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Sony Ericsson C902 (Tests)


Sony Ericsson C902

Mit dem C902 versucht Sony Ericsson die Cybershot-Handys in neue Dimensionen zu katapultieren – schöner, schlanker, besser und umfangreicher? Das wollen wir nun in unserem umfangreichen Artikel herausfinden und sagen euch, wieso und weshalb sich ein Kauf durchaus lohnen könnte.

Sony Ericsson brauchte bislang kaum Handys heraus, die im Business-Bereich angesiedelt, denn die Walkmens und Cybershots stehen in erster Linie für sich – Musik zum einen, grandiose Fotos zum anderen. Einige kleine Ausweichkurse hier und da sind freilich immer vorhanden, aber gegen die harte Konkurrenz eines iPhone, Samsung Omnia oder LG Secret ist bislang kein SE-Kraut gewachsen. Ohnehin wird SE sowieso erst mit dem Xperia X1 ein wirklich echtes Business-Handy auf den Markt bringen, dann aber auch für einen durchaus gesalzenen Preis (Gerüchten zufolge soll dieser bei 600 Euro ohne Vertrag liegen).

Business auf Sparflamme?

Was spricht für das iPhone, das Samsung Omnia oder etwaige andere sogenannte Smartphones? Nicht nur das große Display und die Touchpads, sondern auch ihre umfangreichen Business-Applikationen wie Word, Excel, pfeilschnelle Verbindungen oder auch einfach nur schnelle Seitenladezeiten, welche eher mit der Schnelligkeit des Prozessors als mit der Datenübertragung zu tun haben. Auch eine umfangreiche Kontaktliste sowie Terminplanung sind Usus in dieser Branche. Das Sony Ericsson C902 versucht zumindest ansatzweise diese Charakteristika zu erfüllen, wobei es jedoch schon am Display scheitert, weil es ziemlich klein geraten ist (gerade mal 2 Zoll klein) und mit seiner 240x320 Auflösung sowie den 262.144 Farben eher im mittleren Sektor angelegt ist (zum Vergleich: Das Samsung U-900 Soul besitzt ein 2,2 Zoll großes Display, 320x240 Pixel Auflösung und 16,7 Mio. Farben). Dafür aber punktet das C902 bei Kontrast, Farbwiedergabe sowie Helligkeit. Außerdem passt sich die Helligkeit des Bildschirms automatisch der Umgebungsbeleuchtung an, um so mehr Strom zu sparen, was ein allseits bekanntes Problem von Sony Ericsson zu sein scheint, aber dazu später mehr.

GSM 850, GSM 900, GSM 1800 und GSM 1900 sind dem C902 durchaus ein Begriff, selbst mit UMTS 2100 MHz kommt das schicke Rote (auch in anderen Farben verfügbar) durchaus sehr gut zurecht und weißt keinerlei Probleme auf. Der Datentransfer profitiert des Weiteren durch GSM-Turbo EDGE sowie HSDPA mit 3,6 Mbit, wobei wie oben schon angedeutet der prinzipiell ordentliche Speed massiv ausgebremst wird. Schlimmer noch: Dreht man das Handy in eine horizontale Lage, so braucht das Display satte sieben bis acht Sekunden, um den Screen endlich korrekt anzuzeigen – das geht beim iPhone beispielsweise in weniger als zwei Sekunden. Auch wenn das ein wenig umständlich sein mag: Den Komfort so manch anderer Funktion möchte man hingegen nicht missen, wozu unter anderem die clevere Lesezeichen-Funktion zählt, die sich mittels Protokoll zuletzt besuchte Seiten merkt und bei Bedarf speichert. Durch eine „Wedfeed“-Funktion könnt ihr alle auf der Seite verfügbaren Feeds abonnieren und auf der übersichtlichen Startseite des Webbrowsers anzeigen lassen. Mal so ein kleiner Richtwert, wie lange eine Seite lädt: Spieletester.com, zugegeben sehr grafiklastig und ein Schwergewicht unter Onlinern, benötigte satte 17 Sekunden zum Laden – nicht schlecht, zumal unsere schicke Seite auf einem Desktop-PC nach weniger als 6 Sekunden geladen ist.

Beim Empfang der Emails (die entsprechenden Mail-Konten müssen manuell eingerichtet werden) gibt es keinerlei Probleme – IMAP4- und POP3-Postfächer aller Art funktionieren ohne weitere Probleme. Schade nur, dass gerade mal vier Mails aufs Bild passen und sich aufgrund eines fehlenden Quickoffices keinerlei Bilder direkt aus den Mails öffnen lassen – diese müsst ihr zunächst herunterladen. HTML-Mails werden nur als „plain text“ dargestellt.

Weiterhin wichtig für Business-Anwender ist die Kontaktverwaltung, welche Sony-Ericsson-typisch eher schlicht gehalten ist. Die Reiter werden in vier Bereiche eingeteilt, die Kontaktinfos lassen sich auf bis zu 20 Informationsfelder ausfüllen, darunter fallen beispielsweise schon vier für Telefon- und Handynummern für den privaten wie auch geschäftlichen Gebrauch. Schönes Gimmick: Tragt ihr den Geburtstags eines Kontakts neu ein, fragt euch das System, ob dieser Termin im Kalender eingetragen werden soll. Bei importierten Datensätzen ist das jedoch nicht der Fall.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 04.09.2008




 
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Kommentar
Das Sony Ericsson C902 ist in einigen Punkten wesentlich besser als sein Vorgänger, das K850i - es ist schöner, besser verbaut und hat eine wesentlich bessere Kamera. Das Gut-Wetter-Handy liefert gerade bei schönen äußerlichen Gegebenheiten brillante Bilder, der Browser kann überzeugen und insgesamt wäre ein Kauf durchaus gerechtfertigt. Nur Vorsicht: Die mitgelieferten Kopfhörer sind schwach und das Display zu klein.

Redaktionswertung

Design:
Funktionen:
Zubehör:
Business:
Lifestyle:
Multimedia:

Gesamtwertung

90 Prozent

Award
User-Wertung
Positiv
  • + tolles Design
  • + Starke Kamera
  • + Kamera-Mechanismus prinzipiell ganz nett...
  • + Sehr edle Verarbeitung
  • + HSDPA mit 3,6 Mbit
  • + Ordentliche Sprach- und Empfangsqualität
Negativ
  • - ... aber es fühlt sich zu locker an
  • - Tastatur zu klein und schlecht beleuchtet
  • - Vergleichsweise hoher Preis
  • - Kleines Display
  • - Kamera-Blitz suboptimal
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