Samsung SGH-U900 Soul (Tests)
Da haben wir ihn also, den ersten Test von reiner Hardware bzw. in diesem Fall einem Mobiltelefon aus dem Hause Samsung. Die Werbung für das Handy macht den Mund wässrig, doch was kann das edle Slider-Handy wirklich leisten? Wir sagen es euch in unserem Test! Der Fortschritt in Sachen Midrange-Handys ist kaum von der Hand zu weisen – das Samsung U900 und das dazu äquivalente LG machen es bereits vor und liefern eine satte 5 Megapixel-Kamera, HSDPA mit bis zu 7,2 Mbit/s und eben das fast schon innovative Control-Touchpad, das die herkömmliche Bedienung von Handys ganz neu definieren soll. Wenig drin, viel dran
Auch wenn der Frust also schnell vorhanden ist, wird man diesen schon beim bloßen Betrachten des Handys schnell vergessen, denn die 106x50x13 Millimeter an Design und Verarbeitung glänzen mit einem hochwertigen Eindruck, der durch das mattschwarze Kunststoffgehäuse, umarmt von edlem Metall, wirklich für Faszination sorgen kann. Mit seinen über 100 Gramm an reinem Gewicht ist dieses Handy zwar kein hemdtaschentaugliches Objekt, liegt aber trotzdem sehr gut in der Hand und die Hosentasche wird nicht allzu sehr belastet. Schiebt ihr das U900 Soul auf, wird die in Aluminium gepresste Tastatur deutlich, mit der ihr die ganzen Nummern, SMS, MMS, Mails und so weiter tippen könnt. Die Rückseite des Handys ist dezent in schwarz gehalten und orientiert sich ein wenig an der Front des Sliders, kann dennoch vollends überzeugen, zumal sich die Rückseite sehr leicht öffnen lässt. Ein weiterer Pluspunkt im Gegensatz zu LG-Geräten ist die leichte Entnahme der Handykarte zum Telefonieren und so. Im offenen Zustand wird überdies die 5 Megapixel-Kamera entpuppt, die sehr gut vor Fremdeinwirkung (Staub, Wasser, etc.) geschützt ist. Die Slidefunktion des Handys geht locker von der Hand, fühlt sich sehr angenehm sowie sanft an und rastet perfekt wieder in seine Ausgangsposition ein. Abschließend wäre zur Verarbeitung noch zu sagen, dass das Touchpad stark anfällig für Kratzer ist, denn schon nach wenigen Tagen des Hosentaschentragens wurden erste leichte Spuren am Touchpad deutlich – kein gutes Anzeichen für ein Handy, das man eigentlich täglich benutzt. Fettfinger sind auf dem Display nur schwer zu erkennen, da es ziemlich gut verarbeitet wurde. Touch me! Die 320x240 Bildpunkte auf dem 2,2 Zoll Bildschirm sind bei Samsung inzwischen zu einem festen Standard geworden, allerdings brillieren sie durch gestochen scharfe 16,7 Millionen Farben, wodurch die Schrift keinerlei Treppchen besitzt und die einzelnen Menüpunkte sauber und ohne Störungen dargestellt werden. Zwar würde man einige Millionen Farben weniger auf einem solch vergleichsweise kleinem Bildschirm eher weniger bemerken, für die Vermarktung ist es dennoch nicht schlecht, zumal diese Anzahl an Farben für die Farbtiefe bisher nur dem G600 und G800 vorbehalten gewesen sind. Die Tastatur des U900 kommt nach dem Öffnen des Handys per Slide zum Vorschein und verdient nur Lob: Perfekt eingebettete Tasten warten darauf, benutzt zu werden und leisten eine sehr gute Arbeit. Durch drei Sondertasten über den bekannten 1 bis Raute-Tastenfeldern kann man schnell und einfach die wichtigsten Dinge erledigen: Videotelefonie, Text löschen und Schnelltaste für die reibungslose Menüfindung. Die Druckpunkte sind optimal gesetzt und der vorteilhaft niedrige Tastenhub lässt jede SMS zu einer Freude werden – solch eine klasse Verarbeitung und Bedienung könnten sich auch ruhig andere Handys abschauen. Einen Nachteil hat die ansonsten tolle Tastatur aber trotzdem: Man kann sie wirklich schlecht erfühlen, aber da muss man sich fragen: Wer klickt schon blind auf den Tasten rum außer irgendwelchen No-Life-Kiddies, die mindestens 500 SMS pro Tag schreiben? Geschrieben von: Adam Smieja am 15.07.2008
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Der Lieferumfang des U900 ist nicht gerade großartig und neben dem Handy selbst, einem Akkuladegerät, der obligatorischen Bedienungsanleitung, einem Kabelheadset sowie zwei Mini-CDs gibt es keine weiteren Annehmlichkeiten. Da das U900 auf Micro-SD-Karten setzt, ist es sehr schade, dass man für den doch gehobenen Preis keine 1GB-Karte mitgeliefert kriegt. Außerdem ist es schade, dass Samsung nicht daran gedacht hat, Schutzfolien für das Display sowie übliche 3,5 Millimeter-Stecker in den Lieferumfang zu packen. Bei 499 Euro UVP keine schöne Erfahrung.
