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Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten (Tests)


Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten

Sherlock Holmes ist zurück! Zusammen mit seinem treuen Weggefährten Dr. Watson versucht er einer Geheimnisvollen Sekte auf die Spur zu kommen. Der Mittlerweile schon 3. Teil verspricht eine gruselige Story, spannende Rätsel, bissige Dialoge und eine wunderschöne Grafik. Ob der Titel dieses Versprechen auch halten kann, erfahrt ihr in diesem Testbericht!

Holmes auf Spurensuche

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Irgendeines Tages in London, Baker Street; Holmes sitzt gelangweilt im Sessel und lässt sich von Watson „zuschwafeln“. Als Watson merkt, dass Holmes ihm gar nicht zuhört, entbrennt ein bissiger Dialog zwischen den beiden. In diesem gesteht Holmes, dass er zurzeit intellektuell unterfordert sei. Watson gibt ihm den Rat, ein bisschen an die frische Luft zu gehen, um sich ein bisschen umzuhören. In der Zeitung liest man, dass überall auf der Welt Menschen verschwinden. Holmes Instinkt schlägt natürlich Alarm und befindet sich in Alarmbereitschaft. Als auch bei einem reichen Herrn in London der Diener eines Nachts verschwindet, entschließt sich Holmes dort auf Spurensuche zu gehen. Nun gilt es herauszufinden, ob es sich um eine Entführung handelt oder ob der Bedienstete einfach mal einen Ausflug gewagt hat.

Wer aber Sherlock Holmes kennt, weiß, dass es keine simple Entführung sein kann und darf gespannt sein wie es im Spiel weitergeht. Die Story ist bis zur Mitte hin sehr fesselnd und spannend, flacht aber zum Ende merklich ab. Außerdem kann man der Hintergrundgeschichte manchmal auch sehr schlecht folgen, da diese recht kompliziert gestrickt ist. Positiv hervorzuheben sind die gelegentlichen Schockmomente, wenn man z.B. eine Leiche findet. Davon hätte ich mir aber ein bisschen mehr gewünscht. Alles in allem ist es meines Erachtens nur eine mittelmäßige, weit hergeholte Story geworden, die mich nicht wirklich überzeugen konnte.

Wirklich überzeugen konnte mich aber die absolute Neuheit, die Ego-Perspektive! Normalerweise hat man ja bei den meisten Adventures nur eine Starre Ansicht des Raumes und steuert die Figur per Mausklick durch die Spielwelt. Durch das Einsetzen der Ego-Perspektive kann man bequem mit den Pfeiltasten navigieren. Außerdem kann man sich alle (seines Erachtens) wichtigen Dinge betrachten, was bei der normalen Ansicht nicht immer möglich war. Man fühlt sich auch durch eben diese Ansicht so, als ob man Sherlock Holmes persönlich wäre. Wirklich Klasse!

Endlose Sucherei nach Gegenständen?

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Mein Kollege und Chef Adam Smieja hatte in seiner Preview die böse Vorahnung geäußert, dass die Spurensuche in eine endlose Sucherei ausarten könnte. Das kann ich in der Verkaufsversion nicht bestätigen, denn die Spurensuche an sich geht eigentlich recht gut von Statten. Denn die Gegenstände sind meistens recht auffällig positioniert und dadurch leichter zu finden. Außerdem ist jeder Gegenstand, der für einen wichtig ist, beim Heraufschauen, mit einer greifenden Hand gekennzeichnet. So weiß man sofort: „ Ahhhh! Das muss was wichtiges sein, also nehme ich es einfach mal!“ So wird die Spurensuche eher selten in einer endlosen Sucherei ausarten!  

Gelegentlich kommt beim Spurensuchen auch mal die Lupe zum Einsatz. Mit dieser kann man sich einen festgelegten Bereich etwas vergrößert angucken und muss diverse, manchmal mikroskopisch kleine Anhaltspunkte finden. In einem Fußabdruck soll man z.B. herausfinden, dass einer von vielen Schuhnägeln fehlt. Bei dieser Art der Spurensuche klickt man meistens solange auf dem Bildschirmausschnitt herum, bis man etwas findet. Hier hätte man die für den Spieler wichtigen Gegenstände etwas hervorheben können!

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Hat man nun geschafft, einen Gegenstand aufzuheben, wird dieser im Inventar abgelegt. Dort kann man ihn genauer anschauen oder mit einem anderen kombinieren. Man findet dort außerdem noch einen Bereich, wo alle Gespräche, die man bis zu diesem Zeitpunkt geführt hat, genau protokolliert werden. So kann man sich wichtige Gespräche flux ein zweites Mal durchlesen, um z.B. eine verlorene Fährte wieder aufnehmen zu können! In einem weiteren Untermenü kann man sich auch noch alle gesammelten Bücher, Analysen und wichtige Details ein zweites Mal zu Gemüte führen. Das gesamte Inventar-Menü ist vor allem übersichtlich gestaltet und vereinfacht somit das Suchen nach fehlenden Fragmenten eines Rätsels.

Auch für Abwechslung ist gesorgt. So gibt es ein Level (mein Lieblingslevel), in dem Watson’s Tasche geklaut wird. So muss man nun den Dieb verfolgen, wird aber durch viele Hindernisse daran gestört. Diese muss man dann geschickt umgehen, um voranzukommen. Das Beste an diesem Level ist übrigens die sehr hektische, lustige Hintergrundmusik! Jedenfalls ist dieses Level ein willkommene Abwechslung vom Detektiv spielen. 

Holmes in Bild und Ton

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Aus grafischer Sicht gibt es an dem Titel auch nicht viel auszusetzen. Zwar sehen viele Schauplätze etwas trist und leblos aus, aber was soll z.B. auch Nachts im Hafen alles so los sein? Warum sind denn die Mafia-Treffen meistens am Hafen? Genau, weil sich dort Nachts kein normaler Mensch mehr blicken lässt! Bei vielen Schauplätzen wirkt gerade dieses triste Ambiente gruslig und sorgt für Gänsehaut. Über die Texturen und die Darstellung der Gesichtszüge der einzelnen Charaktere kann man auch wahrlich nicht Meckern. Und man beachte bei diesen Punkt, dass man die Grafik von einem Ego-Shooter NICHT mit der eines Adventures vergleichen kann. Die Grafik wird zwar nicht für Aufsehen sorgen, muss sich aber auch nicht verstecken. Im Gesamten also gibt es da nicht sehr viel auszusetzen.

Kommen wir jetzt zur musikalischen Untermalung des Titels. Die Hintergrundmusik passt sich automatisch an die Situation an. Findet man z.B. eine Leiche, so wird die Musik etwas hektischer. Das sorgt für eine packende Atmosphäre. Die Synchronsprecher machen ihren Job auch recht gut. Auch wenn sich mein Kollege Adam in seinem Preview gewünscht hat, dass sie auf Englisch bleiben sollte, haben sich die Entwickler doch dafür entschieden, sie komplett in Deutsch zu machen. Für mich unverständlich, dass sie nicht auf unseren Chefredakteur hören! Aber auch die deutschen Stimmen von Holmes, Watson und allen anderen Charakteren machen ihre Sache sehr gut und bringen sich auch mit ihrer situationsgerechten Stimmlage ein.

Kommentar (CS) :

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Das Kult-Duo Watson und Holmes ist zurück. Der Titel bietet zwar nur eine Story 2. Klasse, kann aber im Grafik- und Soundbereich punkten. Auch das Experiment mit der im Adventure-Genre unüblichen Egoperspektive ist gelungen. Wer die beiden Vorgänger mochte, wird auch an dem 3.Teil Gefallen finden. Schlussendlich ist dieser Titel für jeden zu empfehlen, der auch mit einer nicht erstklassigen Story über die Runden kommt.

 

Geschrieben von: Chris Stanko am 12.12.2006




 
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Kommentar
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Redaktionswertung

Spielspaß:
Grafik:
Sound:
Gameplay:

User-Wertung
Positiv
  • - gute Synchronisation
  • - solide Grafik
  • - Watson und Holmes spielbar
  • - Ego-Perspektive
  • - übersichtliches Inventar
Negativ
  • - nur mittelmäßige Story
  • - Suche mit Lupe unausgereift
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