Klassiker sind immer was Schönes. Die Xbox 360 profitiert schon länger davon, die PS3 besitzt auch einige Klassiker. Nun bekommen beide Plattformen eine Version von „Rocketmen: Axis of Evil“, die grafisch ein wenig aufgepeppt wurde und einen Mehrspieler-Modus sowie Highscore-Listen (online) besitzt. Auf in den Kampf! Am Anfang des Spiels steht erstmal die Erstellung des Charakters an. Hierbei habt ihr die Wahl zwischen Männlein und Weiblein sowie drei verschiedenen Klassen (Ingineur, Gauner, Waffenspezi) und könnt noch ein wenig an der Haar- sowie Körperfarbe herumspielen. Nachdem ein Name festgelegt worden ist, geht es auch schon gleich los mit der Action – also nach der ersten etwas längeren Zwischensequenz, die englisch vertont ist und in Standbildern erzählt wird. Action ohne Ende Kaum legt man los, will es gar nicht mehr aufhören: Die Gegnermassen erscheinen unendlich, die Munition geht (zumindest bei der Standardwaffe) auch nicht aus, die Lebensenergie macht aber oftmals einen gehörigen Satz nach unten. So könnte man das Spielprinzip ganz leicht beschreiben. Nicht zu vergessen sind die spartanischen Bosskämpfe, die ab und an geführt werden wollen. Ansonsten heißt es ballern, ballern und nochmals ballern bis der Arzt kommt. Okay, okay. So simpel ist es dann doch nicht, denn der Schwierigkeitsgrad ist selbst auf „Leicht“ nicht annähernd so einfach, wie man denkt. Oft genug wird man das Zeitliche segnen und dadurch ziemlich viele Erfahrungspunkte verlieren, obwohl diese doch ganz schön wichtig für die Charakterentwicklung sind, denn je mehr Gegner ihr abknallt ohne selbst dabei einen Treffer einzustecken, bekommt ihr Bonus-Erfahrungspunkte, die so manches Gadget freischalten, das euch im Endeffekt den Allerwertesten retten kann. Mein Lieblingsspielzeug ist das mobile MG, welches auf den Boden geworfen wird, sich selbstständig ausklappt und dann alle Unholde im Sichtbereich alleine fertig macht, während ich mir eine kurze Kaffeepause gönne. Gespielt wird aus der bekannten Isosicht, die den leichten Drang dazu hat, euch immer wieder im Level vorzupushen, damit ihr auch ganz flott ans Ende des Levels kommt. Den Stil eines original 2D-Sidescrollers erlangt das Spiel zwar nicht, Spaß macht es aber trotzdem, weil das Gehirn fast dauerhaft auf Durchzug geschaltet werden kann. Nur die Steuerung ist dabei vielleicht der einzige Aspekt, der ein Ausschalten des denkenden Organs verhindern könnte, weil Capcom es sich hierbei unnötig schwer gemacht hat. Mit dem linken Analogstick bewegt ihr euch, mit dem rechten schießt ihr (!), was mich sehr oft etwas verwirrt hat, weil ich R1, meinethalben auch R2, gewohnt bin. Mit R2 löst ihr jedoch die Spezialwaffe aus und mit R1 wird die Speziwaffe gewechselt.Nach zehn Leveln ist das Spiel vorbei und ihr werdet gut fünf bis sechs Stunden gespielt haben. Hernach wird man sich aber nicht über zum Fenster herausgeworfenes Geld ärgern, sondern den Mehrspieler-Modus entdecken, wenn nicht schon ohnehin passiert. Hier könnt ihr euch nach Lust und Laune austoben und gegen zahlreiche andere Spieler aus aller Welt bis auf Xbox 360 (bzw. PS3, wenn man die 360-Version spielt) antreten. Da wir unsere Review-Copy lange vor Release erhalten haben, konnten wir den Mehrspieler leider noch nicht ausgiebig testen.Grafisch ist der Titel kein Überflieger, ganz gewiss nicht. Das will Rocketmen: Axis of Evil auch gar nicht, denn hier geht es um den reinen Ballerspaß und der kommt nicht zu kurz. Zwar haben häufige Slowdowns das Spielerlebnis doch stark getrübt, aber dafür wird man mit zahlreichen Explosionen und viel Action verwöhnt. Der Sound hält sich stark im Hintergrund, die englische Sprachausgabe ist nur mäßig gut und die Effekte hören sich leider etwas lasch an. |
|
|
© by Spieletester.com
Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions






