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Tourist Trophy

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Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Rennspiel

Anfang 1 2 » Fazit
Man nehme folgende Zutaten: Gran Turismo 3, Gran Turismo 4, Motorräder, schmeiße die Autos raus, lösche einige Maps und ändere die Lizenzen ab. Und was kommt bei raus? Richtig, „Tourist Trophy“, Polyphony Digitals neuestes Werk, welches die Spieler nun als „The real riding Simulator“ begeistern will. Was wirklich „real“ dran ist und warum das Spiel bei uns keinen Blumentopf gewinnen kann, lest ihr im nachfolgenden Test, viel Spaß!

Es ist ja schon irgendwie seltsam, ein etwas anderes Gefühl. Eigentlich ist man von Polyphony nur Rennspiele mit Autos gewohnt, nun will man den Genrekönig Moto GP vom Thron stoßen. Die Physik wurde natürlich stark an reale Motorräder angepasst, die Lizenz ist dick und die Strecken sowieso allesamt bekannt.

Sparversion, die Zweite

Nachdem ihr bei „Tourist Trophy“ die ersten Schritte gemacht habt, sprich den Namen eingegeben, Größe eures Charakters bestimmt und die Lizenzen absolviert und bestanden habt, kann es auch eigentlich direkt losgehen. Aber halt! Hat sich bei den Lizenzen etwas geändert? Nein, nicht so wirklich. Ihr müsst vier verschiedene Stufen á 10 verschiedener Aufgaben bestehen, bis ihr dann letztendlich die Lizenz bekommt, um an entsprechenden Rennen teilzunehmen. Die Aufgaben reichen hierbei von lockeren Slaloms über kurze Passagen (Kurvenlage, Geschwindigkeit, richtiges Bremsen, etc.) bis hin zu kleinen Überholmanövern. Ganz neu ist das schnelle Reagieren, welches ab und zu von euch verlangt wird. In diesen Aufgaben müsst ihr vor eine Wand fahren und wenige Meter davor gibt euch ein Pfeil die korrekte Richtung an, in die ihr fahren müsst (Entscheidung zwischen rechts und links). Wählt ihr die falsche Richtung, gilt die Prüfung als gescheitert.

Sofern ihr dann alles bestanden habt (ihr müsst nicht gleich alle auf einmal machen, es empfiehlt sich aber, weil man sich nachher lästige Kurzfahrten erspart), könnt ihr direkt in den Herausforderungsmodus gehen, in dem ihr euch neue Motorräder freischaltet. Dort habt ihr die freie Auswahl zwischen den Maschinen von Honda, Suzuki, Yamaha und vielen weiteren, sehr bekannten Firmen aus der Motorradbranche. Neben der Option, alle Wagen über den Filter des Herstellers zu ordnen, könnt ihr euch den Filter „Nach Hubraum sortieren“ benutzen, welcher eventuell praktischer sein könnte für die Veranstaltungen, weil es dort eigentlich nur nach Hubraum (ccm) geht. Außerdem müsst ihr auf die verschiedenen Arten achten, welche in A, J, E und S (Anfänger, Junior, Experte und Spezial) geteilt sind. Hier merkt man schon, dass die Auswahl an Fahrzeugen wirklich sehr groß ist und mit rund 100 fahrbaren Motorrädern dürfte jeder Kenner und Liebhaber mehr als zufrieden sein, wobei die Auswahl bei GT4 erheblich größer gewesen ist.

Bei den Veranstaltungen hat man wahrlich gespart, denn was einst bei GT4 so umfangreich war, ist bei Tourist Trophy wirklich sehr klein ausgefallen. Vor allem schlimm ist, dass ihr eigentlich direkt die richtig starken Motorräder haben könnt und nicht wie bei GT4 euch erstmal mühsam zu diesen hinarbeiten musstet. Wer hat dann also noch Bock mit den lahmen „Bikes“ (alles unter 400ccm) zu fahren, wenn man mit den dicken 1000ccm-Boliden über die Strecke rasseln kann? Außerdem ist die Karriere vollkommen unlogisch aufgebaut, weil ihr wechselnd von den 250ccm-Boliden zu den 1000‘ern kommt und dann wieder von unten anfangt. Hier wäre sicherlich eine andere Reihenfolge besser gewesen. Außerdem muss man dem Spiel negativ anmerken, dass ihr gegen lediglich 3 (!!) Gegner fahrt, was schon fast an eine Frechheit grenzt, weil bei GT4 deutlich mehr möglich war. Die Konkurrenz von Moto GP bietet hingegen einen Online-Modus und sogar satte 20 Gegner, die gegen euch anfahren, beides ist bei Tourist Trophy nicht gegeben, wobei vor allem der fehlende Online-Modus für Magenkrämpfe sorgen dürfte, weil man ihn schon wieder nicht integriert  hat.

Um den Bezug zur Überschrift herzustellen: Nach „Gran Turismo: Prologue“ ist „Tourist Trophy“ die nächste Sparversion seitens Sony und Polyphony. GT:P bot vier Strecken, wenige Autos und war fast zum Vollpreis verkauft worden. Tourist Trophy bietet gerade mal ein siebtel des Fuhrparks von GT4 (dort gab es über 700 Autos), die Strecken wurden teilweise verkürzt (der Fujitsu Speedway) und der Karrieremodus vollkommen verhunzt, dafür darf man 60 Euro zahlen – na Danke!
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Bewertungen

Grafik

Sound

Gameplay

Spielspaß

Gesamtwertung:


 Prozent

Pro Pro
Contra Contra
- Nette Grafik, aber...
- Über 100 lizenzierte Wagen
- Tolle Fahrphysik
- Grandioses Fahrgefühl
- Super Replays
- Verschiedene Fahrstile
- Fotomodus
- ... aber das Kantenflimmern ist unerträglich
- Der Sound ist vermurkst
- Kein Online-Modus
- Nicht mehr als ein recyceltes GT4
- Keine neuen Ideen
- Lächerliche 3 Gegner
- Man kommt zu schnell an starke Motorräder
- 60 Euro sind zu viel für einen lauen Aufguss
- Kein Schadensmodell
- Abgespeckter Tuning-Modus


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