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Eure Wertung:
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7.0

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Assassin’s Creed: Bloodlines
Release: bereits erschienen
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Assassin’s Creed: Bloodlines

Geschrieben von: am 08.12.2009
Assassin's Creed 2 sackte bei uns satte 91% ab. Dank der grandiosen Atmosphäre und dem tollen Gameplay überzeugte Ezios Abenteuer in allen Belangen. Und auch auf dem Handheld wird fröhlich gemeuchelt. Bei der PSP-Portierung wird die Geschichte von Altaïr weiter erzählt. Der Held aus dem ersten Teil bekommt also eine Fortsetzung spendiert. Doch kann das Gefühl der absoluten Freiheit und die knisternde Spannung auch auf einen kleinen Bildschirm passend transportiert werden?

Auch in Zypern ist der verräterische Templerorden vertreten. Wie eine Heuschreckenplage haben sie sich im ganzen Land ausgebreitet. Ihr Ziel ist der mysteriöse Eden-Apfel. Ein altes Artefakt, welches die Gedankenmanipulation ermöglichen soll. Auch Altair weiß von diesem mächtigen Schatz bescheid, er reist schnellen Weges nach Zypern, um dem Templer Orden zuvor zu kommen. Während Assassin`s Creed 2 mit einer spannenden Story aufgekommen ist, enttäuscht Bloodlines mit einer lustlos erzählten Geschichte, die es nur in den seltensten Fällen schafft, den Spieler wirklich zu packen. Das liegt zum einen an den blassen Charakteren und zum anderen an den schwachen Cut-Scenes, welche mit einer durchwachsenden Synchronisation ausgestattet sind.

Der Alltag eines Assassinen

Vom eigentlichen Spielprinzip hat sich nichts Grundlegendes verändert. Euer Hauptziel ist noch immer, vorgegebene Ziele mit einer tödlichen Präzision zu beseitigen. Dabei könnt ihr mit einer spielenden Leichtigkeit über die Dächer gleiten und mit den verschiedensten Waffen herumhantieren. Doch da hätten wir leider auch gleich das erste Problem, denn Assassin`s Creed: Bloodlines ist viel zu einfach. Bei den kaum fordernden Sprungpassagen reicht es in der Regel zwei Tasten gleichzeitig zu drücken und den „Analognippel“ in die gewünschte Richtung zu bewegen. Durch diese Automatisierung kommt nur in den seltensten Fällen ein wirklich spannendes Spielerlebnis zu Stande. Ein ähnliches Problem haben die Schwertkämpfe. Diese mögen vielleicht eine Spur anspruchsvoller sein, doch nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wird bald klar, dass man mit einer gut platzierten Konterattacke jedem Feind gewachsen ist. Einfach nur im passenden Moment blocken und euer Gegner liegt schon am Boden. Das sieht alles verdammt cool aus, doch wirklich in die Substanz geht es dabei nie. Da ist es auch nicht wirklich förderlich, dass der Spieleablauf immer einem monotonen Muster folgt. Erkundige die Stadt, finde deinen Kontaktmann, beseitige deine Opfer. Mit seinen knappen 6 Stunden Spielzeit ist Bloodlines auch deutlich zu kurz geraten. Das mag sich jetzt durchaus vernichtend anhören und die angeführten Kritikpunkte sägen deutlich an der Prozentleiste, doch dank des flüssigen Spielablaufs, und den tollen Bewegungsanimationen macht das Spiel auch verdamm viel Spaß. Altaïr gleitet wunderbar grazil durch die Städte und das wunderschöne Todesballet mag spielerisch vielleicht nicht die absolute Wucht sein, doch in sich stimmig ist es alle Mal. Ebenfalls ist es toll, dass man im Laufe des Spiels seine Fähigkeiten und Waffen mit dem erworbenen Geld upgraden kann.

Das zweischneidige Schwert

 

Die Präsentation von Bloodlines ist im Großen und Ganzen durchaus gelungen. Die bereits erwähnten Animationen sind eine wahrer Hochgenuss und die Kulisse trumpft mit einer ordentlichen Architektur auf. Ebenfalls überzeugt die starke Weitsicht. Leider wirkt die Stadt ein bisschen karge und verlassen, was zur Folge hat, dass nur in den seltensten Fällen eine fesselnde Atmosphäre aufkommt. Zudem kommt hinzu, dass sich ein störender Nebel über das ganze Areal legt, der die vorhandene Weitsicht ein bisschen trübt. Wegen der Ladekapazität der UMD ist die Welt auch in mehrerer Areale unterteilt, was zur Folge hat, dass störende Ladezeiten den Spieler zu oft aus dem Game herausreißen. Zu guter Letzt rüttelt die störrische Kamera gekonnt am Nervenkostüm. Zwar kann man diese mit dem L-Button passend justieren, doch leider schwirrt sie zu oft unkontrolliert herum, was speziell bei den paar heiklen Sprungpassagen für gehörigen Frust sorgt.

 

 

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Kommentar

Keine Frage, Assassin`s Creed: Bloodlines kann verdammt viel Spaß machen. Das fesselnde Konzept des agilen Assassinen hat auch heute nicht viel von seiner Faszination eingebüßt. Doch leider machen sich auf der PSP die ersten Abnutzungserscheinungen breit. Die Kämpfe und die Sprungpassagen sind viel zu einfach ausgefallen und wegen den grafischen Einschränkungen kommt nicht immer eine passende Atmosphäre auf. Denn so flüssig die Bewegungsanimationen auch sein mögen, so anspruchslos fällt das neueste Abenteuer von Altaïr aus. Somit ist das Spiel für Fans der Serie auf jeden Fall empfehlenswert, für Action Adventure-Veteranen gibt es aber weit aus anspruchsvollerer Alternativen.


Tops

  • Tolle Bewegungsanimationen
  • Noch immer unverbrauchtes Spielprinzip
  • Ordentliche Weitsicht
  • Waffenupgrade

Flops

  • Schwache Sprungpassagen
  • Kaum fordernde Kämpfe
  • Bockige Kamera
  • Nebel

Bewertung

Grafik  11
 Punkte
Sound  10
 Punkte
Gameplay  10
 Punkte
Steuerung  10 Punkte

Gesamtwertung

70 Prozent

Spiel der Woche


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