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The Witcher (Tests)


The Witcher

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Das große Aber kommt jetzt, denn CD Projekt (der polnische Entwickler des Spiels) hat da so einige Dinge verbockt. Zunächst wären da die fast identisch aussehenden Charaktere zu nennen. Manchmal wird man das Gefühl nicht los, man würde Klonen gegenüber stehen. Darüber hinaus sind die ständigen Ladezeiten ein Graus, denn wenn ihr in ein Gebäude geht und dann wieder hinaus wollt, muss zwei Mal geladen werden. Beim Eingang ins Gebäude und wenn man wieder raus will – argh! Des Weiteren lässt The Witcher alles danach aussehen, als hätte man es mit einer offenen Welt zu tun, allerdings gibt es immer eine Barriere, die das Voranschreiten letztlich verhindert. Ärgerlich. Das dritte Problem ist die Bedienung. An sich ist es sehr löblich, dass die Entwickler gleich zwei Steuerungsmöglichkeiten anbieten (nur Maus oder Maus und Tastatur), allerdings lassen sich beide Varianten nicht immer optimal benutzen.

Abwechslung wohin das Auge reicht

The Witcher bietet ein geniales Quest-System, denn alle eure Aufgaben werden in einem Tagebuch exakt festgehalten und können bei Bedarf – sofern ihr eine Quest noch nicht erfüllt habt – „verfolgt“ werden. Das heißt einfach, dass ihr auf der Minimap oben rechts einen roten Punkt seht, der euch das Ziel anzeigt. Das Tolle an den ganzen Aufgaben ist, dass sie manchmal erst zu einem viel späteren Zeitpunkt im Spiel (dann auch mit Verweis auf die Tat) Auswirkungen haben! Neben typischen Rollenspielaufgaben wie „Tötet Monster X und bringt mir seine Hirne“ gibt es auch ganz normale Aufgaben, die die Story vorantreiben und dazu parallel verlaufende Handlungsstränge offenbaren – klasse, einfach nur genial! Weiterhin finde ich es faszinierend, wie sehr The Witcher es schafft, eine Verbindung zwischen Held, Nebenperson und Spieler zu kreieren. Wenn man in einer Bar ist und so richtig den Proll mimen will, dann geht man zur hübschen Bedienung und fragt sie, ob sie mal unanständig sein will. Manchmal hauts hin, manchmal geht das in die Hose und man hört ein freundliches „Fick dich ins Knie!“ von der jungen Dame – holla! Abgesehen davon zeigt The Witcher aber auch so richtig Gefühle. Wenn da die Mutter eines Kindes umkommt, dann kann man das Leid so richtig gut erkennen und fühlt mit.

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Sollte es – und das ist einfach unvermeidbar – zum Kampf kommen, dann punktet The Witcher erneut, denn das Kampfsystem ist einzigartig, erfordert viel Aufmerksamkeit und ein gutes Timing. Hauptwaffe ist das lange, silberne Hexerschwert, wobei man noch einen Dolch sowie eine Axt mit sich tragen kann, allerdings kommen die Waffen recht selten zum Einsatz, werden aber immer grafisch dargestellt. Habt ihr das Schwert in der Hand, könnt ihr aus drei verschiedenen Stilen wählen. Ein starker Angriff, der einen Gegner trifft, ein schneller, dafür aber schwacher Angriff, der alle trifft oder den Gruppenangriff, der alle Unholde betrifft. Über Hotkeys kann man zwischen den Stilen jederzeit wechseln. Wem das aber zu schnell geht, der kann auch die Leertaste drücken, um so das Spiel zu pausieren. Man klickt auf den Feind, sieht einen roten Kreis unter seinen Füßen, der die Lebensenergie anzeigt und dann gilt es im richtigen Moment erneut zu klicken, denn für eine oder zwei Sekunden wechselt der Cursor das Erscheinungsbild (sieht feurig aus), wodurch angezeigt wird, dass ihr eine Kombo starten könnt. Das geht bis zu drei Mal und ist eng mit dem Skillsystem verkoppelt. Die Animationen laufen sehr flüssig ab und lassen das gesamte System sehr real wirken, zumal die Moves ziemlich cool aussehen. Wenn ihr einen Gegner betäubt, könnt ihr ihm den finalen Schlag verpassen. Magie gibt es auch noch, allerdings wird ihr eher wenig Aufmerksamkeit beschränkt, was prinzipiell schade ist, weil die Magieanriffe ziemlich cool aussehen.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 29.10.2007




 
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