Grotesque Tactics II: Dungeons & Donuts
Alte Bekannte
Sofern ihr Grotesque Tactics gespielt habt, werdet ihr im zweiten Teil einiges wiedererkennen. Nachdem im ersten Teil der Reihe die Dark Church zerstört und das Königreich Glory befreit worden war, wollte der depressive Protagonist Drake gerade eine Pause machen, aber plötzlich werden die Bewohner von Glory von einem bösen Nebel angegriffen und flüchten sich in ein großes Höhlensystem. Daher werdet ihr auch spielerisch dauerhaft durch Höhlen geschickt, was die Atmosphäre dunkler und düsterer als noch im Vorgänger macht. Generell hat man die Grafik etwas angeschraubt und hier und da an den Effekten gearbeitet, so dass sich Grotesque Tactics II durchaus sehen lassen kann, auch wenn man es natürlich nicht mit Genre-Spitzenreitern vergleichen kann.Grotesque Tactics indeed
Ihr führt sieben Helden in die Kämpfe und während es im ersten Teil noch eine Menge zu besprechen gab, gibt es in Dungeons & Donuts umso mehr auf die Mütze. Das sollte einen erfreuen, ist aber auf Dauer eher ermüdend, da die Kämpfe wirklich nichts mit Taktik zu tun haben. Sobald ihr in einen Kampf lauft, schaltet das Spiel in den Taktik-Modus und eure Bewegunspunkte begrenzen sich. Dann gilt es alle Helden einzeln zu bewegen und den Gegner in teilweise wirklich langwierigen, wenn auch wenig fordernden, Kämpfen zu bezwingen. Dabei hat jeder Held vier Talente, die ihr aufleveln könnt, auch wenn hier Vorsicht angebracht ist. Trotz eines bitter nötigen Release-Patches ist Dungeons & Donuts nämlich leider absolut verbuggt und mir passierte es so zum Beispiel öfters, dass meine Heilerin mit einem Heilzauber Leben abzog statt dazu gab und so meine eigenen Männer umgemäht hat.
Generell sind die Rollenspielelemente wie eben jene Talente oder auch das Inventar aber sehr rudimentär gehalten und nicht mit dem Namensvater Dungeons & Dragons zu vergleichen. Darüber hinaus fehlt einfach die Menge an guten Dialogen aus dem ersten Teil. Es ist immer noch so, dass die großartig gesprochenen Dialoge in Grotesque Tactics II einen Großteil des Charmes ausmachen und sich wirklich lohnen, aber es ist einfach zu wenig Content für ein Spiel dieser Länge. Das ist ärgerlich, zumal ihr das Spiel in unter 15 Stunden durchbekommen solltet.Neben der Haupthandlung gibt es Genre-typisch allerlei nebenher zu tun. Leider war man hier durchaus unkreativ, so dass ihr die meiste Zeit wie ein dämlicher Laufbursche durch die Gegend rennt und versucht herauszufinden was ihr von wo wem besorgen sollt. Dabei hilft es nicht, dass ihr weder eine Minimap, was skandalös ist, noch ein vernünftiges Journal habt. So beschäftigt ihr euch viel mit hin- und herlaufen, Quests abklappern und eben auf Monster einprügeln. Unsere letzte Arbeitswoche steht kurz vor der Halbzeit, gleichzeitig ist heute aber auch etwas ungemein wichtiges geschehen: Star Wars: The Old Republic hat seine Pforten für Vorbesteller geöffnet und die ersten kleinen Padawane wachsen online zu echten Jedi-Rittern heran. Hoffentlich kommt bald das Muster, damit auch ich endlich loslegen kann – need! Neuer Artikel: – [...]
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