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World in Conflict - Interview mit Johan Oldbring


Spieletester.com: Interview mit Johan Oldbring (QA-Tester von World in Conflict)

Spieletester.com: Hallo Johan! Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Könntest du dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Johan Oldbring: Hallo, mein Name ist Johan Oldbring. Ich bin QA-Tester bei Massive Entertainment. Wir vom QA-Team arbeiten sehr nah mit dem Designer- & Entwicklerteam zusammen. Wir, somit auch ich, stellen sicher, dass ein Spiel funktioniert und vor allem Spaß macht. Das heißt, wir suchen Fehler und sagen dann dem jeweiligen Kollegen bescheid, der sich dann an die Fehlersuche begibt. Da wir jedes Spiel sehr neutral sehen und vor allem spielen – obwohl wir doch stark in die Entwicklung involviert sind – haben wir auch das weiteste Sichtfeld und lassen und nicht zu stark von der Begeisterung leiten, dass ein Spiel klasse ist, weil es „mein eigenes“ ist. 

Spieletester.com: Worum geht es in World in Conflict?

Johan Oldbring: Grob gesagt geht es um schnelle, atmosphärische und intensive Action, die nicht schnell abreißt, stagniert oder langatmig aufgebaut werden muss. Bei der Entwicklung wurde deswegen viel Wert auf Teamplay gesetzt, damit das Spiel noch packender wird. Da viele Spieler die langatmigen Aufbauphasen leid sind, gibt es das in World in Conflict nicht. Man startet mit einem bestimmten Satz an Credits und kann sich dafür Einheiten kaufen, welche an bestimmten „Dropzones“ erscheinen. Die Credits füllen sich aber nicht von allein; man muss gegnerische Einheiten besiegen, um wieder an Geld zu kommen – das steigert den taktischen Aspekt enorm.

Spieletester.com: Gibt es besondere Features im Spiel?

Johan Oldbring: Ich finde, dass die Spielintensität sowie die Atmosphäre im Spiel ganz besonders ist. Man fängt quasi genau in der Action an, da es keinen langatmigen Basenbau gibt, der den Spielfluss stört. Von der daher ist der Titel nicht nur intensiv, sondern auch sehr schnell, was man vor allem im Mehrspieler sieht. Die Besonderheit am Mehrspieler-Modus ist, dass man eine Partie jederzeit drehen kann – selbst wenn man fast am Boden ist und droht zu verlieren. Durch die vier verschiedenen „Roles“ ist der MP sehr ausbalanciert. Wie schon zuvor gesagt, ein weiteres wichtiges Feature sind die detaillierten Taktiken, die man entwickeln kann/muss, um eine Partie zu gewinnen.

Spieletester.com: Was begeistert dich am meisten am Spiel?

Johan Oldbring: Die Entwicklung. Man bemerkt sofort, wenn ein neues Gebäude ins Spiel integriert wurde und man es dann direkt zerstört, weil der Krieg tobt. Die enge Zusammenarbeit mit den Designern und Programmierern ist ebenfalls sehr spannend und angenehm. Darüber hinaus ist die Resonanz und Hingabe im Team einfach klasse. Wir sitzen im Büro und haben prinzipiell einen lockeren Tag, Zitat: „relaxed and responsible“.

Spieletester.com: Wird es einen Koop. bzw. Mehrspieler geben?

Johan Oldbring: Einen Koop-Modus wird es leider nicht geben. Für den Mehrspieler haben wir einen Mix aus FPS und RTS gewählt. So gibt es beispielsweise einen Dominator-Modus, der sich ähnlich wie der Standardmodus in Battlefield spielt. In der Lobby wird es vor einem Match eine Favoriten-Liste für Server, Spieler und so weiter und so fort geben. Gespielt wird 8 vs. 8. Darüber hinaus haben wir noch ein Voice-IP integriert, der auch während des Maploads funktioniert – normalerweise erst nach dem Spielstart. Am Anfang einer 20-minütigen Partie kann man 1 von 4 verschiedenen „Roles“ wählen, die nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip funktionieren. So gibt es den Luftwaffe-, den Panzer-, den Support- und einen Infanterie-Spezialist. Des Weiteren kann man sich für Geld eine Atmobombe, Artillerie o.ä. herbeirufen.

Spieletester.com: Was gefällt dir am besten an World in Conflict?

Johan Oldbring: Da ich selbst eher FPS („First Person Shooter“) spiele und mehr auf schnelle Action stehe, gefällt mir das schnelle und dennoch taktische Gameplay sehr gut. Selbst der Aspekt des Teamplays gefällt mir sehr gut, weil man sich Gedanken machen muss, was man macht, welche Einheiten gebraucht werden und so weiter. Ich finde es deswegen auch klasse, dass der Mehrspieler ein Mix aus FPS (von den Modi her) und „klassischem“ RTS ist. Was mir auch noch sehr gefällt, ist die Kamera. Normalerweise sieht man in einem RTS aus der Iso-Sicht auf das Spielfeld. In World in Conflict kann man die Kamera komplett drehen. Gerade durch die Kamera sieht man das große Schlachtfeld und kann dadurch vieles überblicken.

Spieletester.com: Ist QA-Tester dein Traumberuf?

Johan Oldbring: Nein, nicht direkt. Ich kam mit 19 Jahren zu Massive Entertainment, nachdem ich mein Highschool-Abschluss gemacht habe. Mit der Zeit wurde ich dann immer höher gestuft und bin nun QA-Tester und ich muss sagen: Ich mag meinen Job. Ich denke, viele beneiden mich deswegen, aber es ist nicht so leicht wie man denkt. Dennoch bin ich stolz auf World in Conflict, denn die Arbeit an so einem Titel ist spannend und zugleich angenehm. Es macht mir immer eine Freude zuzusehen, wie etwas besser geworden ist.

Spieletester.com: Die letzte Frage: Wann erscheint World in Conflict?

Johan Oldbring: So genau kann ich das noch nicht sagen, aber was ich verraten kann: Es wird nach den Sommermonaten sein, sprich im dritten Quartal 2007.

Spieletester.com: Danke für das ausführliche Interview!
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