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Test Drive Unlimited (PS2)

Hersteller
Vertrieb
 Atari
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Rennspiel

Anfang 1 2 » Fazit
Das ist nun mittlerweile der dritte Test zu einem Test Drive auf Spieletester.com – ja, wir können echt nicht genug kriegen von dem Titel. Auch auf der PS2 kann der Titel durchweg überzeugen und liefert eine solide Leistung ab, allerdings mit deutlichen Abstrichen bei der Grafik – aber dazu später mehr. Viel Spaß beim Test!

Urlaub macht Spaß!
1600km Umfang. Woran denkt man dabei? Sommer, Sonne, Strand und geile Karossen! Ist es nicht schön, frei zu sein? Den ganzen Tag mit Edelkarossen über die Highways am Strand entlang zu heizen? Wer das schon immer mal wollte, der ist bei Test Drive Unlimited genau richtig. Das Spiel versetzt euch in einen Fahrer bzw. Fahrerin, der/die sich mit wenig Geld auf die Insel Oahu niederlässt und mit Rennen und Aufträgen den Lebensunterhalt und das Hobby finanziert. Nachdem ihr euch einen virtuellen Charakter ausgesucht habt, geht zuerst die Suche nach einem relativ günstigen Apartment los. Habt ihr eurer trautes Heim gefunden, beginnt das eigentliche Spiel erst richtig. So fahrt ihr mit eurem neu gekauften Auto durch die Straßen der Städte und Dörfer und sucht nach kleineren Rennen, die auf der ganzen Insel verteilt sind, um den Geldbeutel ein wenig aufzustocken. Rund 120 Events gilt es zu bestreiten. Ihr fahrt hübsche Frauen nach Hause, bringt Mietfahrzeuge zurück, kümmert euch um diverse Paketlieferungen und macht bei illegalen Rennen mit. Ein enormer Umfang für ein Rennspiel. Doch damit nicht genug. Habt ihr euch ein wenig Kohle angespart, kauft ihr euch neue Sportwagen oder Häuser, die euch wiederum neue Garagen bescheren, um weitere gekaufte Fahrzeuge zu parken. Zudem dürft ihr euch bei bekannten Modellabels neu einkleiden.

Oahu bietet wunderschöne Landschaften, die vielseitig und bewundernswert sind. Von langen Highways am Strand bis hin zu hohen Bergen mit kurvenreichen Landstraßen, wird vieles geboten, was den Spieler staunen lässt. Entwickler Eden Games hat es durchaus geschafft, eine dichte Atmosphäre zu integrieren, die fast nicht schöner hätte sein können. Die wird durch malerische Himmelanimationen untermauert und lässt jeden Gamer staunen. Ob die angenehme Morgensonne mit vereinzelten Wolken, der klare Nachmittagshimmel oder der romantische Abend. Oahu zeigt sich von einer positiven Seite und wirkt wie ein Urlaub im Paradies. Besonders die Wolkenanimationen sind sehr realistisch geworden - ein wirklich toller Anblick der eventuell Unaufmerksamkeit beim Fahren hervorrufen kann. Die ganze Insel wirkt detailliert. Die Flora und Fauna sehen beeindruckend aus. Auch die riesigen Wolkenkratzer bringen eine frische Abwechslung mit sich. Doch warum die Atmosphäre so gut eingefangen wird, hat einen ganz anderen Grund, denn Test Drive geizt keineswegs mit Details und Animationen. So fliegen langsam Blätter von den Bäumen auf den Boden herab, Zeitungen wehen durch den Wind über die Straßen der Städte, riesige Yachten umkreisen die Insel und Flugzeuge fliegen tief über die Insel, bevor diese auf den heimischen Flughafen landen. Es gibt wirklich viele Dinge zu bestaunen, die einfach Spaß machen und einen kleinen „WoW“ Effekt hinterlassen.

Um auf der riesigen Insel, mit den mehr als 1600 KM Straßen, nicht die Orientierung zu verlieren, unterstützt euch jederzeit das Navigationssystem. Markiert einfach einen Ort auf der Karte und das GPS sucht euch die kürzeste Route. Natürlich werden euch nicht von vornherein die Rennevents und Autohäuser angezeigt. Diese müsst ihr erst gefunden haben, bevor diese auf dem GPS angezeigt werden. So bleibt einem nichts anderes übrig, als nach und nach die komplette Insel zu erkunden, um wirklich alle Hotspots zu finden. Schade, dass die deutsche Stimme des Routenplaners nach einiger Zeit nervig klingt. Schön wäre es gewesen, wenn man aus mehreren Stimmmuster hätte wählen können.

Der Umgang mit Geld
In Test Drive kauft ihr, wie oben angesprochen, nicht nur neue Autos. Hier wird das Spektrum weit gefächert und soll Abwechslung bringen. Es gibt Dutzende Appartements, Häuschen und Villen zu ergattern, die natürlich keineswegs billig sind. Seid ihr euch unschlüssig, besucht doch einfach den Makler, der euch die Häuser zeigen lässt und Details preisgibt. Neue Häuser sind zudem ein wichtiger Bestandteil des Spiels, denn mit jeder neu erworbenen Immobilie gibt es auch neue Garagenplätze, die den Platz eurer Autosammlung erweitern lässt. Und so eine Sammlung von Karossen kann riesig werden. Es gibt Unmengen an Fahrzeugen, die in verschiedene Klassen unterteilt sind. Ob der bekannte Shelby GT 500, der Audi A4 Quattro oder
der schnittige Lamborghini Gallardo. Die Menge an Autos ist beträchtlich. Doch damit nicht genug: Falls ihr euch für einen Sportflitzer entschieden habt, dürft ihr die Alufelgen bestimmen und die Farbe des Interieur aussuchen. Habt ihr dann noch ein wenig Kleingeld übrig, könnt ihr eurer gutes Stück ein wenig aufmotzen. Mit drei verschiedenen Tuningoptionen macht ihr euren fahrbaren Untersatz schneller. Habt ihr euch an der Lackierung satt gesehen? Lackiert sie mit Spezialfarben neu. Klar wird hier nicht die Vielfalt eines Need for Speed geboten, aber Test Drive will das auch nicht und das, was vorhanden ist, reicht völlig. Denn es geht hier nicht ums Tuning, sondern um Edelkarossen, die ihre natürlichen Formen präsentieren und gefahren werden wollen. Habt ihr genug von Autos, könnt ihr euch natürlich auch hinter das Steuer eines Motorrads setzen. Ob Rennmaschine oder Reisemotorrad, die Entscheidung bleibt bei euch.

Habt ihr immer noch ein wenig Geld übrig, investiert diese doch in stylische Klamotten und Accessoires. Ob neue Jeans, Hemden, Jacken oder eine neue Sonnenbrille - ihr dürft euren virtuellen Charakter individuell einkleiden; Hier sind keine Grenzen gesetzt.

Die Versionsunterschiede
Die Grafik der PS2-Version kann natürlich nicht mit der Xbox 360 oder der PC-Fassung mithalten. Die Texturen reichen von kantig (überall sieht man das fehlende AA) bis hin zu Matsch – etwas schade, wenn man viel mehr gewohnt ist. Die Fahrzeuge hingegen wirken weiterhin sehr gut und ausgereift. Was mich auch etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass man nur über die Sticks steuern kann, über das Digikreuz geht da leider nichts. Ansonsten aber liefert die PS2-Version eine technisch solide Leistung ab. Über den Sound verliere ich jetzt keine Worte, sondern verweise auf die beiden anderen Tests: Zur PC-Version, Zum 360-Test.
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