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Silent Hill Origins (PS2)

Hersteller
 Konami
Vertrieb
 Konami
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Survival Horror

Anfang 1 2 » Fazit
Silent Hill Origins hat schon auf der PlaystationPortable den Survival Horror zurück in die Welt der Gamer gebracht. Nun findet sich das Prequel des Kulthorrors auch auf der Playstation 2 ein und überzeugt besonders durch die Präsentation. Silent Hill Origins hat nunmal einen Vorteil ... für eine geniale Atmosphäre braucht man kein Next-Gen und hier nutzt der Titel sein Kapital gnadenlos aus. In den bisher fünf veröffentlichten Teilen wurde niemals wirklich aufgeklärt, wie es dazu kam, warum dieser Ort von Monstern heimgesucht wird und quasi eine Art Hölle auf Erden geworden ist. Wer das Abenteuer noch nicht auf der PlaystationPortable erlebt hat, darf dies nun auf Sonys ehemaliger Heimkonsole tun.

Schon so viel erlebt und nun zum Anfang zurück?

Alles, was ihr in Silent Hill Origins erleben werdet, spielt sich vor dem ersten Teil der Serie ab. Das bedeutet zudem auch, dass wenn einer noch keinen Silent Hill-Teil gespielt hat, er nicht von der Story übermannt wird, allerdings mit einigen Charakteren nichts anfangen kann, die einem aus den vorherigen Teilen in diesem neuen Titel für die PlaystationPortable begegnen werden. Es ist schwer über die Story etwas zu erzählen, ohne dabei wirklich etwas zu verraten. Auf jeden Fall ist dieses Mal der Hauptcharakter in der Geschichte ein Truckfahrer namens Travis, den nicht nur üble Träume plagen, sondern auch noch ein Ritt durch Silent Hill erwartet. Auf jeden Fall ist Travis unterwegs in eine andere Ortschaft und fährt über eine Landstraße, auf der plötzlich ein Mädchen erscheint. Er steigt aus seinem Wagen und sieht sich um, bis er sich entschließt die Straße etwas weiter zu gehen. Dort trifft er dann auf brennendes Haus, aus dem er ein Mädchen namens Alessa rettet, welches absolut verbrannt ist. Wieder aus dem Haus draußen, fällt auch er in Ohnmacht und eine seiner Träume beginnt wieder …

Silent Hill Origins (PS2) Screenshots

Wie ihr Silent Hill im Teil Origins vorfindet, ist dieser Ort eigentlich noch relativ harmlos, jedoch befindet sich im Ort bereits eine Verbindung zwischen der realen und unrealen Welt, die ihr über einen Spiegel überbrücken müsst. Da man das erste Mal kaum selber darauf kommen würde, taucht plötzlich das verbrannte Mädchen wieder auf und zeigt euch, dass ihr den Spiegel berühren müsst, um diese oben genannte Verbindung herzustellen. Habt ihr dies getan, seid ihr entweder wieder in der realen oder surrealen Welt, wo ihr euch davor halt gerade befunden habt. Was für ein Klischee liegt Parallelwelt grundsätzlich auf? Man kann in der einen Welt andere Dinge tun, als in der anderen, was zur Folge hat, dass ihr in Silent Hill Origins häufig zwischen den Welten hin- und herschalten müsst, um verschiedene Rätsel zu lösen. An sich waren die Rätsel von Silent Hill noch niemals sonderlich schwer, jedoch ist das Interessante, dass man erst viele Räume durchsuchen muss, um auf etwas zu stoßen, dass einem dann wirklich weiterhilft. Befindet sich in eurer Nähe ein Objekt wird Travis dieses – wie auch schon in den Teilen davor – anvisieren, damit ihr wisst, dass dies ein Gegenstand zum Aufheben ist. Euer Waffenarsenal beschränkt sich wie immer auf eine Pistole, Schrotflinte, Eisenrohre etc. . Wer allerdings Lust hat dem Gegner etwas an den Kopf zu werfen, der kann sein Glück ja mal mit einem Fernseher, Schreibmaschine oder anderen großen Gegenständen versuchen. Zwar können diese Gegenstände nur einmal zum Angriff verwendet werden, jedoch richten sie enormen Schaden an.

Atmosphäre pur!

Am Anfang des Spiels kriegt ihr wie gewohnt die Meldung, dass dieses Spiel einige unrealistische Gestalten beherbergen könnte und man solle doch bitte den Raum abdunkeln und eine ruhige Umgebung schaffen, um das Spielerlebnis zu vertiefen. Bietet Konami und Silent Hill die Atmosphäre, die man kennt und die das Spiel verspricht? Absolut! Über der Stadt Silent Hill liegt wie gewohnt eine gewaltige Nebelschicht, die die ganze Atmosphäre wahnsinnig anspannt und damit unterstreicht, dass hier keine Menschenseele weit und breit ist. Aber auch die blutverschmierten Wände oder die völlig verkrüppelten und verunstalteten Monster, die einem in diesem Spiel begegnen, sind nach wie vor eine Augenweide – wie man es nimmt. Allerdings muss man sagen, dass Silent Hill vom Schwierigkeitsgrad nicht das Non-Plus-Ultra ist, was zum großen Teil auch daran liegt, dass die Monster meistens einfach total lahm und sehr leicht auszutricksen sind. Nach wie vor hat Silent Hill auch damit zu kämpfen, dass man nur auf sehr wenige Monsterarten treffen wird. Irgendwie handeln und bewegen sich alle nach Schema F, weswegen man sich hier sicherlich etwas frischen Wind hätte wünschen dürfen, was dem Spielsystem an sich bestimmt nicht geschadet hätte. In dieser Richtung hoffe ich, dass man sich in Silent Hill 5 etwas mehr zutraut und neue Monsterarten einführt, die einen auch etwas fordern.

Silent Hill Origins (PS2) Screenshots

Auch die Geräuschkulisse lässt nichts zu wünschen übrig. Schaurige Geräusche, die einen zu jedem Zeitpunkt vermuten lassen, dass ein Gegner in der Nähe sein oder etwas passieren könnte. Auch die bekannten Aufheb-, Türaufgeh- und Schrittgeräusche wurden aus den anderen Teilen komplett übernommen, was noch mal einen gewissen Bezug zu den anderen Titeln schafft. Die englische Sprachausgabe des Spiels ist exzellent und wird mit einem deutschen Untertitel unmissverständlich übersetzt. Ein großes Manko in den Silent Hill-Teilen war bisher immer die Kamera, die meistens ihren eigenen – sehr unvorteilhaften – Willen hatte, was sich im Handheld-Ableger aber komplett geändert hat. Die Kamera hat meistens einen perfekten Blickwinkel und bietet einem eine gute Übersicht in Kämpfen, so wie auf Erkundungstouren. Besonders spektakulär sehen natürlich die Nahkämpfe von Travis aus, die man im Spiel immer wieder bewältigen muss, denn kommen euch einige Gegner zu Nahe, umklammern sie euch und versuchen euch tot zu quätschen. Hier müsst ihr dann versuchen im richtigen Moment den richtigen Knopf zu drücken, um das Biest wieder los zu werden. Der Umfang des Spiels ist recht ordentlich. Nebenquests sind allerdings leider nach wie vor eine Fehlanzeige, was bedeutet, dass euch der Spielverlauf absolut vorgeschrieben wird.
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