VN:F [1.9.17_1161]
Eure Wertung:
0 votes
0.0

Gefällt dir das Spiel? Oder war es ein totaler Flop? Teile es uns mit!
15 Days
Release: bereits erschienen
Du bist hier: Spieletester > Testberichte > PC Spiele > 15 Days

15 Days

Geschrieben von: am 09.12.2009
15 Days

Im letzten Test, „Das Vermächtnis – Der Baum des Lebens“, habe ich erwähnt, das Adventurespiele neue Innovationen beinhalten müssen, um aus der mittlerweile zur Verfügung gestellten Masse hervorzustechen, damit sie sich einen Namen machen. Leider hat das das Spiel von City Interactive es nicht geschafft, aus dem Durchschnitt rauszukommen, da zu altbekannte Mittel genutzt wurden. Doch wie sieht das mit dem vielversprechenden 15 Day aus?

Virtueller Thriller


Entwickler House of Tale ist wahrlich kein Unbekannter. Waren doch die kreativen Köpfe für das gute The Moment of Silence und das grandiose Overlocked verantwortlich, die allesamt sehr gut unterhalten konnten und Adventurefreunde und Kritiker begeisterten. Mit ihrem neuesten Projekt orientiert sich die Spieleschmiede ein wenig um, auch wenn 15 Days in erster Linie ein reinrassiges Point & Click Adventure ist. So spielt ihr zwei unterschiedliche Handlungsstränge nach, die sich selbstverständlich kreuzen. Zum einen übernehmt ihr die Rolle von Special Agent Jack Stern, einem Amerikaner, der den Mord eines britischen Außenministers aufklären soll.

Zum anderen schlüpft ihr in die Haut der Diebe Cathryn, Bernard und Mike, die in Museen einbrechen und kostbare Gemälde klauen, die Sie dann an Aktionäre verkaufen, um den Erlös für wohltätige Zwecke zu spenden. In der Tat verspricht die Geschichte zu Anfang sehr viel und ist leider zugleich auch der einzig große Pluspunkt, den das Spiel aufweisen kann.

Was muss ich tun?

Wie ein Adventure funktioniert, muss ich wohl nicht mehr erklären. Auch 15 Days nutzt die wesentlichen Elemente, wie die typische Maussteuerung und zahlreiche Dialoge, die angehört werden müssen. Dennoch hebt sich das Spiel ein wenig von anderen Vertretern des Genres ab. So gibt es kaum Kombinationsrätsel und in der Regel gilt es nur ganz wenige Gegenstände aufzusammeln und Hotspots zu untersuchen, da das Hauptaugenmerk auf andere Elemente gelegt wurde. So bekommt ihr zu Anfang zum Beispiel die Aufgabe, ein Museum zu untersuchen, damit ihr den geplanten Einbruch ausführen könnt. Das Problem liegt an der Aufgabenstellung, denn diese wird nicht weiter erläutert. Der Spieler hat also erst einmal mit völliger Ahnungslosigkeit zu kämpfen und wird dementsprechend ins kalte Wasser geworfen.

Nur am Rande eines Dialogs wird kurz erwähnt, das die Überwachungskameras der Schwerpunkt sind und ihr diese auf einem abgerissenen Zettel aufzeichnen sollt. Und das ist keine Ausnahme. Oft laufen die Aufgabenstellungen nach dem gleichen Schema ab, so dass der Spieler nie weiß, was er genau machen muss und wie welche Aufgaben zu lösen sind, womit man sich in eine völlige Ahnungslosigkeit reinziehen lässt. Zudem gibt es keine Hilfe-Option oder eine HotSpot-Anzeige, die eigentlich zum heutigen Standard gehören. Ein weiteres großes Manko sind die „Suchmaschinen-Spiele“, in denen ihr nach Stichwörtern im virtuellen Netz suchen müsst. Doch welche Worte ins Suchfeld eingegeben werden sollen, wird nur beiläufig erwähnt, so dass man diese schnell übersehen kann und schon sitzt man ohne Ahnung vor dem virtuellen „Google-Portal“ und hängt fest. Es mag durchaus sein, das so eine Gameplay-Idee funktionieren kann, aber im Fall von 15 Days ist dieses Element eine reine Frechheit und frustet ungemein, so dass die Nervenstränge extrem strapaziert werden.

Ausdruckslos

Trotz aller spielerischen Defizite sieht 15 Day ziemlich gut aus und ihr untersucht die unterschiedlichsten Areale, die mit vielen Details aufwarten. Dennoch müssen sich die Entwickler auch eingestehen, das die Synchronisation nicht das Maß aller Dinge ist, denn die Sprecher hören sich extrem unmotiviert an und scheinen kein Interesse an ihrem Job gehabt zu haben. Zu allem Übel macht auch die Mimik und Gestik der Protagonisten keine gute Figur, da beide Faktoren immer gleich aussehen und sich jeweiligen Situationen nicht entsprechend verhalten. Auch die Animationen wirken zu hölzern und steif, so dass man den Anschein bekommt, das die Charaktere wie Puppen fungieren.


 

phil_h_goty
Philip Heselmann’s Spiele des Jahres 2011 Special online!

“Damn it feels good to be a gamer”. Man muss kein Spieletester sein, um zu wissen, dass das Jahr 2011 eines der besten Jahre für die Gaming-Gemeinde seit langem war. Gerade gegen Ende des Jahres wurde die Szene mit zahlreichen Top-Titeln geflutet, sodass für viele am Ende des Geldes noch so viel Monat lag. Sogar [...]

... Weiterlesen
phil_k_goty
Philipp Kleidt’s Spiele des Jahres 2011 Special online!

Wow, 2011 war gefühlt DAS Gaming-Jahr überhaupt. Eine solche Release-Flut, gerade ab September hat man lange nicht mehr gehabt. Top-Namen wie Battlefield 3, Modern Warfare 3, The Elder Scrolls V Skyrim, Uncharted 3, Saints Row The Third und und und bevölkerten die Prospekte von Saturn, Media Markt und Konsorten und der passionierte Gamer wusste gar [...]

... Weiterlesen
batman_arkham_city_launch_trailer
Spiele-Releases KW42

Diese Woche kommen zwar gute Spiele, aber leider fehlen die Kracher, die eine Woche erst so richtig Interessant machen. Eines der besten Spiele, das nächste Woche erscheint ist Batman: Arkham City. Bereits erste Trailer offenbarten, dass der Titel eine gelungene Grafik, eine stimmige Atmosphäre sowie ein einzigartiges Gameplay aufweisen kann. Wer Filmumsetzungen trotz ihrer meist [...]

... Weiterlesen

Spiel bei Amazon kaufen

Kommentar

Das neue Projekt von Entwickler House of Tales hält eigentlich viele Ambitionen bereit, die leider nicht wirklich genutzt werden. Elemente wie das etwas umgekrempelte Gameplay sind eine gute Idee, aber nur, wenn sie auch konsequent umgesetzt werden. Das größte Problem liegt in den Aufgabenstellungen, die nie direkt formuliert werden, so dass der Spieler förmlich in die Ahnungslosigkeit gedrängt wird und der Frust extrem ansteigt. Auch wenn die Geschichte reichlich Potenzial bietet, gibt es schlichtweg zu viele Gameplay-Defizite, so dass 15 Days nicht das einhält, was es verspricht und es leider nicht schafft, aus der Masse hervorzustechen..


Tops

  • gute Geschichte
  • einfache Steuerung
  • stimmige Grafik
  • abwechslungreiche Areale

Flops

  • keine Hilfe-Option
  • Aufgabenstellung zu ungenau
  • unmotivierte Synchronsprecher
  • kaum Gestik und Mimik erkennbar
  • nervige Minispiele
  • oft Trail & Error
  • wenige Kombinationsrätsel

Bewertung

Grafik 11
 Punkte
Sound 07
 Punkte
Gameplay 07
 Punkte
Steuerung 11 Punkte

Gesamtwertung

65 Prozent

Spiel der Woche


Spam Protection by WP-SpamFree