Wer wollte nicht schon immer einmal ein verwöhntes blondes Mädel dabei beobachten, wie diese Schiffbruch erleidet und auf alle Luxusgüter verzichten muss, die sie sonst immer von ihren reichen Eltern hinterhergeschmissen bekommt? Hey, das soll nichts mit Schadenfreude zu tun haben, aber gehen euch diese blonden „Zicken“ mit ihrem überheblichen Gehabe nicht auch auf den Geist? Wer jetzt eine Befriedigung seiner Sinne sucht, der sollte sich mal das Spiel So Blonde aus dem Hause dtp anschauen. Denn genau um dieses Thema dreht sich das Comic-Adventure. Ob So Blonde sich gegen die starke Konkurrenz in diesem Genre durchsetzten kann, erfahrt ihr im Test.
Verwöhntes blondes Luder
Sunny Blonde ist eine reiche 17-jährige Göre, welche den kompletten Luxus dank der reichen Eltern genießt. Sie shoppt gerne, sie sieht immer gut aus, und mag es im Mittelpunkt zu stehen. So geht sie mit ihren Eltern auf eine Kreuzfahrt, welche den kompletten Atlantik befährt, um sich so vom ganzen „Stress“ zu erholen. Als der Luxus-Kreuzer jedoch ins Bermuda-Dreieck einfährt, kommt es, wie es kommen muss. Der Liner gerät in Seenot und geht unter. Sunny wird bewusstlos und wacht erst in einem Rettungsboot wieder auf, inmitten auf hoher See. Wenige Stunden später strandet die junge Dame an einem wunderschönen Sandstrand einer unbekannten Insel. Nun ist das verwöhnte Mädchen wohl komplett auf sich allein gestellt. Hier gibt es keine Einkaufszentren, kein Make-Up oder Haarspray. Plötzlich muss sie komplett ohne Luxusgüter auskommen, und das gefällt ihr gar nicht. Aber die Insel ist gar nicht so friedlich, wie sie zuerst den Anschein macht. Piraten, Voodoo-Zauber und Fallen machen die Insel zu einem gefährlichen Fleck. Sunny will so schnell wie möglich von dieser Pirateninsel verschwinden, aber das ist gar nicht so einfach. So liegt es an euch, Sunny durch die mysteriöse Insel zu führen, damit diese wieder in ihr altes Leben zurückkehren kann. Zu Anfang hört sich die Geschichte rund um den Teenager noch witzig und spaßig an, verkommt aber leider ab der Hälfte des Spiels in Eintönigkeit. So fällt es besonders schwer, den Sinn der Geschichte zu verstehen. Ich meine nicht den Sinn, ob es irgendwo eine Pirateninsel mit komischen Typen gibt, nein, es geht hier vielmehr um die Botschaft von Sunny. Soll sie als „dummes“ Blondinchen zahlreiche Männer belustigen, oder aber ein Vorbild für die Damen sein, da Sunny sich ja in zahlreichen Aufgaben beweisen muss. So versinkt die Geschichte ein wenig in der Zwickmühle, was schon schade ist, zumal viele Witze garantiert sind! Rätsel und Minispiele
Da So Blonde bekanntlich ein Adventure ist und auch so bewertet werden will, dürfen Rätsel und Knobeleien selbstverständlich auch nicht fehlen. Hierbei ist es aber der Fall, dass das Spiel in zwei Rätselgruppen aufgeteilt wurde. Zum einen gibt es die typischen Inventar- und Verbindungsrätsel um weiterzukommen, oder ihr müsst euch in diversen Minispielen versuchen. Ob der „Heiße Draht“ oder andere kleine Spielchen, zu jeder Zeit werdet ihr unterschiedlich gefordert. Der Vorteil der Minispiele liegt darin, dass diese in das Adventure ein wenig mehr Abwechslung bringen. Wenn ihr aber keine Lust verspürt, eure Konzentration mit dieser Knobelsorte zu verpuffen, dann dürft ihr diese auch abbrechen, um sofort weiter die Geschichte der kessen Blonden zu verfolgen. Somit bleibt der Spielfluss gegeben und gerät nicht ins stocken. Im Grunde ist So Blonde vollgepackt mit zahlreichen Rätseln, zu denen ich aber nicht näher eingehe, da hier das Übliche der Adventure-Genres geboten wird. Bleibt nur noch zu sagen, dass der Schwierigkeitsgrad eher an Casual-Gamer gerichtet ist. Echte Adventure-Freaks werden kaum gefordert, zumal die Rätsel eher einfach gehalten wurden und nur wenige davon etwas Anstrengung erfordern. Comic-Look und Musik Wie ihr mit Sicherheit schon auf den zahlreichen Bildern erblicken konntet, wurde So Blonde komplett im Cel-Shading-Look gehalten, was dem Spiel nur zur Gute kommt. Die Grafik wirkt farbenfroh und sehr detailliert und verführt den Spieler ein wenig in das Reich der 90er Jahre Comics. Aber auch der Sound und die Musik wirken gut und solide. So sollte man besonders die witzige Synchronisation hervorheben, die des Öfteren ein Schmunzeln bei euch erwecken wird, da die Dialoge sehr gut rüberkommen. Auch die komplette Soundkulisse kann sich hören lassen und macht nicht viel falsch. Im Grunde siedelt sich die technische Seite des Adventures im oberen Durchschnitt an und weiß zu gefallen!
|
|
|
© by Spieletester.com
Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions





