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Geheimakte Tunguska (Wii)
Release: 25. April 2008
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Geheimakte Tunguska (Wii)

Geschrieben von: am 13.4.2008

Geheimakte Tunguska (Wii) Testbericht

Im September 2006 konnte mich ein Game besonders begeistern, obwohl ich dies nicht erwartet hatte. Die Rede ist von Geheimakte Tunguska, welches durch die tolle Geschichte und der guten Praesentation, im Einklang mit logischen Raetseln und einer professionellen Synchronisation einen Award abstauben konnte. Fuer mich ist Geheimakte bis heute eines der besten Adventures, die ich gegamet habe und ich erinnere mich gerne an das Game zurueck. Als dann vor einigen Monaten bekannt wurde, dass es eine Portierung fuer die Nintendo Wii geben wuerde, war ich sehr ueberrascht und habe mich sehr auf das Game gefreut. Nun ist es endlich da und ich konnte mich noch einmal in die Geheimnisse wagen und mit Remote und Nunchuk Nina durch die Gegend laufen lassen. Ob das Game mich nach eineinhalb Jahren stetig noch begeistern kann, erfahrt ihr im Test!


In Geheimakte Tunguska geht es um eine globale Katastrophe, die sich im Jahre 1908 ereignete. Es gab eine riesige Explosion in Sibirien, doch bis heute konnte nicht aufgedeckt werden, was sich genau ereignet hatte. War es ein Meteor? Ein verungluecktes Experiment? Oder der Absturz eines Flugobjekts aus dem All? Zahlreiche Expeditionen ergaben anscheinend keine Ergebnisse. Doch nun, im Jahre 2006 scheint es Machenschaften zu geben, die sich fuer das damalige Ereignis interessieren. Hier beginnt auch direkt euer Einsatz. Ihr gamet die entzueckende Nina Kalenkov, die sich am spaeten Abend mit ihrem Vater verabredet hat. Er ist Professor in einem Museum, indem sich beide treffen wollen. Doch als wir ankommen, ist Ninas Vater nicht da und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Nach und nach erfahren wir, dass der wehrte Professor viele Expeditionen in das fruehe Ungluecksgebiet, die Tunguska Region in Sibirien, unternommen hat, um der Katastrophe auf die Schliche zu kommen. Hat es was mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Wer sind die Gestalten in schwarzen Roben? Fragen ueber Fragen, die sich der Gameer stellt. Und so ist eine Spannung gegeben, die fesselt und motiviert. Das toll inszenierte Intro laesst einen gebannt vor dem heimischen TV sitzen und verfuehrt in die geheimnisvolle Geschichte rund um die Katastrophe. So lernt ihr schnell Max kennen, der euch tatkraeftig unterstuetzt und stetig fuer die huebsche Tochter da ist.
Ein grosses Geheimnis
Raetselkost vom feinsten
Liebe auf Abwegen
In einem guten und typischen Adventure duerfen Raetsel und Knobelgamee nicht fehlen. Und auch hier bekommt der Gameer Unmengen von jenen geboten, um die grauen Zellen wieder zum Leben zu erwecken. Im Gegensatz zu anderen Gameen jener Gattung gestalten sich jene als logisch und nachvollziehbar. So muesst ihr den Hebel eines Wagenhebers betaetigen, der aber festsitzt. Mit einem Sandwich, das ihr in einer Butterbrotdose gefunden habt, schmiert ihr jenen ein und schon laesst sich der Hebel betaetigen. Oder wie kommt ihr an eine Kamera heran, die oben an der Decke im Kuehlhaus befestigt ist? Wie waere es, die Badewanne mit Wasser volllaufen zulassen und zu warten bis jene
zu Eis erstarrt, um dann darauf zu klettern? Einfach herrlich, wie simpel und logisch die Raetsel aufgebaut sind. Leider sind auch wenige Verwirrende vertreten. Wer kommt schon auf die Idee, mit einem Stethoskop eine Regenrinne abzuhoeren? Aber jene kleinen Zwischenfaelle sind die absolute Minderheit und sollten den Gamespass nicht beeintraechtigen. Auch der Schwierigkeitsgrad zeigt sich von einer ausgewogenen und fairen Seite. So sind Raetsel von leicht bis schwer vertreten, die aber jeder meistern kann. Und hier haben sich die Entwickler was Tolles einfallen lassen, falls es doch mal zu schwer sein sollte. Mit einem einfachen Klick auf einem Button werden alle benutzbaren Objekte mit einer Lupe markiert, um hier das Absuchen per Zeiger den Gar auszumachen. So seht ihr von Anfang an, wo man suchen sollte, um im Game voran zu kommen. Dieses hilfreiche Gimmick ist natuerlich optional und beeintraechtigt das Gamegeschehen keineswegs. Ein eventuell auftretender Frustfaktor wird so erst gar nicht aufkommen und somit kann sich der Gameer weiterhin auf die sehr gute Geschichte und dem Game selbst konzentrieren. Eine wirklich einfallsreiche Idee.
Klar muss man heutzutage einige Abstriche bei der Grafik verbuchen. Diese war im Jahre 2006 noch wunderschoen, kann heutzutage auf der Wii aber nicht mehr mit den Groessen auf der Konsole mithalten. Das muss es aber auch nicht, zumal Adventure auch sehr rar gesaet sind, wenn es um Nintendos kleine weisse Kiste geht. Dennoch kann die Grafik stetig noch ueberzeugen, wie es damals der Fall war.Die sehr gut in Szene gesetzten Locations mit ihren lebendigen Geraeuschen wirken sehr realitaetsnah. Dies klappt besonders durch die Detailverliebtheit, die ich weiter oben schon angesprochen habe. Das Abenteuer wird zudem mit einem mitreissenden Soundtrack untermauert, der dem Flair des Games nur zu Gute kommt.
So beginnt eure Reise im schoenen Deutschland, genauer gesagt in Berlin. Direkt hier zeigt sich die mit viel Liebe gestaltete Grafik, die die Schauplaetze aufweisen. Besonders die tollen Details schmuecken so das Gesamtbild aus. Ob umherfliegende Voegel, sich drehende Windraeder, Muecken, die im Dunkeln das Licht suchen oder Staub, der durch alte Zstetig schwebt. Die Areale weisen eine nie da gewesene Realitaet und Stimmung auf, die im Genre seinesgleichen sucht. Doch genug geschwelgt. Wo waren wir stehen geblieben? Genau, nach unserem Berlinaufenthalt geht es weiter in ferne Laender, wie das schoene Russland, das mysterioese Irland, oder Kuba. Sogar eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn wird geboten. Die Reise erstreckt sich regelrecht um den ganzen Globus und weiss mit seiner Vielfaeltigkeit den Gameer zu begeistern. Jeder neue Abschnitt wird mit gekonnten Videos, die sich Filmreif praesentieren, eingeleitet, um so neue Stimmungen zu entfachen. Einfach toll, wie die Entwickler die kleineren Zwischensequenzen programmiert haben.
Besonders die Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten Nina und Max haben die Entwickler gekonnt ins Game integriert. Nach und nach kommen sich beide stetig naeher und empfinden mehr als nur Freundschaft. Ob es hier ein Happy End gibt, wird natuerlich nicht verraten. Aber es sei gesagt, dass die Geschichte mit vielen Ueberraschungen aufwartet, die es in sich haben. Natuerlich gamet ihr Max und Nina, die teilweise an unterschiedlichen Orten operieren. Somit wird die Beziehung beider Seiten noch besser in Szene gesetzt und bringt regelmaessigen frischen Wind ins Gamegeschehen. Weiterhin muss man die Dialoge und damit verbundene deutsche Synchronisation loben. Die professionellen Sprecher wirken sehr authentisch und nachvollziehbar und so faellt es auch leichter, deren Handlungen besser zu verstehen. Selten durfte ich so intelligente und mit Humor gespickte Dialoge verfolgen. Einfach ein toller Genuss fuer Jedermann. Auch Gameplay-technisch wirkt alles durchdacht. Kein Haengenbleiben an irgendwelchen Gegenstaenden. Die Steuerung fuehlt sich punktgenau und direkt an und verringert keineswegs den Gamespass. Auch die nervigen Laufereien haben ein Ende. Wenn ihr ein Gebaeude oder neuen Raum betreten wollt, aber sehr weit entfernt steht, reicht ein Doppelkick und ihr seid sofort beim naechsten Schauplatz. Dies erspart Zeit und hebt die Langeweile auf. Einfach, aber sinnvoll sag ich da nur.
Neuerungen auf der Wii?
Stellt sich am Ende die Frage, ob ausser einer simplen Portierung auch neue Ideen oder Gimmicks ins Game gefunden haben. Zum einen sei gesagt, dass die Steuerung mit WiiMote und Nunchuk sehr gut funktioniert und sich vielleicht sogar einen Tick besser gameen laesst, als es mit der Maus der Fall ist. Hier merkt man, dass sich das Entwicklerteam sehr viel Muehe bei der Umsetzung gegeben hat. Zudem wurde das Game um einen Koop-Modus erweitert, indem man zu zweit die Raetsel loesen kann. So kann der zweite Gameer mit Nunchuk bestimmte Positionen anzeigen, die beim Raetselloesen helfen sollen. Einen richtigen Koop-Modus mit zwei Charakteren, die gleichzeitig durch die Gegenden laufen, gibt es aber nicht. In der Tat muss man leider feststellen, das es an wirklichen Neuerungen mangelt, das mag aber auch daran liegen, dass die Entwickler zu 100% mit dem Nachfolger beschaeftigt sind.



So testen wir!
Der Kommentar
Kommentator
Selten gamee ich ein Game zweimal durch, aber Geheimakte Tunguska konnte mich noch einmal auf Nintendos Wii ueberzeugen und hat mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Trotz weniger Neuerungen und einem eher aufgesetzt wirkenden Mehrgameerpart, kann die Portierung dennoch durch die bekannten Staerken auftrumpfen, auch wenn die Grafik heute nicht mehr ganz so ueberzeugen kann, wie noch vor vielen Monaten auf dem PC. Dennoch muss ich hier eine klare Kaufempfehlung ausprechen, denn Adventure-Fans, die nicht in den Genuss der PC Edition kamen, sollten sich die Konsolenversion definitiv zulegen!
Tops Flops
tolle Geschichte 
professionelle deutsche Synchro
zahlreiche Raetsel
spannende Erzaehlung 
kesse Hauptdarstellerin
Remote-Control sehr gut
kaum Neuerungen
Koop-Part wirkt aufgesetzt
 
 
 
 
Gameetester.com Wertung
Gamespass gut Auszeichnungen
Gameplay sehr gut
Grafik gut
Sound sehr gut
Umfang sehr gut
Multiplayer ausreichend

Gesamt


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