Wir kennen das ja: Manche Spiele sind eigentlich nur für die PSP bestimmt, aber die kommen meistens doch noch für die PS2 heraus und sind dann für nichts und wieder nichts zu gebrauchen. So geschehen zum Beispiel mit Syphon Filter: Dark Mirror – auf der PSP war es ziemlich fein, auf der PS2 einfach nur Mittelmaß. Wie ist es Twisted Metal ergangen? Das erklärt euch die Vorschau.
Die Twisted Metal-Serie leidet seit je her an einem Problem: Es wird viel zu schnell langweilig, weil es nur ein Prinzip gibt – Zerstören. Am Anfang macht das natürlich noch viel Spaß, aber je länger man spielt, desto mehr kriegt man das Verlangen nach Abwechslung und genau das bekommt man hier leider nicht geboten.
Bang, Boom, Bang
Nach dem schön animierten Intro, in dem man die einzelnen Charaktere vorgestellt bekommt, findet man sich im Hauptmenü wieder. Hier findet man einen Einzelspieler Modus, der einen Story-, Herausforderungs- und Ausdauermodus bietet. Im Storymodus wählt man zunächst aus einem der 14 verfügbaren Autos. Danach stürzt man sich in eines der elf Levels, die nach und nach freigeschaltet werden. Darunter findet man berühmte Plätze wie Paris, Tokyo, Monaco oder auch den roten Platz in Moskau. Zwar sehen die Levels miserabel aus (siehe weiter unten für mehr Infos), bieten dafür aber sehr viele zerstörbare Objekte, die man sich genauer anschauen sollte, um Zugang zu neuen Ebenen und neuen Power Ups zu bekommen. Auch findet ihr in einigen Levels Teleporter, die euch zu diversen Minispielen transportieren, die bei Erfolg exklusive Power Ups für euch bereithalten. Ein Level ist dann beendet, wenn ihr eure Kontrahenten restlos zerstört habt. Zerstört ihr einen Gegner, hinterlässt dieser ein Power-Up, das nach dem man es aufgesammelt hat, die Fähigkeiten eures Autos verbessert, sei es ein stärkeres MG oder besserer Rammschutz. Werdet ihr allerdings zerstört, verliert man diese Upgrades auch wieder.
Die Steuerung ist anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil die Entwickler so ziemlich alles von der PSP übernommen haben, was ja an und für sich keine schlechte Sache ist. Aber dadurch, dass die PS2 mehr Tasten hat, hätte man die Beschleunigen-Taste eher auf X legen können statt auf Viereck.
Grafisch ist die PS2-Version lediglich eine hochskalierte Fassung der PSP-Version. Und drei Mal dürft ihr raten, was das bedeutet. Richtig, absolut matschige, richtig miese Texturen, die nach längerem Hinsehen die Netzhaut des Auges richtig beschädigen können, vor allem, wenn man sich mal überlegt, wie gut PS2-Spiele doch aussehen können. Beim Sound gibt es nichts zu meckern, aber bei den groben Kanten, den schwachen Effekten und wenigen Farben kann man nicht wirklich von einem guten Port sprechen. Und dann kommt noch hinzu: In unserer Vorschau war nicht die Spur von exklusiven Inhalten für die PS2 zu sehen.