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Age of Conan: Hyborian Adventures
Release: bereits erschienen
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Age of Conan: Hyborian Adventures

Geschrieben von: am 04.6.2008

Age of Conan: Hyborian Adventures Testbericht

Ein rekordverdaechtiger Beta-Test, eine ausverkaufte Collector`s Edition und ueber 400.000 Gameer innerhalb der ersten paar Tage - Funcom ist mit seinem MMORPG Age of Conan: Hyborian Adventures ein echter Blitzstart gelungen. Kann Conan den Krieg gegen den derzeitigen Koenig des Genres, World of Warcraft, gewinnen und ihn vom Thron stuerzen? Die Antwort lest ihr im Test!
So innovativ und ungewohnt das Kampfsystem auch ist, nach kurzer Zeit sollte es eigentlich jeder einigermassen beherrschen. Leider begleitet euch das Game dabei nicht wie in einem herkoemmlichen Tutorial, sondern laesst sich nur eine vage Erklaerung per Textfeld entlocken. Spaeter kommen noch Kombos dazu, bei denen ihr die oben erwaehnten Schlagrichtungs-Tasten in der richtigen Reihenfolge druecken muesst.

Age of Conan: Hyborian Adventures Screenshots

Nach ein paar Metern hoeren wir einen lauten Schrei und finden kurz darauf eine angekettete Dame, die von den Entwicklern ganz nach dem Motto 'Less is more' nur spaerlich eingekleidet worden ist. Fast wie im Maerchen retten wir die - sicherlich nicht mehr jungfraeuliche - Schoenheit, schliesslich hat sie uns ja auch eine angenehme Belohnung versprochen, falls wir sie in die Stadt geleiten.

Waehle, Sklave!
Age of Conan: Hyborian Adventures (AoC) basiert auf der Romanvorlage des amerikanischen Autors Robert E. Howard, der in den 30er Jahren die Figur Conan und die Fantasy-Welt Hyboria erschuf. Seitdem tauchte der Barbar in zahlreichen Werken, wie zum Beigame 'Conan der Barbar' mit Arnold Schwarzenegger, auf und viel Blut versickerte im Boden Hyborias. Nun ist er wieder da und sitzt im Intro von Funcoms neuem Online-Rollengame in seinem wohlverdienten Thron.
Wir haben uns fuer die Cstetigier entschieden und ganz getreu der Vorlage einen blutruenstigen Barbaren erstellt. Bevor das Game jedoch wirklich losging, konnten wir noch zahlreiche Einstellungen vornehmen und unseren Helden nach unserem Wunsch formen. Wer keine Lust hat, sich um Eigenschaften wie 'Kinnlaenge', 'Koerperbemalung', 'Mundhoehe' und 'Augenwinkel' zu kuemmern, kann sich auch per Zufallsgenerator einen Helden erstellen. Gleich zu Beginn springt ihr dem Tod von der Schippe und werdet als einziger Ueberlebender an den Strand gespuelt. Euer Schif liegt auf dem Grund des Meeres, zusammen mit allen Hinweisen auf eure fruehere Identitaet. Waehrend ihr in Blizzards World of Warcraft jetzt in einem Haufen voller Neuanfaenger stehen wuerdet, seid ihr hier auf euch allein gestellt. Nichtmal ein Volleyball leistet euch Gesellschaft, dafuer aber ein Fremder, der uns aufhilft und uns unseren ersten Auftrag erteilt - wir sollen in die Piratenstadt Tortage (Tortuga laesst gruessen) und unseren Sklavenmeister toeten, der anscheinend auch ueberlebt hat.

Age of Conan: Hyborian Adventures Screenshots

Das wilde Nachtleben von Hyboria
Nachdem wir unseren ehemaligen Sklavenmeister irgendwo im Dschungel vor Tortage in die ewigen Jagdgruende geschickt, unsere Sklavenfesseln beseitigt und den Torwaechter ueberzeugt haben, duerfen wir dann auch endlich hinein. Hier aendert sich das Gameprinzip nochmal ein bisschen und Single- und Multiplayermodus greifen ineinander. So koennt ihr in Tortage tagsueber die ueblichen Nebenquests erfuellen und werdet dabei auch anderen Mitgameern begegnen, waehrend ihr nachtsueber im Alleingang die Hauptquest verfolgt. Wer jetzt denkt, dass man die Hauptgeschichte nur allein erleben darf, sei hiermit beruhigt. Nach Tortage erlebt ihr wirklich ein Massivly Multiplayer Online Role-Playing Game, das durch instanzierte Zonen die Performance im gruenen Bereich behaelt. Wo ich gerade die Quests erwaehne: Wow! Klar, es sind stetignoch Aufgaben wie 'Toete 100 Piraten' oder 'Sammle 5 Kisten', doch AoC hat hier zwei Pluspunkte. Zum einen sind alle Quests im Startgebiet (Tortage und Umgebung) von durchaus guten Sprechern vertont, zum anderen steckt hinter jeder noch so simplen Botenmission eine kleine Geschichte, die sich durch haeufige Folgeauftraege fortsetzt. Leider faellt die gute Sprachausgabe ungefaehr bei Level 20, wenn man Tortage verlaesst, weg und ist nur noch bei der Hauptmission vorhanden, doch stetighin gibt es sie durchgaengig 20 Level lang.

Vom Sklaven zum Stadthalter
Doch wo sind die anderen? Die gibt es nicht. Euer erstes kleines Abenteuer muesst ihr darum im Singleplayer-Modus bestreiten und koennt euch so, ganz in Ruhe, an die Steuerung gewoehnen. Zwar muesst ihr nach wie vor mit WASD einen Fuss vor der anderen setzen, doch gerade das Kampfsystem unterscheidet sich stark von anderen Genrevertretern. Am Anfang habt ihr nur 3 verfuegbare Buttons, mit denen ihr entweder von links, oben oder von rechts zuschlagt. Die Wahl ist wichtig, denn eure Gegner sind, wie ihr auch, an verschiedenen Stellen mehr oder weniger gut geschuetzt (dargestellt durch gelbe Symbole). Schlagt ihr also staendig von links zu, kann es gut sein, dass euer Gegner seine Verteidigung dementsprechend veraendert, sodass ihr nur noch wenig Schaden verursacht. Dafuer offenbart er dann aber wiederum eine neue Schwachstelle, die ihr ausnutzen muesst.

Hier wird auch gleich klar, dass AoC nichts fuer Kinder ist und seinen USK-18-Stempel zurecht erhalten hat. So ein Arm sitzt aber auch verdammt locker am Koerper, vom Kopf ganz zu schweigen... Nach dem schoenen Intro, folgt, wie ueblich, die Charaktererstellung, die auf einem Sklavenschiff stattfindet. Hier koennt ihr aus drei verschiedenen Voelkern und 12 verschiedenen Klassen auswaehlen, die nochmal in die vier Kategorien 'Soldaten','Schurken','Priester' und 'Magier' eingeteilt sind. Ausserdem haben nicht alle Voelker Zugriff auf alle Klassen. So duerfen die disziplinierten Aquilonier und die wilden Cstetigier (zu denen auch Koenig Conan gehoert) keine Magier-Klassen wie Daemonologen oder Nekomanten waehlen, waehrend den magiebegabten Stygiern die Soldaten-Klassen verwehrt bleiben. Zudem steht jedem Volk eine Priester-Klasse zur Auswahl, mit der ihr eure Verbuendeten im Kampf heilen koennt.
Wer fleissig unsere News liest, wird mitbekommen haben, dass man, laut offiziellen Angaben, rund 250 Stunden braucht, um das Hoechstlevel 80 zu erreichen. Die Levelkurve zieht dabei stetig an und ihr braucht stetig mehr Erfahrung, die ihr durch das Toeten von Gegnern und durch Quests bekommt, um aufzusteigen. Ab Level 10 duerft ihr dann auch Talentpunkte auf die umfangreichen Talentbaeume verteilen, die sich natuerlich von Klasse zu Klasse unterscheiden. Mit Level 20 kommen dann die Sammelberufe dazu, die sich aus Bergmann, Schuerfer, Tierhaeuter, Steinmetz, Weber und Holzfaeller zusammensetzen. Ergaenzt werden jene Sammelberufe dann ab Level 40 mit den Handwerksberufen, mit denen ihr die gesammelten Rohstoffe verarbeiten koennt. Gleichzeitig duerft ich euch ab jener Stufe ein Reittier kaufen und damit nicht nur simpel von A nach B reiten, sondern auch fighten. Die Pferde, Mammuts und Nashoerner sind, dank dem Geschwindigkeitsbonus, eine sinnvolle Bereicherung im Helden-Inventar, da die Areale teilweise riesig sind und die Laufwege dementsprechend lang ausfallen.



Wer keine Lust auf Woelfe, Yetis oder verfeindete Barbarenstaemme hat, kann sich natuerlich auch die menschlichen Mitgameer vorknoepfen. Hier bietet Age of Conan zahlreiche Moeglichkeiten, sich die virtuelle Ruebe einzuschlagen. Wer will, kann einfach durch die Welt reisen und auf einem PvP-Server nach ebenbuertigen Gegnern suchen. Wer jedoch nicht dauernd von 'den Groesseren' umgehauen werden moechte, kann auch auf PvE-Servern in die Schlacht ziehen. Dabei habt ihr die Wahl zwischen den Modi 'Capture the Flag' und 'Teamvernichtung'. Ae;hnlich wie in World of Warcraft werdet ihr dann in eine Warteschlange geworfen, nach der ihr auf dem Schlachtfeld landet.


Age of Conan hebt sich allerdings durch sein innovatives Kampfsystem mit Kollisionsabfrage und den bereits erwaehnten Kombo-Angriffen von anderen Genrevertretern ab. Gerade fuer Nahfighter kann so ein mittelgrosses Geplaenkel jedoch schnell hektisch und unuebersichtlich werden, wenn eure Gegner um euch herumrennen- und springen und ihr von allen Seiten Schaden abbekommt. Hier muss und will Funcom noch ein bisschen nacharbeiten, doch das Grundprinzip ist vielversprechend. Zudem bietet Age of Conan an, worauf viele World of Warcraft-Gameer seit Jahren warten: Gildenstaedte und Belagerungen! Rein theoretisch koennen Gilden hier ihr eigenes Territorium beanspruchen und dort mit den Ressourcen der Sammelberufe (z.B. Holz) verschiedene Gebaeude wie Barracken, Schmieden, Werkstaetten, Festungen, Mauern und Tuerme errichten, die eure Gildenmitglieder mit diversen Boni belohnen oder euch vor angreifenden Gilden schuetzen, die die Stadt dem Erdboden gleichmachen wollen. Praktisch steckt das Game aber noch in den Kinderschuhen und wir konnten noch keiner Belagerung beiwohnen.

Technische Spitzenklasse
Grafisch kann der Titel absolut ueberzeugen und bringt die duestere und brutale Atmosphaere der Romanvorlage gut rueber. Riesige Waelder, tiefe Schluchten, eisige Gebirge, sandige Wuesten - es ist wirklich fuer jeden Geschmack etwas dabei. Und ueberall kennzeichnen aufgespiesste Barbaren eine kriegerische Welt voller Blut und Gewalt. Ach ja, wo wir grad beim Thema Gewalt sind. Wie schon in der Einleitung angedeutet, ist AoC nichts fuer kleine Kinder. Bei jedem Todesschlag mit einer Kombo-Attacke habt ihr darum die Chance auf einen sogenannten Fatality, ein besonders in Szene gesetzer Todesstoss, bei dem Koepfe rollen und das virtuelle Blut, das irgendwie eher an Ketchup erinnert, an den Bildschirm spritzt. Noch laeuft Age of Conan uebrigens ausschliesslich im DirectX 9-Modus. Der versprochene DX10-Modus wurde zum Release entfernt und soll spaeter nachgereicht werden, wodurch das Game wahrscheinlich noch besser aussehen wird.
Ungluecklicherweise wird die schicke Optik durch einige Schoenheitsfehler unterbrochen, das Gesamtbild wird aber nur kurz getruebt. Spaetestens wenn man wieder eine Quest annimmt, die Kamera das Geschehen in einer Zwischensequenz festhaelt und man die Emotionen der NPCs sehen und anfangs auch hoeren kann, ist man wieder mitten drin statt nur dabei. Beim Sound muss man den lieben Entwicklern einfach mal ein dickes Lob aussprechen. Ein toller Soundtrack, klasse Kampfgeraeusche, vertonte Quests bis Level 20 (und das sind viele!) und grossartige Hintergrundgeraeusche, wie das Plaetschern eines Wasserfalls, tragen enorm zur Atmospaehre bei.

Age of Conan: Hyborian Adventures Screenshots

Leider, so scheint es, wurde Age of Conan ein wenig zu frueh veroeffentlicht. So fanden wir waehrend unserer Test-Abenteuer zahlreiche Gegenstaende, deren Name noch nicht uebersetzt war. Selbes gilt auch fuer Quests oder NPC-Texte. Wenigstens arbeitet Funcom auf Hochtouren und reicht im Akkord neue Updates und Bugfixes nach, die auch nach und nach die Performance verbessert und Verbindungsprobleme weitgehend beseitigt haben. Trotzdem beklagen sich zum Beigame Telekom-User ueber horrende Pings im knallroten Bereich. Auch das Interface wirkt noch unfertig und ist noch verbesserungswuerdig. Zudem wird das Questangebot mit steigendem Level geringer und man muss haufenweisse Monster umkloppen, um ausgleichend viele Erfahrungspunkte zu bekommen. Mit Sicherheit wird Funcom noch an jenen Maengeln arbeiten und weitere Patches nachliefern (wir wollen wieder groessere Brueste!), doch sie haben viel Arbeit vor sich.

Testergebnis

Playstation 3 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Xbox 360 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Nintendo Wii Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

PC Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Playstation 2 Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Playstation Portable Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

Nintendo DS Edition

Grafik

Effekte
Texturen
Animation
Detailgrad
Stil

Sound

Musik
Sprache
Abwechslung

Gameplay

Balance
Geschichte
Level-Design
Innovation
Gameumfang
K.I.
Motivation

Steuerung

Kontrolle
Komfort
Genauigkeit

Multiplayer

Umfang
Balance
Leistung

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Kommentar

Ist AoC besser als WoW? Ha! Ihr dachtet doch wohl nicht, dass ich euch darauf eine vernünftige Antwort geben kann! Es ist anders! Mit vielen interessanten Neuerungen wie dem Kampfsystem und den Nachtmissionen (Singleplayer) in Tortage, kann Funcoms Titel mit Sicherheit viele Kunden gewinnen und auch ein paar WoWler zum Wechsel motivieren, doch im jetzigen Zustand ist Age of Conan: Hyborian Adventures noch zu unreif, um Blizzard vom Thron zu stoßen. Sollte Funcom weiterhin mit der aktuellen Geschwindigkeit Patches nachliefern und diverse Löcher stopfen, hat der Titel aber durchaus Potential zum König!
John-Henry Drabeck

Tops

  • + großartige Grafik...
  • + innovatives Kampfsystem...
  • + auch für Solisten attraktiv
  • + zahlreiche Quests mit Mini-Story
  • + gigantische Spielwelt mit großen Gebieten
  • + Kollisionsabfrage
  • + vertonte Quests mit guter Sprachausgabe
  • + umfangreiche Charaktererstellung

Flops

  • - ...mit kleinen Schönheitsfehlern
  • - hohe Hardwareanforderungen
  • - lange Laufwege
  • - unvollständige Lokalisierung
  • - noch viele Bugs
  • - Ketchup-Blut
  • - DX10-Modus noch nicht vorhanden
  • - unfertiges Interface
  • - stellenweise Questmangel

Bewertung

Grafik 13
 Punkte
Sound 12
 Punkte
Gameplay 13
 Punkte
Steuerung 11
 Punkte
Mehrspieler 12 Punkte

Gesamtwertung

81 Prozent

Spiel der Woche


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