Singstar, Singstar Party, Singstar The Dome, Singstar ‘80s. So sieht die bisherige Reihe der Titel, die für die PS2-Mikrofone erschienen sind, aus. Für das „Singstar“-Label gilt also das gleiche wie für Sonys anderen Party-Spaß „Eye Toy“: Die gemachten Versprechen, die Party-Hardware ständig mit neuer Software zu versorgen, wurden bisher in beiden Fällen gehalten: In regelmäßigen Abständen erscheinen mal mehr, mal weniger innovative, aber stets spaßige Titel für Sonys Party-Peripherie. Griff man bei der Singstar-Serie bisher größtenteils auf „Neuzeit-Pop“ zurück (Singstar, Singstar Party, Singstar The Dome), so sollen beim aktuellen Teil, wie der Name bereits vermuten lässt, vor allem Anhänger der Musik der 80er Jahre auf ihre Kosten kommen. Was das Spiel Neues zu bieten hat, was beim alten geblieben ist, und wie die neue Songliste aussieht, erfahrt ihr im folgenden Review.
Wer Singstar kennt, wird wohl nicht lang brauchen, um sich bei Singstar ’80s zurechtzufinden. Das liegt aber weniger an einer außerordentlichen Benutzerfreundlichkeit in den Menus, sondern in erster Linie daran, dass seit Singstar Party nichts wirklich Neues mehr hinzugekommen ist. Außer der obligatorischen neuen Songliste und dem Minispiel „Sing Song“ – einer Art „Pong“, welches mit eurer Stimme gesteuert wird und so ein wenig Abwechslung bringt, sowie den Umfang erweitert - gibt es nichts, was routinierte Playstation 2-Sänger nicht schon von den Vorgängern kennen würden. Über Geschmack lässt sich nicht streiten Der wesentliche Unterschied im Vergleich zu den Vorgängern ist also – wie zu erwarten war – die Songliste. Dazu gibt es eigentlich nur zu sagen, dass man die Musik der 80er Jahre natürlich schon mögen sollte, um Spaß beim Nachsingen der Songs zu haben. Wer nur wenige Songs kennt, kann sich natürlich wie bisher einfach in die unbekannten Songs hineinfinden, indem er sie einfach ein paar Mal hört. Der 80er-Jahre-Charme wird sehr gut eingefangen und man merkt stets deutlich, dass man es mit Songs aus einer anderen Epoche der Pop-Musik zu tun hat. Das gibt dem Spiel durchaus sein eigenes Flair, determiniert zugleich aber auch die Songliste auf eine Musikrichtung bzw. vielmehr auf die Musik dieser Epoche, was als Novum, für Manche aber vielleicht auch als Nachteil zu betrachten ist. Grundsätzlich ist die die Songauswahl aber ein weiteres Mal sehr gut gelungen. Lobenswert ist auch die individuelle Anpassung der deutschen Version. So müssen wir nicht nur amerikanische Lieder trällern, sondern haben – durch das Streichen einiger anderer Titel – auch die Möglichkeit, deutsche Songs dieser Zeit zu singen. Münchner Freiheit, Geier Sturzflug, Nena und co. Sorgen für den deutschen Teil der Vielfalt dieser Songliste. Pros und Contras wie gehabt Die Überschrift sagt ja bereits eigentlich alles: Wer das Prinzip von Singstar und Nachfolgern mochte, wird Singstar ’80s auch mögen. Schade ist, dass es schon seit Singstar Party keinen Karrieremodus mehr gibt. Das reduziert die Langzeitmotivation im Singleplayer auf ein Minimum. Das weiße, extrem schlichte Menu und die ebenso schlichte Gesamtpräsentation haben zwar fast schon Kultstatus und ermöglichen eine schnelle und einfache Bedienung des Spiels, dürften aber nach der Zeit auch mal gern überarbeitet und aufgefrischt werden. Im Singleplayer singt man ein paar Mal seine Lieblingssongs und befördert die Software unter Umständen schnell in die Ecke. Doch nun zu den – mittlerweile bekannten – Pros: Genau aus dieser Ecke werdet (und solltet) ihr das Spiel schleunigst herausholen, sobald Freunde bei euch zu Hause sind. Ganz egal, wie viele Hobby-Schmetterer ihr zusammentrommeln könnt, im Multiplayer dreht dieser Teil der Serie genau so auf wie seine Vorgänger. Ob ihr mit zwei Personen im Duett oder im Duell spielt, in Teams gegeneinander auf Punktejagd geht, oder in einer gemütlichen Runde das Mikrofon kreisen lasst: Seid ihr zu mehreren Leuten versammelt, bleibt bei dem Spiel und seinen bewährten Modi kein Auge trocken. Dazu muss man kein 80er-Jahre-Fan sein, oder diese Zeit miterlebt haben, aber der Spielspaß legt doch noch einmal um ein vielfaches zu, wenn man sich in die 80er aufgrund eigener Erinnerungen zurückversetzt fühlt. Die Medley-Funktion, in der vorgefertigte Abfolgen von Liedern gesungen werden müssen, bringt erfrischende Abwechslung dabei mit hinein. Die Songliste Jetzt haben wir bereits viel von der Liste der 30 Songs gesprochen. Da diese vermutlich zur Kaufentscheidung beitragen wird, wollen wir sie euch nicht vorenthalten. Die Liste für die deutsche Fassung des Spiels sieht folgendermaßen aus: NENA - 99 Luftballons NINO DE ANGELO - Jenseits Von Eden HUBERT KAH - Sternenhimmel CYNDI LAUPER - She Bop LIMAHL - Neverending Story OPUS - Live Is Life JOACHIM WITT - Goldener Reiter WESTERNHAGEN - Sexy IXI - Der Knutschfleck TRIO RIO - New York, Rio, Tokyo MÜNCHENER FREIHEIT - Ohne Dich (Schlaf Ich Heut Nacht Nicht Ein) MODERN TALKING - Cheri Cheri Lady GEIER STURZFLUG - Bruttosozialprodukt MARIETTA - Fire & Ice EUROPE - The Final Countdown SOFT CELL - Tainted Love WHAM! - Wake Me Up Before You Go Go KATRINA & THE WAVES - Walking On Sunshine BLONDIE - Atomic SURVIVOR - Eye Of The Tiger CULTURE CLUB - Karma Chameleon DEXY'S MIDNIGHT RUNNERS - Come On Eileen TEARS FOR FEARS - Everybody Wants To Rule The World SIMPLE MINDS - Don't You Forget (About Me) MARILLION - Kayleigh FRANKIE - GOES TO HOLLYWOOD Power Of Love FOREIGNER - I Want To Know What Love Is BILLY JOEL - Uptown Girl STARSHIP - We Built This City TINA TURNER - The Best Kommentar (PH) :
Wenn Sony nicht langsam der Singstar-Reihe einen erfrischend neuen Touch gibt, kann ich nicht garantieren, dass ich nicht in Zukunft meine Tests kopiere und jeweils nur die neue Songliste einfüge. Nein, im Ernst: Die Präsentation hat man sich langsam leid gesehen, dort sind genau so frische Ideen notwendig wie bei den Spielmodi. Klar, das Konzept funktioniert ja auch prima, aber trotzdem darf man wenigstens eine Art Karrieremodus erwarten, da so die Empfehlung an „Nur-Einspieler-Modus-Spieler“, die selten Freunde zu Haus haben, nur bedingt gegeben werden kann. Achtziger-Fans mit PS2-Mikros sollten sich das Ding sowieso nicht entgehen lassen, allen anderen sei empfohlen, das Spiel primär als Party-Spiel, nicht als „Einzelspielerspiel“ zu kaufen. Abschließend sei noch erwähnt, dass eine Evolution des Singstar-Systems in die Richtung der Worterkennung (und nicht nur Melodie-Erkennung) für das Karaoke-Feeling durchaus innovativ und sinnvoll wäre.
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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