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Wii Fit

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Kategorie/Genre
 Sport

Lange haben wir in der Redaktion gegrübelt, ob wir hieraus einen vollwertigen Test machen sollten, wie wir es immer tun oder euch einfach mal harte Fakten präsentieren, die durch einen kleinen Erfahrungsbericht komplettiert werden. Letzteres ist der Fall, denn ähnlich wie beim Zapper kann man hier einfach keinen echten Test machen, da Nintendo euch die Möglichkeit gibt, vom Couch-Potato zum „Man of the year“ zu werden. Ob und wie gut das funktioniert, sagt euch der Artikel!

Wii Fit erscheint im recht kostspieligen Bundle mit dem sogenannten „Balance Board“, welches kabellos ist und zahlreiche Sensoren in sich vereint. Die beiden Standflächen, die ihr auf dem Bild sehen könnt, werden zu 90 Prozent von euren Füßen besetzt sein, es sei denn ihr macht einige Liegestütze, dann kommen da eure Hände drauf. Und weil das Ding ein Alleskönner ist, wird es, nachdem ihr einige Personendaten eingetragen habt, euer Gewicht und damit auch den BMI ausrechnen. Nicht schlecht. Es geht aber noch weiter.

Erste Übungen

Nachdem die ersten Daten gespeichert und die zahlreichen Textphrasen gelesen sind, kommt auch direkt die erste Prüfung: Haltung zeigen, lieber Zocker! Hierbei gilt es in fünf Kategorien die Körperbalance auf einem Level zu halten. Diese Übung dürfte kaum jemand auf Anhieb schaffen (in der Redaktion hat es jedenfalls keiner hingekriegt), aber das Resultat ist deutlich interessanter: Wii Fit zeigt euch mögliche Auswirkungen eines falschen Standes, wenn ihr euren Körper falsch belastet. Achja. Man sollte sich auf das Balance Board ohne Schuhe begeben, in der Anleitung wird gar von Barfuß gesprochen, was aus hygienischen Gründen vielleicht weniger in Betracht kommt, weil man das Ding ja nicht waschen kann.

Wii Fit Screenshots


Nachdem wir erfahren haben, dass unser Körpermittelpunkt leicht verschoben ist und das Wii Fit-Alter bei 22 liegt (20 ist bei einem 21-jährigen wie mir optimal), können wir die ersten Spiele ausprobieren. Hierbei unterscheidet Wii Fit in Yoga, Aerobic, Muskelübungen und diverse Balance-Spiele. Ähnlich wie bei Dr. Kawashimas Gehirnjogging auf dem DS werdet ihr täglich einen Stempel in den virtuellen Kalender machen, durch den ihr dann nach und nach neue Spiele freischaltet. Anfänger wählen am besten die verhältnismäßig einfachen Aerobic- und Balancespiele aus, wozu beispielsweise ein Hula-Hoop-Spiel gehört oder das bereits jetzt legendäre Fußballspiel, in dem ihr durch Balanceverlagerung Kopfbälle machen und anfliegenden Schuhen oder Plüschtieren ausweichen müsst. Spaß machen alle diese recht einfachen Spiele auf jeden Fall und ganz nebenbei erreicht Nintendo noch den schönen: „Beweg dich, nimm ab“-Effekt.

Weiterführende Übungen

Sind die ersten Schweißtropfen über den Astralkörper des Spielers gelaufen, geht es weiter mit einer entspannenden Yoga-Übung, die von einer hübschen Trainerin (für die weiblichen Anwender: es gibt auch einen männlichen Trainer) immer wieder vorgeführt werden und nachgemacht werden sollen. Hierbei übt ihr die Halbmond-Figur, eine Krokodildrehung und viele weitere Übungen. Hört sich alles sehr leicht an, aber man sollte das keineswegs auf die leichte Schulter nehmen, denn wer unvorbereitet in die Übungen geht und sich vorher nicht aufwärmt, muss zwangsläufig mit Zerrungen rechnen, sofern man ernsthaft mitmacht (wer das nicht tut, hat beim Kauf irgendwas falsch gemacht). Und Nintendo übernimmt bestimmt nicht die Arztkosten, wenn ihr euch einen Muskel zerrt.

Wii Fit Screenshots


Nach der Entspannung geht es dann weiter mit einigen Übungen, die dem Muskelaufbau dienen. Liegestütze, Taillendrehe, Beinstrecker und so weiter und so fort. Schön bei Wii Fit ist, dass man durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade für alle Sportlernaturen einen passenden Modus parat hält. Anfänger und Couch Potatos sollten es langsam angehen, während Profis (oder sagen wir besser: erfahrene Sportler) einen höheren Schwierigkeitsgrad wählen, um mächtig ins Schwitzen zu kommen. Viel interessanter aber ist die gesamte Funktionalität des Spiels, denn nicht immer seid ihr nur auf dem Balance Board. Beim Joggen zum Beispiel steigt ihr ab, tut die WiiMote in die Hosentasche rein und lauft ein wenig herum (oder auf der Stelle), damit ihr einen kleinen (oder langen) Parcours hinter euch bringt – da kommt man richtig ins Schwitzen!

Die ultimative Frage

Kann Wii Fit nun das Fitnessstudio ersetzen? Nein, ganz sicher nicht. Das will Nintendo aber auch nicht erreichen, weil das Spiel einen Einstieg in die Welt des gesunden Lebens bietet. Und genau das schafft es spielend leicht. Fachmänner werden zwar die Ungenauigkeit des BMI anzweifeln, weil dieser Wert nicht die Muskelmasse zu Fett berücksichtigt, aber als Ansporn kann er durchaus gerne genommen werden, die Pfunde purzeln zu lassen.

Fazit

   sehr gut
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