Während Kollege Smieja vor einiger Zeit die Preview-Fassung von The Fast and The Furious zur Brust genommen hat, beschäftigen wir uns nun mit der Vollversion des Spiels. Bisher blieb der PlaystationPortable ein richtiger Race-Knüller verwährt. Juiced 2: Hot Import Nights fehlt es an Kreativität, Need for Speed: ProStreet am Umfang und an der Langzeitmotivation und The Fast and the Furious?
Ladezeiten, die den Rahmen sprengen
Zur Story muss man an dieser Stelle nicht sonderlich viel los werden. Wie in eigentlich jedem Racer ist das Ziel der bekannteste, beste und höchstangesehenste Fahrer in der Szene zu werden und Tokyo so richtig aufzumischen. Dafür muss man Sieg über Sieg einfahren und sein Gefährt natürlich ordentlich tunen, sonst frisst man schneller Staub, als man denkt. Naja, oder auch nicht, denn im Zuge zur Preview-Version hat sich, was die Beweglichkeit auf den Straßen angeht, nicht viel getan. Es sind immer noch kaum Autos unterwegs, man streift Kilometer für Kilometer über die Straßen von Tokyo und sieht ab und an mal einen Rivalen oder andere Autos, die durch die Gegend fahren.
Genau wie in der Preview-Fassung werdet ihr am Anfang mit einer netten Sequenz und einigen Informationen unterhalten. Sobald der nächste Fahrer mit Höchstgeschwindigkeit an euch vorbeirauscht, solltet ihr ordentlich ins Pedal treten und ihm zeigen, wer der Chef auf der Straße ist. Bevor es allerdings zu diesem kurzen Distanzrennen kommt, muss man schon das erste Mal die schlimmen und wirklich extrem langen Ladezeiten erleben, die einen das komplette Spiel über begleiten werden. In diesem Fall sind die Ladezeiten ein absoluter Langzeitmotivationstöter und die Lust vergeht einem schon nach wenigen Minuten, wenn man öfters den Ladebildschirm, als das eigentliche Spielgeschehen zu Gesicht bekommt. Dann aber geht’s endlich los und ihr könnt euren Gegner mit der R-Taste und eurem Nitro ordentlich im Staub stehen lassen. Danach bekommt ihr euren ersten Geldhaufen und könnt euch euren eigenen Wagen kaufen.
Präsentation schon vor oder erst nach dem Tuning schön anzuschauen?
Habt ihr dann euren ersten Wagen in euren Besitz gebracht, habt ihr die Möglichkeit eure Kiste - sofern ihr nicht schon alles verpulvert habt – noch ordentlich aufzupeppen. An sich bietet The Fast and The Furious aber nichts Neues. Naja, wie denn auch? Autos ändern sich nicht und optische Tuningmöglichkeiten sind nun mal auch begrenzt, so könnt ihr in euren Wagen einen besseren Motor, einen Turbo oder Nitro einbauen, um auf den Straßen ordentlich Qualm zu hinterlassen. Wer hier mal richtig rumprobieren möchte, kann sich durchaus austoben, denn in Geldnöte kommt man absolut nicht. Ein paar gewonnene Rennen und man steht wieder voll im Saft, was für Hardcoregamer wohl eher weniger erfreulich ist. Grafisch gesehen hat der Titel allerdings keinen Schritt mehr nach vorne gemacht. Die Lichteffekte und Reflektionen sind nach wie vor alle ganz gelungen, jedoch muss man sich schon ab und an über die trübe und unspektakuläre Umgebung wundern, die einen irgendwie fast einschläfert. An sich fehlt es dem Spiel überhaupt an Abwechslung und innovativen Ideen, obwohl man durch die enormen Ladezeiten wohl auch hier eingeschränkt werden würde.
Anders hingegen präsentiert sich der Sound, der mich von Anfang an absolut überzeugt hat. Hier stimmt einfach die Mischung und die Soundtracks sind alle durch die Bank weg auf jeden Fall hörenswert. Ob nun Hip Hop, Rock, Punk oder gemischte Musikrichtungen, jeder kommt hier auf seine Kosten. Habt ihr auf jeden Fall euer Auto schick gemacht und euer ersten Rennen bestritten, könnt ihr euch auf die Straßen von Tokyo trauen und zahlreiche Herausforderungen antreten. Da wären allerdings nur die gewöhnlichen Rennmodi, wie Kopf an Kopf-Rennen, Rundkurse oder Driftchallenges. An sich ist die Steuerung von The Fast and The Furious gelungen, jedoch schlägt am Start und auch ab und an im normalen Rennen das Auto enorm aus, was einen fast dazu drängt ab und an zu Driften. Wie man sich vorstellen kann, sind dadurch die Driftchallenges ein leichtes Vorhaben und im normalen Rennen muss man sich manchmal ordentlich damit rumärgern, dass das Auto einen Rechts- oder Linksdrall hat. Letztendlich wollten die Entwickler es wohl einfach – genau wie im Film – richtig krachen lassen und da gehört ein Heck, was andauernd ausschert anscheinend einfach dazu.