Assassin’s Creed: Revelations
Wie wir alle bereits wissen, hat Desmond am Ende von Brotherhood die hübsche Lucy erstochen – doch er selbst hatte keine Kontrolle über sein Tun. Wer wirklich dafür verantwortlich ist, wird natürlich geklärt und Lucys Opfer sollte nicht vergebens sein. Revelations sorgt schon in den ersten Spielminuten für ein wahres Finale-Feeling. Desmond verfällt indes in ein Koma, wacht auf einer geheimnisvollen Insel innerhalb des Animus auf, wo sich auch Subjekt 16 befindet. Es ist nun an der Zeit, die letzten Mysterien seiner Vorfahren Ezio und Altaïr aufzudecken. Sehr amüsant fand ich den Einfall der Entwickler, im Prinzip Desmond zu spielen, der wiederum Ezio spielt, welcher jedoch dann Altaïr spielt – hat was von Inception (ein toller Film, so nebenbei bemerkt). Die Aufgabe des inzwischen merklich gelaterten Ezios ist es, die fünf Schlüssel zur geheimen Bibliothek in Masayaf finden. Mehr wird jedoch nicht verraten, denn die Story ist in der Tat sehr gut.Neu ist übrigens, dass die Präsentation der Erinnerungen anders abläuft als sonst. Ihr schlüpft in eine Egosicht und müsst innerhalb einer sterilen Animus-Zwischenwelt aus Toren, Blöcken und Schaltern einige Rätsel lösen. Das Ziel dabei ist es, das Tor zu erreichen und hierbei bedarf es Denkens in einem recht abstrakten Raum sowie eines guten Orientierungssinns. Diese kleine Anekdote an Minecraft (daran hat es mich zumindest oftmals erinnert) gefällt vor allem durch die Storyfetzen, die euch Desmond indes verrät.
Neue Spielzeuge für Assassinen
Spielerisch gibt es im Prinzip keine großen Unterschiede zum Vorgänger – das ist auch gar nicht weiter ärgerlich oder gar schade, denn schon Brotherhood lief wirklich sehr gut. Nichtsdestoweniger hat es nun die Weiterentwicklung der Handschuh-Erweiterung als festes Bestandteil ins Spiel geschafft: Die Rede ist von der Hakenklinge. Mit diesem lustigen Gerät werden die Klettereinlagen um eine ganze Ecke angenehmer und vor allem flüssiger, doch auch die Kämpfe laufen geschmeidiger ab. Natürlich lässt sich das Teil auch gegen die zahlreichen Gegner verwenden, um etwa über sie zu rollen und danach den schutzlosen Rücken anzugreifen. Alternativ könnt ihr auf der Flucht diverse Gerüste einreißen, um so Hindernisse für die Verfolger zu schaffen – aufhalten dürfte das gut 90 Prozent aller Gegner, die richtigen Templer bleiben dennoch am Ball.Apropos Kampfsystem: Hier hat sich selbstverfreilich nicht allzu viel geändert. Nach wie vor ist gekonntes Timing für einen Konter der Schlüssel zum Sieg. Ebenso lassen sich viele Auseinandersetzungen ganz einfach umgehen und jeder Feind geschmeidig einzeln meucheln. Im Übrigen verfügt ihr nach einiger Spielzeit über diverse Bomben. Nebst der klassischen Bombe gibt es nun auch Giftbomben, die verschiedene Wirkungen auf eure Feinde besitzen. Am spaßigsten finde ich jedoch die Blutbombe, die nach Einschlag Blut verspritzt und die Gegner kurzfristig verwirrt, da diese nach Wunden am Körper suchen. Rauchbomben oder Kracher zum Abhauen bzw. Anlocken dürfen im Sortiment des klugen Assassinen natürlich nicht fehlen. Diese kleinen kugeligen Freunde kauft ihr euch übrigens entweder beim Händler oder plündert die getöteten Feinde nach einigen Ingredienzen und fertigt die Bomben dann selber an.

Defend my tower!
In Assassin’s Creed: Brotherhood konntet ihr bekanntlich schon die Borgia-Türme erobern und hernach renovieren, sodass ein gutes Einkommen für euch dabei herumgekommen ist. Es galt, den jeweiligen Hauptmann zu identifizieren, auszuschalten, ein Feuer in einem Turm zu entfachen und ein klein wenig zu warten. Euer etwas verbesserter Adlersinn hilft euch nun dabei, die Hauptmänner besser aufzuspüren. Dieser offenbart nämlich nicht nur Feinde und besondere Stellen in der Spielumgebung, sondern auch Fußspuren. Leider aber gibt es einige Hauptmänner, die euch wahnsinnig schnell identifizieren und sofort flüchten – und das kostet letztlich wirklich viel Zeit, denn deren Rückkehr findet erst am nächsten Tag statt und das dauert.
Wirklich absolut neu ist hingegen der Tower Defense-ähnliche Modus, der einsetzt, sobald eine eurer Hochburgen von Templern angegriffen werden und ihr zur Hilfe eilt. Hier steht ihr dann auf einem fixen Punkt hoch über dem eigentlichen Geschehen und könnt über Moral-Punkte Barrikaden errichten oder verschiedene Einheiten-Typen wie Armbrustschützen oder Assassinen-Leutnants auf den Dächern platzieren. Erledigen diese Einheiten dann fleissig Gegner, hagelt es wiederum neue Moral-Punkte, mit denen ihr weitere Truppen kaufen könnt, um die immer stärker werdenden Gegner in der langen Gasse vor eurem Fort zu stoppen. Diese klopfen nicht nur mit ein paar leichten Rittern an der Tür, sondern warten später sogar mit einem mächtigen Rammbock auf, der wirklich viel einstecken kann und eure höchste Aufmerksamkeit verdient. Zwar wirkt dieses Tower Defense-Feature ein klein wenig aufgesetzt, insgesamt bietet das Aufrüsten und Verteidigen der eigenen Assassinen-Unterkünfte dann aber doch eine ganz nette Abwechslung zum bisherigen Gameplay.Übrigens: Da ihr nun schließlich der Anführer des Assassinen-Orden seid, dürft ihr natürlich auch wieder neue Rekruten anwerben, wobei das System hier nochmal etwas ausgebaut wurde. So könnt ihr eure Anwärter natürlich immer noch auf verschiedene Missionen schicken oder sie im Zweifelsfall kurz zur Hilfe rufen, es gibt aber auch spezielle Missionen, sobald einer eurer Recken Level 10 erreicht und der Weg zum Meister-Assassinen offensteht.
Konstantinopel – der Star des Spiels
Eigentlich mag ich ja das gesamte Drumherum um Assassin’s Creed. Ich mochte auch das alte Rom oder die vielen anderen Gebiete der Vorgänger, doch sie alle hatten immer nur ein einziges Thema. Bei Konstantinopel ist das aber ganz anders, denn hier erwarten euch europäische, orientalische wie auch asiatische Einflüsse, die für extrem viele spannende Schauplätze sorgen. Jede Ecke bietet so viele Sachen zu entdecken (weniger auf das Gameplay bezogen als viel mehr auf die Architektur des Spiels), dass ich als jemand, der sich um die Atmosphäre und Glaubwürdigkeit des Spiels sorgt, echt überrascht war ob der Genauigkeit, mit der die Entwickler an die Sache herangegangen sind. Alleine dieser Fakt lässt alle Vorgänger sehr blass aussehen.Grafisch hingegen hat sich aber nicht viel getan – es werden euch dieselben Textur-Strukturen, Animationen und Kamerafahrten wie in Brotherhood erwarten, wobei letztere immer noch für einige Übersichtsprobleme sorgen und Tearing zudem dafür sorgt, dass das Gesamtbild hin und wieder leidet. Nichtsdestoweniger vermag das Spiel auf einem sehr hohen Level optisch sehr gut zu gefallen. Beim Sound gibt es überdies nicht zu klagen, die deutschen Sprecher machen einen fantastischen Job. Die musikalische Untermalung des Spiels ist gewohnt großartig.
Mehrspieler für mehr Spieler!
Wenn ihr einen Tapetenwechsel brauchen solltet und nicht mehr nur Ezio spielen möchtet, kann ich euch den sehr guten und verbesserten Mehrspieler-Modus ans Herz legen. Das altbekannte Deathmatch wurde etwas umgemodelt und hat nun kein Radar mehr, das euch die Position des Ziels verrät, dafür aber taucht ein Portrait-Bild des Opfers auf, sobald ihr euch in seiner Nähe befindet. Originell ist das natürlich nicht, dafür aber gib es den „Artifact Assault“-Modus, der eine sehr coole Neuinterpretation des Capture-the-Flag-Modus ist. Und das Allerbeste an der ganzen Geschichte ist: Es wurde eine kleine Story rund um den Mehrspieler-Modus gestrickt, die zwar zum Verständnis des Hautspiels nicht wirklich imminent wichtige Details offenbart, das Assassin’s Creed-Universum jedoch ganz gut erweitert. Allem Anschein nach dürfen wir uns schon recht früh im neuen Jahr über neue Mehrspieler-Karten für Assassin’s Creed: Revelations freuen, denn der US-Händler Gamestop listet nun das “Mediterranean Traveler Map Pack”, das am 24. Janur 2012 erscheinen und rund 10 US-Dollar (möglicher Platzhalter-Preis) kosten soll. Eine offizielle Ankündigung durch Ubisoft steht noch aus, allerdings munkelt [...]
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Alleine der Name von Assassin’s Creed: Revelations verspricht schon alle Geheimnisse und Fragen, die sämtliche Vorgänger aufgeworfen haben, zu lüften. Und tatsächlich schaffen es die Entwickler bei Ubisoft, einen sehr guten, wenn nicht gar grandiosen Abschluss der Reihe zu finden, dessen Ende extrem gut und vor allem fulminant zum Tragen kommt, dabei alle Baustellen beendet [...]
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Schon kurz nach dem Release von Assassin’s Creed: Revelations kündigte Ubisoft nun das erste Download-Paket an, das den Mehrspieler-Modus des Spiels um einige zusätzliche Charaktere erweitern soll. So wird “Das Charakterpaket – Die Vorfahren” am 13. Dezember zum Preis von 320 MS Points bzw. 3,99€ via Xbox Live und PSN erscheinen. Das Paket bietet viet [...]
... WeiterlesenAssassin’s Creed: Revelations – Vorschau online!
Schon auf der diesjährigen gamescom konnten wir der Präsentation zu Assassin’s Creed: Revelations beiwohnen und waren durchaus begeistert von Ezio’s letztem Abenteuer – nun hatten wir einige Wochen später endlich mal selber die Gelegenheit, in seine mittlerweile doch etwas ältere Haut zu schlüpfen und uns davon zu überzeugen, dass der charmante Frauenheld aus den Vorgängern [...]
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