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SingStar (Tests)


SingStar

Wir haben ja schon so richtig viele SingStars getestet und die meisten davon gingen bei uns immer mit einem Schmunzeln durch oder wurden nur kurz wegen der Songliste angespielt. Bei der PS3-Version jedoch haben wir uns etwas mehr Zeit gelassen, sage und schreibe vier Tage, um alles in aller Ruhe ansehen und spielen zu können. Die Premiere auf der PS3 gelingt Sony zwar, allerdings mit vielen nicht erfüllten Versprechen.

Wer unsere Seite in den letzten Monaten aufmerksam verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass gerade im September/Oktober/November fast alle zwei Wochen ein neuer Teil auf den Markt gekommen ist. Sony wollte seine zahlende Singstar-Kundschaft nochmal so richtig tief in die Taschen greifen lassen bevor sie SingStar für die PS3 herausbringen. Die Rechnung ging auch noch auf…

Recycling mit Hoffnung auf Besserung

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Die Welt von SingStar PS3 sieht auf den ersten Blick absolut bekannt aus und macht einen netten Eindruck. Wer SingStar schon mal gespielt hat, wird sich in den vorhandenen Menüs sofort zurechtfinden und seine Favoriten nachsingen können. Das Prinzip des Karaoke-Titels ist gleich und wer immer noch nicht weiß, wie es funktioniert, kann sich ganz einfach einen unserer zahlreichen Tests durchlesen (siehe hier).

Wir in der Redaktion hoffen allerdings, dass Sony sich nun endlich erbarmt und uns mit monatlich erscheinenden Neuauflagen von SingStar verschont und alles über den extrem gut gewordenen SingStore verwaltet, denn dieser wirkt trotz der durchaus beachtlichen Anzahl an Songs, die man sich zu einem Stückpreis von 1,49 Euro herunterladen kann, sehr aufgeräumt und die Bedienung ist intuitiv. Da in naher Zukunft aber noch viel mehr kommt, dürften etwaige Investitionen im Nachhinein ein teurer Spaß werden, denn je mehr man kauft, desto mehr wird es irgendwann. Zwar ergibt die Rechnung 1,49 * 30 ca. 44,70 Euro, was im Grunde billiger ist als wenn man 30 Songs in einem Spiel für 60 Euro (dafür aber mit Mikros!) bekommt. Da aber die meisten unter euch sicherlich schon ein SingStar haben, wird die Anschaffung der 60-Euro-Version eher herausfallen und der Griff zur 30-Euro-Version wird getätigt. Dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus – ich möchte sogar soweit gehen, dass Sony hiermit die Abzocke in Reinform geschaffen hat. Die größte Frechheit betrifft allerdings Sonys Versprechen.

1. Kabellose Mikros gibt es nicht
2. Der SingStore liefert derzeit Recycling in Reinkultur an
3. Die „umwerfende Anzahl an Songs zum Launch“ bleibt aus, 80 Stück sind vorhanden, davon ca. 42 aus bisherigen Editionen bekannt
4. Nicht alle Videos sind im HD-Format

Bitter, nicht wahr? Und ein Update der Songliste gab es zum letzten Mal auch vergangenes Jahr vor Weihnachten (Anm. d.  Red.: Dieser Artikel wurde am 09.01.2008 verfasst und zum genannten Zeitpunkt ist die Aussage wahr).  

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Ansonsten bietet euch der SingStore eine Kategorisierung in Genres oder eine alphabetische Auflistung aller Songs an. Jeder Song kann vor dem Kauf kurz angesehen und angehört werden, außerdem liefert euch eine Anzeige die Info, ob es sich beim Video um HD- oder Röhrenqualität handelt.  Sehr viel cooler hingegen ist das virtuelle Wohnzimmer, denn hier liefert Sony eine tadellose Arbeit und wahrscheinlich auch schon einen Vorgeschmack für das im Frühjahr (hoffentlich) erscheinende „Home“. Die gute Stube kann mit verschiedenen Wallpapers zugekleistert werden, was mich leicht stutzig machte, denn etwas >>sehr<< ähnliches gibt es auch bei der Xbox 360, Stichwort Dashboard-Style.

Viele Spielereien sorgen für Abwechslung

Die Änderungen an SingStar werden aber so richtig gravierend, wenn man die ganzen „social network programs“ benutzt. Hinter dieser umständlichen Formulierung steckt eigentlich eine ganze Community, die sich vor dem eigenen TV zum Weltstar machen lassen kann. Seid ihr im Besitz einer EyeToy-Cam der PS2-Generation oder der neuen PS3-Cam, so wird dieser dann während eurer Session in einem Song zehn Bilder schießen und nebenbei ein Video von euch aufnehmen. Das wird im Spiel so aussehen, dass ein kleines Icon erscheint und dann geht es auch direkt los. Nachdem die Partie vorbei ist, könnt ihr die Bilder und das Video begutachten, lokal auf der PSP speichern oder ihr ladet es direkt hoch. Es gibt aber leider einige Leute, die es mit diesem Feature zu gut meinen und Softporns bis Hardcores online stellen – für Kinderaugen, die dieses Spiel durchaus sicherlich auch mal online zocken werden, nicht gerade die richtige Plattform. Sony hat dafür schon einen Meldenbutton eingebaut, mit dem sie auch schnell reagieren. Das coolste kommt aber noch, denn ihr könnt alle Songs auf einer Skala von 1 bis 5 Sterne bewerten und die besten davon werden auf der Hauptsite angezeigt. Als ich mir spaßhalber mal einige Videoclips angesehen hatte(leider nur recht kurz, wie ich feststellen musste…) war ich schlichtweg beeindruckt. Da gibt es echt junge Mädchen, die eine tolle Stimme haben und Songs emotional mindestens genau so gut herüberbringen wie die richtigen Sänger. An dieser Stelle würde ich in „Home“ meinen virtuellen Hut vor solch gesanglichen Meisterleistungen ziehen.

Und die Songliste?

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Diese lasse ich bei diesem Test einfach mal aus, denn dann müsste ich richtigerweise auch noch alle Songs auflisten, die im Store vorhanden sind – und das würde jeden Rahmen für einen anständigen Artikel sprengen. Sagen wir es mal so: Die Blu-ray umfasst 30 Songs mit Medleys der bekannten Art. Unter den Liedern befinden sich Blink 182 mit „All the small things“ (da lachte mein Herz doch glatt auf, ich liebe diesen Song!) oder auch Gwen Stefani mit „Alright“. Für Fans nationaler Musik mit dem Drang zum Wurf des Tangas auf die Bühne gibt es noch einen Act von Tokio Hotel.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 15.01.2008




 
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