Special: Trends in Videospielen (Tests)
Trends in Videospielen 2008/2009
Das Jahr 2008 ist gerade mal acht Monate alt und während wir noch im „Sommerloch“ dümpeln, fiebern wir schon dem Weihnachtsboom entgegen. Trotzdem hielt es schon einige Hochkaräter für PC- und Videospieler bereit; so zum Beispiel das lang erwartete Grand Theft Auto IV oder der vierte Teil von Devil May Cry. Auch die zweite Jahreshälfte sowie das kommende Jahr können mit einer ganzen Menge Spiele aufwarten, deren Namen allein die Herzen der Spieler höher schlagen lassen: StarCraft 2, Spore, Fallout 3… Na, rast das Herz schon? Man kann sagen, die Spieleindustrie boomt, denn sie hat trotz großer Bedenken der Politik ein Erfolgsrezept für spannende Spiele entdeckt. Und wie es im Leben nun mal so ist: Findet einer den Stein der Weisen, machen alle anderen heimlich eine Kopie davon und verkaufen sie als ihr eigenes Produkt. Das ist zwar nicht sehr fair, steigert aber immerhin die durchschnittliche Qualität von Videospielen – und die Verkaufszahlen sowieso. ![]() Doch wer hat in diesem Jahr den Erfolg gepachtet und wer kopiert? Was sind die Zutaten, die Videospiele so erfolgreich machen und wer hat sie eingeführt? Fragen über Fragen, deren Beantwortung wohl der Suche nach besagtem Stein gleicht. Dieses Special gibt zwar keinen Aufschluss darüber, wie man als Alchimist Gold macht, wohl aber, welche Trends den Entwicklern Ruhm und Reichtum bringen sollen. Aus Alt mach Neu Der aufmerksame Leser wird es schon in der Einleitung gemerkt haben, GTA IV, StarCraft 2, Fallout 3 - Innovation ist in diesem Jahr ein Fremdwort. Warum sollte man sein Geld denn auch in unsichere Projekte stecken, wenn man doch weiß, dass bekannte Franchises automatisch die Verkaufszahlen ins quasi unendliche schießen lassen? Wie sonst ist zu erklären, dass sich in den aktuellen Verkaufscharts sieben Titel in der Top10 befinden, die einen Vorgänger haben? Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass wir uns in den kommenden Jahren auf Spiele wie Mafia 2, C&C: Alarmstufe Rot 3 und Gothic 4 freuen dürfen. Klar, diese Spiele werden mit Sorgfalt entwickelt und wissen sicher auch genauso zu überzeugen, wie ihre Vorgänger. Aber wer schützt uns vor Titeln wie Müllabfuhr-Simulator 2009? Das Problem, das solche stupiden Fortsetzungen meist mit sich bringen, ist, dass sich die Entwickler zu oft auf den Namen verlassen und eine sinnvolle Weiterentwicklung des Spieles nicht einmal in Erwägung ziehen. Zu sehen ist dies an der Radsport Manager-Serie, bei der sich in den letzten Jahren nur der Name geändert hat, während das Spiel immer dasselbe blieb. Den Trend zum Sequel gibt es nicht erst seit diesem Jahr, vielmehr reift er seit mehreren Jahren heran. Dass neue Titel in der Flut von Fortsetzungen vollkommen untergehen, scheint die großen Publisher ebenso wenig zu interessieren, wie die Käufer solcher Spiele. Und solange genügend davon existieren, wird es weiterhin Spiele wie Die Sims 2: Keller-Accessoires und Final Fantasy XXVII geben. Geschrieben von: Mathias Preuß am 19.08.2008
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