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Sega Bass Fishing

Hersteller
 Sega
Vertrieb
 Sega
Erscheinungstermin
 bereits erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Sport

Anfang 1 2 » Fazit
Ist die Natur euer Zuhause? Macht es euch Spaß, stundenlang zu schweigen und zu warten? Ihr mögt die Angelrute und sucht die Herausforderung in diversen Seenlandschaften? Dann ist Sega Bass Fishing wohl genau das Richtige für euch. Der Spielhallenklassiker von Sega erschien vor wenigen Tagen für Nintendos Wii und dank der bewegungssensitiven Steuerung scheint das Spielprinzip wie geschaffen für Angelrute und Kescher. Ob Angler auf ihre Kosten kommen, und ob auch Hobby-Spieler bedient werden, erfahrt ihr im Test.

Fische, Modi und Optionen

Ich will nicht lange um den heißen Brei reden und eine elend lange Einleitung zu Segas Arcade-Angler niederschreiben. Das muss ich auch nicht. Zum einen stehle ich damit eure kostbare Zeit und zu Bass Fishing brauche ich nicht viele Worte verlieren. Eine Story gibt es nicht. Sega bietet, wie schon geschrieben, reines Arcade-Feeling auf Nintendos Wii, das sowohl Casual-Gamer als auch Hobby-Fischer ansprechen soll. Nun gut. Die Remote und der Nunchuk sind heraus gekramt und die Jagd nach Barsch und Hecht kann beginnen.

Bevor ihr euch jedoch ins Ruderboot setzten könnt, um die ersten Fische zu fangen, müssen zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden. So dürft ihr zu Anfang zwischen vier unterschiedlichen Modi wählen. Zum einen gibt es da den Arcade-Modus, in dem es darum geht, dass ihr in einer bestimmten Zeit, ein bestimmtes Gewicht an Fischen angelt. Da dies schon eine kleine Herausforderung darstellt, sollten vorerst nur geübte Angler einen Versuch wagen. Abhilfe schafft dagegen der Trainingsmodus. Hier könnt ihr dank unbegrenzter Zeit das Angeln üben. Leider hält dieser Modus nicht das, was er verspricht. Denn wofür sollte ein Training im Spiel da sein? Genau! Es soll euch zeigen, wie man mit einer jeweiligen und bestimmten Situation umzugehen hat. Leider werden euch hier keine Kniffe und Infos vorgestellt, sondern ihr müsst größtenteils selbst herausfinden, wie man zum Beispiel einen Fisch aus dem Wasser zieht, ohne dass die Schnur reißt. Das ist schade und hätte meines Erachtens weiter ausgebaut werden müssen, zumal es nicht sehr einfach ist, einen Fisch erfolgreich ins Boot zu holen. Aber dazu später mehr. Ach ja, die Spielmodi. Also, neben Arcade- und Trainingsmodus könnt ihr euch auch im Turnier beweisen. Hier tretet ihr in einem Wettbewerb gegen mehrere Angelfreunde an. Wer keine Lust auf den ganzen Stress hat und sich einfach nur zurücklegen und genießen will, der sollte sich schlicht und einfach dem Naturmodus widmen. Hier gibt es keine Konkurrenten. Hier gibt es keine Zeit, die runter läuft. Hier gibt es kein Ziel. Hier steht der Einklang mit der Natur im Vordergrund.

Schön, schön. Na gut. Modus ausgewählt und weiter geht’s zu den Optionen. An welchem Ort soll denn nun der Ausflug stattfinden. Wie wäre es mit dem Fuß eines Staudamms? Oder scheint der Wasserfall doch eine bessere Idee zu sein? Nein, die Brücke ist doch wohl der richtige Ort. Oder doch der Fluss an der Burg? Die Auswahl kann sich sehen lassen. Ihr könnt aus rund 15 unterschiedlichen Landschaften wählen, die selbstverständlich auch unterschiedliche Fischarten beherbergen.

Gut, ich habe mich entschieden. Kann ich nun endlich die Rute auswerfen? Was? Nein? Ich kann noch die Jahreszeit auswählen? Ok, was nehmen wir denn? Passend zur jetzigen Situation scheint doch der Frühling ideal zu sein. So, jetzt kann ich doch endlich ins Boot und Fische fangen, oder? Was? Immer noch nicht? Die Tageszeit soll ich mir aussuchen? Da ich ein romantischer Zeitgenosse bin, entscheide ich mich rasch für den „Sonnenuntergang“. Alles klar, jetzt will ich aber endlich spieeeeeeeelen! Och neeee, jetzt kann ich mir auch noch die Wetterlage aussuchen. Man, jetzt ist es mir egal. Ich will den klaren Himmel ohne Wolken! Ja, den einen der 20 unterschiedlichen Köder suche ich mir auch noch aus und dann kann es endlich losgehen? Ja, es geht los. In der Tat bietet Segas Bass Fishing eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten. So sollte für jeden Spieler die passende Umgebung und Zeit vorhanden sein. Natürlich übertreibe ich ein wenig, aber dennoch scheinen die Einstellungsmöglichkeiten schier unmöglich.

Ich und meine Angelrute

Schon Twilight Princess hat bewiesen, dass das Angeln auf der Wii, dank der Steuerungsmöglichkeiten, eine sehr gute Idee ist. Auch Bass Fishing nutzt die Möglichkeiten von Remote und Nunchuk. So könnt ihr per leichten Hieb nach vorne (Remote) die Angelschnur auswerfen und per Kurbelbewegung (Nunchuk) den Köder einholen. Wie beim echten Angeln eben. Die Steuerung klappt in der Tat sehr gut und fühlt sich frisch an. Sowas braucht die Wii! Doch setzt das Spiel nur auf das Gameplay, oder wird der Spieler auch ein wenig herausgefordert? Ja, das wird er. Denn es ist gar nicht so einfach, den anbeißenden Barsch oder Hecht aus dem Wasser zu holen. Diese kämpfen nämlich ums Überleben und versuchen mit allen Mitteln, sich vom Köder zu lösen.

[SCREEN:2Beißt der Fisch also an, müsst ihr mit Taktik und Geschick an die Situation rangehen. So solltet ihr darauf achten, dass die Leine nicht reißt und dass das „Tier“ müde wird, indem ihr zum Beispiel die Schnur laufen lasst und dann langsam wieder einzieht. Nach wenigen Minuten des Kampfes kann euer Versuch mit Erfolg gekrönt werden. Aber Vorsicht. Es ist gar nicht so einfach und es bedarf schon ein wenig Training. Gelegenheitsspieler sollten somit ein wenig Zeit mitbringen, um die Kniffs und Tricks kennenzulernen.

Im Einklang mit der Natur

]Wie sieht es mit der Technik aus? Bass Fishing kann sich sehen lassen. Die Areale sind abwechslungsreich und bieten viele Details wie Häuser, Berge, Felder oder Büsche. Aber mit der Unterwasserwelt eines Endless Ocean kann Segas Angelabenteuer nicht ganz mithalten. Dafür wird im Grunde zu wenig auf dem TV geboten. Die Seen und Ufer bieten nämlich außer Fischen nur noch vereinzelte Enten, die auf der Wasseroberfläche plantschen, mehr nicht. Ein wenig mehr Tiere hätte ich mir schon gewünscht, zumal so die Areale etwas unecht und trostlos wirken, auch wenn das Drumherum einen guten Job macht.

 

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