Driver Renegade 3D
Geschrieben von: Adam Smieja am 12.10.2011
Der Nintendo 3DS hat es momentan nicht leicht. Nur wenige Spiele sind wirklich ordentlich oder nutzen den 3D-Effekt wirklich so aus, dass er wirklich einen Mehrwert bietet und nicht nur als nette Dreingabe dient. Nebst der Veröffentlichung des großen Drivers gab es auch eine Version für die Hosentasche, doch irgendwie scheint die Mission „Hosentaschenmarkt sichern“ gehörig vor die Wand gefahren worden zu sein. Und dabei handelt es sich hierbei nicht um eine Portierung, sondern um einen eigenständigen Titel! Warum man den Wagen hier aber gehörig abgewürgt hat, erfahrt ihr in diesem Test!Wirklich viel gemeinsam haben die beiden Spiele (Driver: San Francisco und Renegade 3D) nicht, denn der 3DS-Titel wurde von Grund auf für den Handheld entwickelt, bietet eine eigene Story (abseits vom allgemein bekannten Helden Tanner) und ein eigenes Gameplay.
Mit 180 vor die Wand
Ich war nun wirklich sehr erschrocken als ich den Titel nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit zur Seite legte und resümierte, was dabei herumgekommen ist: Nichts. Kein Mehrspieler-Modus, nur zwei Modi, die sich im Prinzip recht stark vom Prinzip her ähneln und eine Story, die sinnloser nicht sein könnte. Der Abenteuermodus versucht euch eine Geschichte zu erzählen, die ungefähr eine Stunde lang anhält und dessen Aufgaben sich sogar innerhalb dieser sechzig Minuten wiederholen. Ja, es ist tatsächlich so übel monoton. Ihr wollt wissen, worum es geht? Nunja. Tanner trifft auf einen neuen Arbeitgeber, der ihn fürs Aufspüren von Verbrechern bezahlt. Währenddessen legt ihr einen Massagesalon in Schutt und Asche (dort gab es wenigstens happy ends!), rettet im Handumdrehen eine Prostituierte und schlaft als Belohnung ´ne Runde mit ihr. Perfekt!
Okay, okay. Nun interessiert euch sicherlich, warum der Titel nach nicht einmal 60 Minuten alle Gameplay-Elemente ausgespielt hat. Es gibt nur drei. Entweder eine Mission erfordert von euch, einen potenziellen Verbrecher zu jagen oder aber ihr müsst so schnell wie möglich eine Strecke von A nach B düsen. Ganz großes Kino (Achtung, Ironie!) wird geboten, wenn es darum geht, diverse Objekte in die Luft zu jagen. Hört sich vielleicht spannend an, ist es jedoch absolut nicht, denn atypisch für die Reihe gibt sich der Titel fast schon friedlich. Die Action kommt definitiv zu kurz, auch wenn so manche Karren sofort in die Luft gehen, wenn sie ein Objekt sanft streifen. Oh! Und ganz raffiniert ist übrigens, dass ihr in einen „Rage-Modus“ gelangen könnt, indem ihr coole Drifts, Stunts und Zerstörungsorgien hinlegt. Was euch das bringt? Innerhalb dieser Rage seid ihr schneller und stärker – schade nur, dass der Schwierigkeitsgrad ohnehin sehr niedrig angesetzt ist und ihr auch gut ohne diesen „Bonus“ auskommt.
Der Titel versagt leider nicht nur spielerisch, sondern auch optisch wie auch akustisch auf ganzer Linie. Selbst wenn es sich hierbei um einen üblichen Nintendo DS-Titel handeln würde, könnte ich die Grafik nicht anders als „ausreichend“ benoten, denn mehr ist es nicht. Es sieht einfach schwach aus. Der ganz nette 3D-Effekt hilft hierbei gar nicht, um das Gesamtbild irgendwie aufzuwerten, zumal es – wie immer – ein verspieltes Element der Entwickler ist und sich nicht sinnvoll ins Spiel integriert hat. Akustisch wird eine miserable Sprachausgabe präsentiert, die in „Halt die Fresse“ und „Schlampe/Nutte/bitte irgendeine Umschreibung für Prostituierte einfügen“ endet. Manchmal musste ich aus Scham die Hand vors Gesicht schlagen. Es ist einfach nur peinlich.
Driver Renegade 3D Test online!
Der Nintendo 3DS hat es momentan nicht leicht. Nur wenige Spiele sind wirklich ordentlich oder nutzen den 3D-Effekt wirklich so aus, dass er wirklich einen Mehrwert bietet und nicht nur als nette Dreingabe dient. Nebst der Veröffentlichung des großen Drivers gab es auch eine Version für die Hosentasche, doch irgendwie scheint die Mission „Hosentaschenmarkt sichern“ [...]
... Weiterlesen
Loading ...