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Windchaser

Hersteller
 dtp
Vertrieb
 dtp
Erscheinungstermin
 bereits erschienen
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Rollenspiel

Anfang 1 2 3 » Fazit

"Taktik und Rollenspiel vereint in einer epischen Geschichte." Das versprechen die Münchener Entwickler von Chimera Entertainment. Ob der Genremix klappt und was Nachwuchsentwickler heutzutage mit ein bisschen Publisher-Unterstützung zu Stande bringen können, lest ihr in diesm Test.

Oh, heilige Zweifaltigkeit!

Windchaser spielt in der Fantasywelt Ensai, die vor 600 Jahren durch verheerende Kriege ins Chaos gestürzt wurde. Nur der legendäre Weltenbrand, der das Reich verwüstete und den technologischen Fortschritt der Hochkultur in einem heiligen Inferno verschlang, konnte den Krieg beenden. Die wenigen Überlebenden gründeten eine neue, naturverbundene und von Gilden geprägte Gesellchaft, die sich auf den Handel und die Forschung konzentriert. Doch durch religiöse Meinungsverschiedenheiten über die angebetete Zweifaltigkeit bahnt sich ein neuer Krieg zwischen Reformisten und Orthodoxen an. Der Spieler schlüpft in dieser gefährlichen Zeit in die Haut des Bauernjungen Ioan, der genug vom Landleben hat und als Abenteurer in die weite Welt zieht, um sich einer Gilde anzuschließen.

Und so macht ihr euch bereit für die große Reise und zieht, von großen Abenteuern schwärmend, mit eurem Kampfstab durchs Land. In der ersten Mission ist unser eifriger Bauernjunge noch ganz allein in der Welt und muss irgendwie die Stadt Parah erreichen, wo er sich hoffentlich als Rekrut bei einer Gilde bewerben kann. Schon nach wenigen Gegnern trefft ihr jedoch auf auf das Kämpferduo Shara und Caine, denen ihr im Kampf gegen eine große Bestie beisteht und sie durch eure kämperischen Fähigkeiten beeindruckt. Wie der Zufall es so will, gehören die beiden schon einer Gilde an, die noch nach Verstärkung sucht.

Windchaser Screenshots

Fliegende Festung

Zu dritt schlagt ihr euch also nun bis Parah vor, wo Ioan zum ersten Mal ein Gildenschiff bewundern darf – die Windchaser. Das Flugschiff dient euch als mobile Basis, zu der ihr euch stets zurückziehen könnt. Anders als bei gewöhnlichen Strategie- oder Rollenspielen, könnt ihr in Windchaser nämlich nicht sterben. Wenn eure Gruppe teilweise oder vollständig besiegt wird und die Gesundheitspunkte bei 0 liegen, ziehen sich die verwundeten Gruppenmitglieder nach dem Kampf zur Windchaser zurück, wo sie innerhalb weniger Augenblicke wieder fit sind. Außerdem könnt ihr in der Schatzkammer zahlreiche Gegenstände wie Rüstungen und Tränke lagern und im späteren Spielverlauf dank neuen Plattformen forschen, Items verbessern oder der Zweifaltigkeit huldigen und somit Eigenschaften wie Schaden, Gesundheit oder Moral verbessern.

Wie ihr seht, ist eure fliegende Unterkunft ziemlich wichtig – so wichtig, dass ihr sie nicht durch Angriffe verlieren wollt. Deswegen hat die Windchaser auch nur einen bestimmen Aktionsradius, in dem sie sich frei bewegen kann. Diesen Bereich könnt ihr durch die Eroberung von Türmen und Windmühlen (gilt auch als Aussichtspunkt) erweitern, sodass sich die Windchaser immer weiter vorwagen kann. Das müsst ihr auch, denn am Ende einer Mission müsst ihr meistens an den Rand der Karte - und den erreicht ihr nur, wenn ihr alle nötigen Punkte eingenommen habt. Als netten Bonus decken sie einen Teil der Karte auf und lassen erahnen, was sich hinter dem genretypischen Nebel des Krieges befindet.

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