießen, die den Gegnern ordentlich einheizen. Wen es mal ganz unglücklich getroffen hat und somit auf den letzten Platz zurückwirfr, der hat die Chance auf eine „Super 7“ und darf sich gleich über sieben Hilfsmittel gleichzeitig freuen. Trotzdem wird es nur äußerst selten vorkommen, dass ihr euch mal am hinteren Ende des Fahrerfeldes wiederfindet, da auch Mario Kart serientypisch nicht allzu schwer ausfällt. Gerade in den ersten beiden Geschwindigkeitsklassen werdet ihr schon zu tun haben, mal nicht unter die ersten Drei zu kommen. Nur in der 150iger Klasse erfordert es dann doch etwas mehr Geschick, Glück mit den einzelnen Gadgets und passender Abstimmung mit Kart und Fahrer. Profis unter den Kart-Fans werden sich wieder über die Möglichkeit freuen, um Kurven zu driften und dabei einen kurzzeitigen Boost zu erhalten.

Gegen die Zeit und einander

Spaß macht Mario Kart 7 aber erst so richtig mit Freunden. Ob ihr nun gegeneinander Rennen fahrt und euch knallharte Duelle um die besten Platzierungen liefert oder ihr euch in Teams zusammenschließt und an den Luftballon- sowie Münzkämpfen teilnehmt, für Mehrspielerspaß wird wieder einiges geboten. Gerade die teambasierten Duelle in den Arenen, in denen ihr mit drei an euch befestigten Luftballons um euer Leben fahrt und versucht, die Luftballons eurer gegnerischen Fahrer zerplatzen zu lassen, machen auch nachdem alle Cups gewonnen und jede Strecke zig Mal befahren wurden noch Wochen später Spaß. Wer seine eigenen Fahrkünste bis aufs Äußerste messen möchte, der darf sich dann noch am Zeitrennen versuchen, in dem er entweder gegen seinen eigenen Schatten oder den von anderen Spielern fahren darf. Per Streetpass ist es zudem möglich, jederzeit Schatten von anderen Spielern in seiner Nähe auf sein System zu laden. Eine nette Idee, aber gefunden haben wir bisher noch niemanden, der uns seinen Schatten zur Verfügung gestellt hat (und das will schon was heißen in einer Metropole wie Berlin).

Optisch lässt sich auch bei Mario Kart 7 nicht meckern. Gerade der 3D-Effekt des 3DS sorgt bei in vielen Fällen für eine schön anzusehende Tiefe und lässt besonders in Unterwasserabschnitten seine Muskeln spielen, wenn die verschiedenen Luftblasen aus dem Propeller tanzen. Auch sonst braucht sich der siebte Teil keinesfalls zu verstecken und stellt mit seinen schönen Lichteffekten und der farbenfrohen Gestaltung neben Super Mario 3D Land und Residen Evil: Revelations den bisher eindrucksvollsten Titel auf Nintendos neuem Handheld dar.
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Mario Kart 7 Test online!

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Kommentar

Auch wenn man meinen könnte, dass Mario Kart so langsam in die Jahre kommt, so gibt es doch immer noch kein vergleichbares Arcade-Rennspiel, das auch nur annähernd an den Spaßfaktor heranreicht. Es liegt aber nicht am Mangel an Alternativen, dass der neuste Teil wieder Platzhirsch auf seinem Gebiet ist, sondern schlicht und ergreifend an dem makellos umgesetzten Spielprinzip, welches auch dieses Mal keine Ecken und Kanten aufweist. Auch nach 19 Jahren, seit dem ersten Teil auf dem Super Nintendo, kann ich einfach nicht aufhören, mich immer mal wieder in ein kleines Kart zu setzen und mit Panzern oder Bananen um mich zu schmeißen. Da freut es mich eigentlich nur umso mehr, dass man an alten Tugenden festhält und diese dezent, aber sinnvoll erweitert. Für jeden Arcade-Renn-Fan ein Muss und für Mario-Anhänger oder 3DS-Besitzer sowieso.

Tops

  • Schicker 3D-Effekt
  • Farbenfrohe Gestaltung
  • Schöne einfallsreiche Strecken
  • Altes Fahrgefühl mit dezenten Verbesserungen
  • Unterwasser- und Flugabschnitte
  • Auswahl der Karosserieteile
  • Schatten-Zeitrennen
  • Mehrspielerrennen und Arenakämpfe

Flops

  • Ein paar mehr neue Strecken bitte
  • Schwierigkeitsgrad etwas zu leicht

Bewertung

Grafik 14
 Punkte
Sound 12
 Punkte
Gameplay 14
 Punkte
Steuerung 14
 Punkte
Multiplayer 13 Punkte

Gesamtwertung

90 Prozent

Spiel der Woche


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