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Bad Day L.A.
Release: erschienen
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Bad Day L.A.

Geschrieben von: am 31.8.2006

Bad Day L.A. Testbericht

Der Arbeits- und Obdachlose (Anti-)Held des Games, namentlich Anthony Williams, wird in das totale Chaos befoerdert und muss irgendwie lebend herauskommen. Nun, hoert sich noch nicht spannend an? Wartet ab, denn Bad Day L.A.  verspricht so einiges und kann viel halten. Es erwartet euch eine ziemlich sarkastische Art von Humor, die teilweise richtig gezielt gegen die Vereinigten Staaten von Amerika geht, insbesondere auf die Chefetage des Landes. Mehr dazu aber im Test zum Game - viel Spass!

Auf euren Missionen, die ihr wahlweise frei bestimmen koennt, verschlaegt es euch auf den Highway, in die Innenstadt und andere abgefahrene Orte, die vollkommen zerstoert sind. Dabei gilt es stetig einige Leute zu retten, mal sind sie schon verseucht, mal muesst ihr sie einfach aus Gefahrensituationen retten (ein Mensch in einem lustigen Kostuem wird von verseuchten Koetern belaestigt). Die Missionsvielfalt ist immens (nur zum Ende hin leider nicht mehr so wirklich), denn jeder Ort hat seine eigenen Ziele und Aufgaben, die bestanden werden muessen. Ausserdem gibt es nicht nur die gewohnte 3rd-Person-Ballerei, sondern auch einige Abschnitte, in denen man in gewohnt brachialer Ego-Shooter-Manier an einem MG sitzt und damit nur so vor sich hinballert. Anfangs sind es Terroristen, zum Ende hin stetig mehr Zombies, weil die Regierung es nicht gebacken bekommt, die Pest zu beseitigen.
Das Intro von Bad Day L.A. laesst schon eines vermuten: Dieses Game nimmt sich nicht nur selbst auf die Schippe, sondern auch die gesamte amerikanische Regierung. Schwarzer Humor, der ziemlich spassige Antiheld und das absolute Ausnahmeszenario liefern viel Zuendstoff fuer ein lustiges und amuesantes Game, genau das erwartet den Gameer auch, abgesehen von der Grafik, aber dazu spaeter mehr. Worum geht es in Bad Day L.A.? Ganz einfach gesagt: Versucht lebend aus dem Schlamassel herauszukommen, ein anderes Ziel gibt es eigentlich nicht. Terroristen haben darum ein Flugzeug mit Giftgasen abstuerzen lassen (in eine Bruecke auf einem Highway zu Zeiten, wo die Strassen voll waren), worauf hin sich viele Menschen in blutruenstige Zombies verwandelt haben. Als waere das nicht schon genug, gibt es noch Erdbeben, Metoriteneinschlaege und weitere Katastrophen. Was macht die Regierung? Nichts! Und gerade jenen Aspekt greift das Game mit ganz boesem Humor auf.

Der Retter in Not?!

Ist es eigentlich bittere Ironie, dass der von der Gesellschaft abgestossene Anthony nun den Helden gameen muss? Man weiss es nicht, wobei das Game wirklich genau darauf abzielt, denn jene Ironie wird stetig deutlich, vor allem im Intro, wo der gute Mann nur so beleidigt wird, aber hernach alle seine Hilfe brauchen. Nun aber genug um die Geschichte geredet, kommen wir lieber zum Gameplay. Gegamet wird aus der 3rd-Person-Ansicht und erlebt werden rund zehn leider recht kurze Levels. Die Gamezeit des Action-Adventures betraegt demnach auch nur schlappe 7 bis maximal 12 Gamestunden. An sich ist jene Laenge fuer ein Game aus der heutigen Zeit sicherlich ganz gut, aber gerade bei jener bitterboesen Ironie haette die eine Gamestunde oder mehr sicherlich nicht geschadet.
Interaktive Umgebung

Ein ganz besonderes Schmankerl von 'Bad Day L.A.' duerfte die sehr interaktive Umgebung sein, denn ihr koennt zahllose Gegenstaende benutzen, um die Zombies zu toeten oder die befallenen Menschen wieder zu heilen. Allzeit bereit ist dabei der Feuerloescher, den ihr stetig dabei haben werdet. Gegamet wird wie stetig mit WASD und mit der linken Maustaste feuert ihr das Geschoss ab bzw. schlagt zu. Wenn ihr also den Feuerloescher auf den Zombie richtet, wird er sich schon nach kurzer Zeit in einen normalen Menschen verwandeln (wer haette gedacht, dass Feuerloescher eine solch heilende Faehigkeit besitzen?!). Neben dem Feuerloescher werden euch aber noch viele andere Gegenstaende in die Finger kommen, da stellen Holzbretter und Stahlrohre eher die harmlosen 'Waffen' dar. Es gibt sogar stellenweise dicke Shotguns und Maschinengewehre, wobei die Munition doch sehr stark begrenzt ist, wodurch man sich den Einsatz jener Waffen gut ueberlegen sollte. Ausserdem ist es viel lustiger mit so einem armselig aussehenden Feuerloescher durch die Gegend zu laufen und die Menschen damit zu nerven, wobei man damit nicht uebertreiben sollte, denn das kann boese enden.

Damit kommen wir zum naechsten Keyfeature des Games, denn eure Aktionen haben Einfluss auf die Stimmung innerhalb der Stadt. Ausserdem bestimmen eure Handlungen die Sympathien zum Gameer, denn Gameer, die andere Menschen einfach so, ohne jeglichen Grund angreifen, werden von allen Menschen angegriffen. Das laesst sich an der Anzeige oben rechts im Game ablesen. Zwei negative Smileys geben euch an, dass ihr unbedingt wieder gute Taten vollbringen solltet, ansonsten wird sich eure Lebensanzeige sehr schnell gegen 0 bewegen. Gute Taten sind: Menschen aus Notlagen befreien, Zombies wieder in Menschen zu verwandeln (da kommt wieder der beruechtigte Feuerloescher zum Einsatz) oder die Zombies kurzerhand einfach zu toeten. Sobald ihr darum wieder zwei gruene, sprich positive Smileys habt, werden euch die Menschen sehr gern haben und eigentlich so gut wie stetig in Ruhe lassen.

Die KI der Menschen sollte man vielleicht nicht gerade missachten, denn an sich wurde hier eine recht passable Leistung gebracht. Die Menschen laufen wie wild herum, wenn mehrere Zombies auf sie zukommen oder versuchen jene mit allen Mitteln zu toeten. Auch ihr Verhalten ist damit recht gut erklaert, denn sie reagieren ziemlich gut ordentlich die einzelnen Situationen, in denen sie sich befinden. Nur gelegentlich ist es nicht ganz nachvollziehbar, warum man angegriffen wird, obwohl die Anzeige angibt, dass alles in Ordnung ist.

Leider aber hat das Game ein kleines Problem: Es muss mit einigen Bugs und Abstuerzen leben, die nicht gerade sehr toll sind. Gelegentlich bleibt das Game haengen, eine Mission liess sich leider gar nicht erst starten und das eine oder andere mal hat sich mein PC aufgehangen, was sonst gar nicht passiert (kann auch nicht, siehe Testrechner). Ausserdem wiederholen sich die Missionen zum Gameende ein wenig sehr stark, wodurch das Erlebnis zum Ende hin leider ebenfalls ziemlich abflacht.

Alt oder einfach nur Stil?
Grafisch kann man sich wirklich streiten. Einerseits ist selbst die Comic-Grafik nicht mehr auf der Hoehe der Zeit, andererseits wird gerade dadurch eine Atmosphaere geschaffen, die gerade dazu praedestiniert ist, um irgendwen oder irgendwas auf die Schippe zu nehmen. Dass das dem Game auch wirklich gelingt, ist in meiner Einleitung und der Geschichtebeschreibung zu entnehmen. Rein von den Effekten her wird dem Gameer aber leider nicht wirklich viel geboten, wodurch Abzuege in der B-Note erfolgen, leider.

Der Sound hingegen stellt eines der Highlights dar, denn der Synchronsprecher macht eine wirklich sehr gute Sache und bleibt konstant gut. Die Witze haben den typischen, amerikanischen Stil, den man sich bei so einem Anti-Helden und Anti-Amerikaner vorstellt. Des Weiteren machen auch die Hintergrundsongs eine leicht, sagen wir, lustige Stimmung aus, die den ironischen Teil des Games deutlich unterstreicht. Hier wurde eine tadellose Arbeit geleistet!

Kommentar (AS) :

Schade, schade! So knapp am Award vorbei. Woran liegt`s? Nun, da das Game zum Ende hin rein geschichtetechnisch stetig lustiger wird, waere ein Award fast drin gewesen, aber gerade weil Bad Day L.A. zum Ende hin gameerisch stetig mehr abflacht, mussten Abzuege im Gamespass und Gameplay hinzukommen, die die Wertung dann leider schlussendlich unterhalb der 85%-Marke haben fallen lassen. Wer sich Bad Day L.A. dennoch kaufen moechte, der kann das gerne tun, denn hier bekommt man neben einem anfangs sehr grossen Arsenal an Missionen und Spass auch eine ordentliche Portion Humor geboten, die derzeit wirklich nur schwer getoppt werden kann. Solltet ihr euch noch nicht einig sein, koennt ihr das Game anschauen, einen Blick ist es definitiv wert. In jenem Sinne: Shit happens!

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Kommentar

- 1,4 Ghz - GeForce 3 o.b. - 256 MB RAM - Win 98/2000/ME/XP - 2GB HDD

Tops

  • - Netter Sound
  • - Anfangs sehr facettenreich...
  • - Lustige Story mit Anspielungen gegen die Regierung Bush
  • - Viele Waffen
  • - Skurriles Gameplay im Allgemeinen

Flops

  • - Grafisch nicht ganz auf Höhe der Zeit
  • - ... zum Ende hin flacht es leider ab
  • - Bugs, Abstürze
  • - Zu kurzes Spielerlebnis

Bewertung

Grafik  78
 Punkte
Sound  88
 Punkte
Gameplay  86
 Punkte
Spielspaß  84 Punkte

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