Star Trek ist eine sehr beliebte Marke und die TV-Serien konnten schon Generationen begeistern. Die Spiele, die erschienen sind, waren bislang kein allzu großer Erfolg. Entwickler Bethesda (Oblivion) hat es sich zum Ziel gemacht, das erste gute Star Trek auf den Markt zu bringen – in Form eines rundenbasierten Strategiespiels! Geht der Plan auf? 1966 wurde die erste Folge der TV-Serie ausgestrahlt, danach folgten satte 725 weitere Episoden, die in sechs Sci-Fi-Serien eingeteilt worden sind. Da hatte man ordentlich viel zu sehen, zu hören und vor allem zu erleben. Aber bei der Serie blieb es natürlich nicht: Inzwischen gibt es zehn Filme, ein elfter ist bereits in der Mache und wird wahrscheinlich Ende 2008, Anfang 2009 in den hiesigen Kinos anlaufen. Und dann gibt es neben der Enterprise auch noch Deep Space Nine und Voyager, die ebenfalls bis zu sieben Staffeln umfassten – das ist eine umfangreiche Serie. Und so viel sei gesagt: Dieses Spiel hier schafft es nicht, das hohe Maß an Komplexität auch nur im Ansatz darzustellen. Conquest spielt in der Zeit von „The Next Generation“. Bauen, führen, siegen Die Kampagne des Spiels, wenn man sie denn so nennen will, ist nicht gerade lang und läuft immer gleich ab. Ein Sternensystem bebauen, ein neues besiedeln bzw. erobern und die Feinde, die ebenfalls in der Galaxie umherschwirren, erledigen. Aber dadurch, dass die Story stark in den Hintergrund gedrängt wird, kann man sich auf die anderen Feinheiten des Spiels konzentrieren. Nebenbei werden auch immer einige Details zu Planeten und Völkern preisgegeben, die für Fans sicherlich interessant sind. Nichtkennern wird all das aber nicht viel sagen - es darf auch gut und gerne bezweifelt werden, dass „Nicht-Trekkies“ dieses Spiel überhaupt spielen werden, da viel zu viele Insider-Infos genannt werden. Aber wie spielt sich der Titel? In der Übersicht des Spiels führt ihr euer Raumschiff in gewohnter „Galactic Civilizations“-Manier von Planet zu Planet und erobert diesen, wobei ein Kampf immer da ist. Sei es gegen Romulaner oder Klingonen – ohne Auseinandersetzung gewinnt man hier keinen Blumentopf. Anschließend baut ihr für einige Credits eine Hauptstation und wählt danach zwischen Mine oder Forschungslabor. Beides hat Vorteile und sollte in gleichen Maßen gebaut werden. Minen fördern eure Finanzen und die Forschung erlaubt es euch, eine Spezialwaffe abzufeuern und Boni für Schiffe, Admirale, Forschungseffizienz und Minenausstöße einzusacken. Ganz nebenbei kann man seine Flotte ausbauen, wobei eine festgelegte Slotanzahl (7 Schiffe sind insgesamt möglich) die taktischen Möglichkeiten etwas einschränkt. Auch eingeschränkt sind die Schiffstypen, die sich auf lächerliche drei beschränken: Aufklärung, leichter Kreuzer und schwerer Kreuzer. Überdies gibt es noch drei Admirale, die verschiedene Charakteristika besitzen. Der eine setzt auf Angriff (Boni bei Angriffskraft der Schiffe), der andere auf Verteidigung (bessere Schilde) und der letzte auf Beweglichkeit (Schiffe können weiter und häufiger pro Zug bewegt werden). Die Individualität der sechs verschiedenen Rassen wird dadurch auf ein Minimum – nämlich nur auf das rein Äußerliche – beschränkt. Schade.Die Kämpfe im Spiel kann man auf zwei Varianten abhalten: Man ist faul und simuliert sie. Dabei sieht man dann nur diverse Laserstrahlen und Photonengeschosse über den Bildschirm flitzen oder greift direkt selbst ins Geschehen ein. Wann lohnt sich der direkte Eingriff? Zunächst ganz klar, wenn man in der Unterzahl ist, denn alleine ist oftmals mehr möglich als den Computer die Überhand nehmen zu lassen. Auch bei gleichen Verhältnissen sollte man nichts dem Zufall überlassen, es sei denn man hat deutlich stärkere Kreuzer. Erst wenn es 3:1 oder sagen wir 3:2 zu für euch steht, könnt ihr euch zurücklehnen und die KI den Kampf machen lassen – in der Regel geht das auch gut aus. Die Steuerung im Kampf gestaltet sich allerdings alles andere als angenehm. Mit dem linken Analogstick bewegt ihr euch recht müßig, mit dem rechten wird umständlich anvisiert, während R1 und R2 für die beiden Waffensysteme genutzt werden. L1 dient zum Boost und mit den restlichen Tasten werden Formationen oder der Rückzug eingeleitet. Technisch solala Grafisch bekommen PS2-Zocker ein recht mittelprächtiges Spiel zu Gesicht. Die Effekte wirken eher mäßig und die Texturen im „Arkade“-Kampf eher schwach bis schlecht. Die Spieloberfläche ist „modern“ gehalten – modern in der Hinsicht, als dass man versucht hat, Stilelemente der Serien und Filme auf die Menüstruktur zu portieren. Die Sprachausgabe des Spiels gibt sich komplett in englischer Sprache, wurde jedoch ins Deutsche (Untertitel) übersetzt. Qualitativ kann die Musik zumindest in Teilen überzeugen, auch wenn ich oftmals das Gefühl hatte, dass hier nicht die Original Stimmen erklingen. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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