Der zweite Teil der Valkyrie Profile-Serie ist endlich auf der PS2 erschienen und wurde schon vor Release auf Herz und Nieren geprüft. Kann es im neuen Look auch auf der großen Schwester der PSP überzeugen? Die Antwort lautet selbstverständlich: Ja! Schon alleine das Renderintro hinterließ bei mir ein Gänsehaut-Feeling, wie ich es schon länger nicht gehabt habe. „Gefahr“ hallt es aus meinen Boxen und schon hat mich das Spiel gepackt. Diese sechs Buchstaben in einem Wort bringen mich direkt wieder in Valkyrie Profile. Lenneth, Hrist und Silmeria sind die Walküren, um die es in diesem Spiel geht. Die Rendersequenz ist fabelhaft in Szene gesetzt, die Musik einfach grandios. Auch das gesamte Spiel profitiert von tollen Klängen und einer generell sehr guten Grafik, obgleich die Gesichtskonturen ein klein wenig mehr Emotionen vertragen könnten, denn die kann man nur bei Alicia/Silmeria sehen, bei allen anderen muss man sie erahnen, was nicht ganz so schön ist. Dennoch: Das grafische Bild ist sehr überzeugend, weil die Entwickler mit vielen Tricks arbeiten: HDR (auf der PS2!), Depth of Field und der unverkennbare 2D-Stil, der mit wunderschönen (nicht gerenderten!) Hintergründen malerisch perfekt in Szene gesetzt wird. Klar denkt man sich des Öfteren „da hinten will ich sein!“, aber das macht den Stil aus und es ist immens wichtig für das Spiel und seine Möglichkeiten. Komplexes Kampfsystem Wenn es ein Kampfsystem gibt, das ich in den letzten Jahren wirklich genial fand und noch immer finde, dann ist es das von Valkyrie Profile – auch das von der PSP. Es ist extrem umfang- und facettenreich. Bei Silmeria habe ich alle Feinheiten erst nach der zehnten Spielstunde verstanden, um jeden Gegner, auch jeden Boss, relativ gut zu überstehen, denn die normalen Feinde können schon richtig dicke Brocken sein, die euch locker binnen weniger Sekunden in Grund und Boden stampfen. Wie kann das sein? Ganz einfach. Ihr habt unten eure AP. Jeder Angriff von euch verbraucht AP. Im Kampf seht ihr vier eurer Charaktere, die ihr vorher aus einer ganzen Schar von Charakteren auswählen könnt. Rechts seht ihr rote Kreise mit einem Häckchen drin. Diese stehen für eure Magiekristalle, die euch im Endeffekt mehr Erfahrungspunkte bringen. Ihr könnt euch auf dem „Spielfeld“ – so der Name des Kampfbildschirms – frei bewegen, müsst aber dabei immer die Sichtweite des Gegners im Auge behalten, denn sobald er euch erfasst, greift er an. Damit das nicht passiert, könnt ihr mit R1 sprinten und so geschwind hinter den Gegner kommen und böse Kombos starten. Kombos? Ja, richtig. Mit allen vier Tasten (Kreis, X, Viereck, Dreieck) gebt ihr je einem Charakter einen Befehl. Je nach Waffe könnt ihr mehr als nur einen Angriff vollführen – vier ist das Maximum, das ich kenne. Wer dann noch eine „rote“ Waffe hat, der kann Spezialangriffe vom Stapel lassen, die dann so richtig heftig sind. Mit etwas Glück erscheint auch ein Berserkermodus, bei dem ihr unentwegt auf den Gegner einschlagt, der sich dabei nicht wehrt. Aber aufgepasst! Wenn eure AP leer sind, könnt ihr erstmal nicht weg und müsst diese mit L3 aufladen, was euch Zeit kostet und die Gegner sich unterdessen bewegen können – wehe sie kreisen euch ein und greifen nacheinander an, das endet böse und eben da liegt die Tücke im System. Umso genialer ist folgendes: Benutzt ihr mit einem Charakter einen panzerbrechenden Angriff, lasst ihn dann mit „Feuersturm“ in die Luft fliegen und schießt dann mit eurem Bogenschützen auf eben jenen Gegner, dann bekommt ihr mehr Erfahrung, bessere Items und könnt eventuell einen Spezialangriff auslösen. Noch mehr Erfahrung gibt es aber, wenn ihr den Anführer der Gegnergruppe sofort besiegt. Ihn müsst ihr ohnehin besiegen, damit der Kampf vorbei ist. Besiegt ihr in zuerst, fliehen alle Feinde und ihr bekommt fette Erfahrungspunkte und ordentlich Geld. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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