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The World Ends With You

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Kategorie/Genre
 Rollenspiel

Anfang 1 2 3 » Fazit

Willkommen in Shibuya, einer trendigen Shopping-Meile inmitten von Tokio, wo sich Tausende Menschen täglich sehen, sich bedrängen, Geld zum Fenster rauswerfen, sich von etlichen Werbebotschaften der unzähligen Geschäfte jegliche Sinne betören lassen und sich lieben. Der Kapitalismus frisst hier alles und jeden auf – wer nicht kauft, ist altmodisch und wer keine Kunden hat, geht mit Sang und Klang unter. Das Leben dort ist hart, teuer, aber aufregend. Nicht viele Menschen wollen dort leben, nicht viele Menschen dort überhaupt etwas von dieser gewaltigen Masse an humanen Geschöpfen mitbekommen.

Neku, ein hipper und trendiger Junge wacht auf einer Kreuzung auf und bemerkt einen Pin, eine Art Anstecker wie sie so manch junge Leute an ihren Jacketts tragen, der ein seltsames Tribal als Aufschrift hat. Bei einem Blick auf die Hand bemerkt er eine auf Null herunter tickende Uhr sowie eine sehr seltsame SMS auf dem Handy, die ihm nichts anderes sagt, als dass er sterben wird, wenn er eine Aufgabe nicht erfüllt. Unterzeichnet wird diese Nachricht von „The Reapers“.  Spam und weg damit, doch die Uhr tickt weiter und erst nach und nach bemerkt Neku, in was für Schwierigkeiten er doch klemmt.

Doppelscreener im Volleinsatz

Kurz nach diesen seltsamen Geschehnissen wird es gleich noch viel skurriler, weil da ein Mädchen mit Namen Shiki auftaucht, die sich mit Neku unbedingt „verbinden“ will, damit sie zusammen gegen die sogenannten „Noise“ kämpfen. Noise sind die Feinde im Spiel, alle Wesen, die man nur durch eine Art „Scan“ sehen kann, welche mit dem Startpin (schwarz mit Tribal drauf) entdeckt werden. Klickt man dann auf die, geht es direkt in den Kampf, aber wie der funktioniert, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt erklärt, denn nun gibt es noch einige Happen zur Story, welche nämlich verdammt spannend ist.

Neku ist ein Junge, der keine Freunde haben und sich fürs nichts und niemanden öffnen will – ein Einzelgänger, jemand, dem die anderen egal ist. Ein gesunder Egoismus ist in der heutigen Zeit sicherlich nicht schlecht, aber wie Neku oftmals mit Shiki umspringt, ist nicht die feine englische Art.  Dumm nur, dass Neku keine andere Wahl hat, denn ohne seine Partnerin kann er die sieben Tage nicht überleben, denn sieben Tage lang geht das „Spiel“ der Reaper, die die Menschen ausradieren wollen, da sie es nicht wert sind, auf dieser Welt zu leben. Neku gibt im Verlauf des Spiels die von ihm geschaffene menschliche Isolation auf und öffnet sich seinen Freunden, weil er die Anspielungen versteht. Wer seine eigenen Schwächen erkennt, wird im Leben weiterkommen – das ist die Message, welche „The World Ends With You“ vermitteln will. Und das wird so verdammt toll und erzählerisch grandios in Szene gesetzt, dass ich manche Twists und Wendungen der Story total geschockt wahrgenommen habe. The World Ends With You packt von der ersten Minute an – Kompliment!

Bereits eingangs erwähnt, funktioniert das Kampfsystem von The World Ends With You über Pins, die ihr im Laufe des Spiels aufsammeln werdet und im Nachhinein sogar aufleveln könnt, was euch letztlich folgenden Vorteil bringen wird: Mehr Sachen. Gekämpft wird nicht auf einem, sondern auf beiden Bildschirmen des DS gleichzeitig, was für euch natürlich bedeutet, dass ihr ein wachsames Auge haben müsst, was eure Partnerin/Partner im oberen Bildschirm macht. Wer Lust und Laune hat, darf natürlich auch die Kontrolle über den oberen Bildschirm nehmen, das ist aber etwas happiger. 
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