Wenn wieder mal die EM oder die WM ansteht bzw. schon läuft, kennen die Menschen auf der ganzen Welt eigentlich kein anderes Thema mehr. Das allgemeine Fußballfieber grassiert auch bei den Entwicklern und Publishern, weswegen manche schon vorab ihre Titel auf den Markt werfen (EA mit UEFA Euro 2008). Andere hingegen, wie Deep Silver, tun es erst zur EM, doch wie viel Fußball steckt wirklich in Street Football? Ja, es mag komisch klingen – Fußball mit Street Football zu vergleichen, aber es geht doch in beiden Fällen darum, das Runde ins Eckige zu befördern, auch wenn es beim Street Football weniger Spieler gibt. Die „Geschichte“ des Spiels handelt von der Clique rund um die Freunde Fangus, Neunmalkuet, Luisa, Tek und No (da klingen die englischen Namen teilweise um Längen besser – Tag, Brains, Eloise, Tek und No), die am Hafen eine neue Art des Fußballs kennenlernen, wow. Verdient fast, aber auch nur fast einen Oscar. Wäre was für Boll. Wann spiele ich endlich Street Football? Meine ersten Gedanken waren: Was hat das Spiel bitte mit Fußball zu tun? Nach den ersten Minuten, in denen man einige Techniken lernt und bereits an der bescheidenen Erkennung des Pens verzweifelt, muss man nicht etwa ein Spiel absolvieren, nein, man rennt im klassischen 2D-Stil von A nach B und muss Dosen (!) aufsammeln. Wozu sammelt man Dosen auf? Die ca. 100 bis 200, die ihr für jeden Weg von Ort zu Ort sammelt, können die Kinder doch im Leben nicht selbst austrinken. Obendrein sind die auch noch leer. Anscheinend wollte da ein gewisser Entwickler einfach nur irgendwas haben, damit das nicht so verdammt eintönig ist. Auch im späteren Verlauf ist der Anspruch nicht wirklich höher. Hier und da rauschen einige Spieler an euch vorbei (geklont übrigens, sehen immer gleich aus) und diverse Hindernisse sollen euch am Weiterkommen hindern. Naja, okay. Nach 30 Minuten immer noch keinen echten Street Football gespielt. Aber dann war es soweit: Das letzte Tutorial war gespielt, das Match beginnt! Und dann machte sich doch wieder Ernüchterung breit. Kein echtes Spielfeld, sondern ebenfalls das 2D-Geplänkel mit Einsatz des Pens – wobei ich auch hier zum Einsatz der Buttons rate, weil die Erkennung der Bewegungen wirklich miserabel ist. Ansonsten springt ihr über diverse Leute oder rutscht unter ihnen hindurch. Am Ende gilt es dann in einer Art Elfmeterschießen ein Tor zu machen, wobei euch da ein Zeitlimit im Nacken hängt. Auf der anderen Seite gilt es mit dem Pen den Keeper zu bewegen. Eigentlich habe ich während der gesamten Spielzeit kein (!) einziges Gegentor kassiert, weil das Spiel so lächerlich einfach ist. Mehr gibt es dann au nicht mehr am Spiel, das wars. Bunt Die Grafik von Street Football kann sich ganz im Gegensatz zur Spielmechanik wirklich sehen lassen und wartet mit schicken Hintergründen, netten Zeichnungen und an sich guten „Texturen“ auf. Alles in allem eine stimmige Sache, die mit abwechslungsreichen Orten untermalt wird. Beim Sound fand ich es sehr schade, dass es keine Sprachausgabe gibt, da der Umfang des Spiels ziemlich bescheiden ausgefallen ist. Die vorhandenen Sounds sind ganz in Ordnung, aber auch nicht die Welt. Den Casual Gamer wird es jedoch nicht stören. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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Contra