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The Witcher (Tests)


The Witcher

Das Skillsystem mag auf den ersten Blick relativ unübersichtlich wirken, aber sobald ihr merkt, dass es von links nach rechts geht, dann erschließt sich der Sinn der Sache, denn unten links sind die schwachen Skills, oben rechts befindet sich die fünfte, stärkste Stufe. Die größte Schwäche an diesem System allerdings ist, dass ihr meditieren müsst, um nicht nur Tränke zu brauen, sondern auch um die Skills zu verbessern. Und meditieren kann man nur an bestimmten Punkten im Spiel. Viel Freiheiten hat man bei der Charakterentwicklung nicht, denn Zahlen gibt es nicht, nur Skill- und Talentpunkte, die ihr beispielsweise in Kraft, Kondition und dergleichen Dinge stecken könnt.

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Viel interessanter ist da sicherlich die Alchemie, mit der man seine feinen Tränke brauen kann. Grundstoff für jeden Trank ist Alkohol. Je besser er ist, desto wirkungsvoller ist der Trank. Durch Rezepte, die man in Büchern findet oder von anderen Personen gesagt bekommt, kann man sich mit allen möglichen Zutaten, die man nahezu überall in der Spielwelt findet, Tränke erschaffen. Es sei aber gesagt, dass man nicht zu oft wild probieren sollte, denn wenn es häufiger in die Hose geht und ihr den guten Geralt davon trinken lasst, bekommt er eine Lebensmittelvergiftung, die nur mit sehr viel Schlaf geheilt werden kann. Auch die Alchemie funktioniert nur während der Meditation. Und weil sich mit der Zeit extrem viele Items in euren an sich großen Taschen befinden werden, könnt ihr in den Tavernen der Städte alle Gegenstände in noch größere Truhen packen und dann wieder auf Jagd gehen.

Technisch Top, Synchronisation Flop

Fangen wir lieber mit den positiven Dingen von The Witchers Technik an, denn die Grafik des Spiels ist einfach nur atemberaubend schön, abwechslungsreich und passend. Die Effekte wirken sehr schick und können sich jederzeit sehen lassen. Dafür sind die Hardware-Anforderungen nicht ganz ohne, denn wer das Spiel mit maximalen Einstellungen spielen möchte kommt nicht um eine GeForce der 8000’er Reihe und einen Dual Core-Prozessor herum. Kleine Abzüge gibt es für die sehr wenig abwechslungsreichen Charaktere sowie die leicht schwach aussehenden Innenräume, aber sonst gibt es hier fast gar nichts zu meckern.

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Die Hintergrundmusik von The Witcher ist toll, einfach nur wunderschön! Wenn es so richtig dramatisch wird, dann wird das mit toller, melancholischer Musik untermalt. Auch sonst stellt sich der passende Ton ein, wenn die Situation es erfordert. Einen totalen Fehlgriff haben die Entwickler aber bei der Vertonung der deutschen Version gemacht, denn Geralt hört sich im Leben nicht an wie ein eiskalter, harter Schwertmeister, sondern viel mehr wie ein junger Bub, der auf Konflikt aus ist. Wer das mal mit dem englischen Original vergleicht, wird wissen, wie das gemeint ist, denn The Witcher verliert bei uns im Test satte 6 Prozentpunkte alleine für die vollkommen verhunzte Sprachausgabe. Ein weiteres Problem sind die asynchronen Lippenbewegungen, de aufgrund falscher Übersetzungen zustande kommen – sowas darf in einem solchen Spiel einfach nicht passieren.

Andere Patzer gibt es auch, denn manchmal lassen sich Quests nicht starten, wodurch man gezwungen ist, den Spielstand neu zu laden. Außerdem gab es bei unserer Version (ungepatcht!) noch den einen oder anderen Spielabsturz und eine Kombo wurde ohne jeglichen logischen Grund abgebrochen. Inzwischen gibt es zwar einen großen Patch, der viele Fehler behebt, unsere Testpolitik jedoch sieht vor, dass wir Spiele so testen, wie sie auf den Markt kommen – und in dem Stadium gibt es eben einige Aussetzer, die die 90%-Hürde leider unüberwindbar machen.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 29.10.2007




 
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